Pressekonferenz und erfolgreicher Testtag am Most Autodrom

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Ellen Lohr Credits: Tom Rengelshausen

Das Team dexwet-df1 racing nahm an der offiziellen Präsentation des EuroNASCAR-Laufes in Tschechien teil

Im Rahmen der Pressekonferenz zur Präsentation des EuroNASCAR-Rennens am Most Autodrom war dexwet-df1 racing NASCAR-Fahrerin Ellen Lohr eingeladen worden, um den zahlreichen Journalisten ihre persönlichen Eindrücke dieser Rennstrecke, die sie noch sehr gut aus ihren Truck-EM-Zeiten kennt, zu teilen. Außerdem sprach sie über ihre NASCAR-Ziele 2019.

“Es immer toll, in der Tschechischen Republik Rennen zu fahren”, sagt die einzige weibliche Rennsiegerin in der DTM-Geschichte. “Ich kenne die Strecke sehr gut. Aber NASCAR ist für mich nach meinem eigentlichen Rückzug aus dem aktiven Rennsport ein völlig neues Abenteuer. Zuletzt saß ich vor rund zehn Jahren in einem vergleichbaren Rennwagen und deshalb muss ich jetzt erst einmal den Rost loswerden. Ich freue mich, hier heute fahren zu können.”

“Most ist genau die richtige Strecke, um wieder in den Rhythmus zu gelangen”, sagt die erfahrene Rennfahrerin. “Ich liebe die Strecke, weil sie technisch sehr anspruchsvoll ist. Es werden hier sicher auch viele deutsche Fans hinkommen, um die Rennen zu sehen. Deshalb erwarte ich eine wirklich große Zuschauerzahl hier beim Debüt der NASCAR Whelen Euro Series. In dieser Serie bin ich ein waschechter Rookie, aber ich freue mich riesig auf die Saison – insbesondere auf das Rennen in Most.”

“Warum ich den Kurs so sehr mag? Mit GT- und Tourenwagen wird oft auf Strecken gefahren, die für die Formel 1 gemacht sind. Mit normalen Rennwagen ist das meist ziemlich langweilig. Most ist eine traditionelle, abwechslungsreiche Rennstrecke mit Schikanen, die wir auf neuen Rennstreckennicht mehr finden. Hier müssen wir noch unser Herz in die Hand nehmen und deshalb passt der Kurs perfekt zum Racing, den die EuroNASCAR bietet.”

Credits: Tom Rengelshausen

Auch dexwet-df1 racing Elite2-Pilot Justin Kunz war vor Ort, um den Chevrolet Camaro zu testen. Er sagt: “Es ist wirklich alles sehr gut gelaufen. Wir hatten beide Autos dabei. Da die EuroNASCAR für Ellen noch Neuland ist, hat sie viele Runden mit der 99 absolviert, während ich in der 66 saß. So hatten wir beide möglichst viel Fahrzeit. Wir sind insgesamt sechs Sessions gefahren – jeweils eine halbe Stunde.”

“Die Strecke ist richtig klasse und macht viel Spaß”, so der NASCAR-erprobte Deutsche aus Appenweier. “Mir liegt der Kurs wirklich gut und deshalb freue ich mich schon jetzt auf das Rennen hier. Die Autos funktionieren einwandfrei und sind technisch auf bestem Stand. Insgesamt war es ein erfolgreicher Tag und wir haben uns immer weiter verbessert. Wenn es so weiter geht, können wir zusammen mit dem Team viel erreichen.”

Für die NASCAR Whelen Euro Series ist der Besuch im tschechischen Most in der Saison 2019 ein wichtiger Meilenstein. Erstmals wird die Serie in einer Saison sieben Rennwochenenden austragen und es geht zum ersten Mal nach Osteuropa.

Die im Jahr 1983 eröffnete Strecke hat eine Länge von rund 4,2 Kilometern und eine Breite von zwölf bis 14 Meter. Der Kurs wird im Uhrzeigersinn gefahren und besteht aus zwölf Rechts- und neun Linkskurven. Im Jahr 2008 hat die Strecke eine neue Asphaltdecke erhalten. Das Most Autodrom ist gerade bei Motorrad-Rennsportlern sehr beliebt, aber auch GT-, Tourenwagen- und Formelserien starten auf dem fordernden Kurs. Neben der EuroNASCAR veranstaltet auch das deutsche GT Masters ein Rennen in Most. Die Rennen der NASCAR Whelen Euro Series finden am 29. und 30. Juni statt.

Die NASCAR Whelen Euro Series startet am 13. und 14. April am Circuit Ricardo Tormo im spanischen Valencia in die neue Saison. Das Team dexwet-df1 racing wird mit zwei Fahrzeugen in der Saison 2019 an den Start gehen.

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