Marko Stipp Motorsport erlebt Licht und Schatten in Vallelunga

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Credits: Sofric Studio

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PRESSEMITTEILUNG

Drei Podiumsplatzierungen gehen einher mit diversen Unfallschäden

Marko Stipp Motorsport startete am 12. und 13. September 2020 endlich in die, aufgrund der Corona-Pandemie, seit April verschobene Saison der NASCAR Whelen Euro Series (NWES). Auf dem Autodromo di Vallelunga in Italien gingen mit Yevgen Sokolovskiy, Gasper Dernovsek und Kris Richard gleich drei neue Piloten für das deutsche Team mit den Startnummern 46 und 48 an den Start.

Trotz einer guten und reibungslosen Saisonvorbereitung verlief der Start des Wochenendes allerdings zunächst alles andere als nach Plan. Plötzliche, materialbedingte Motorenprobleme sorgten bei der Startnummer 48 von Kris Richard gleich zu Beginn für eine stark verkürzte Trainingszeit und Überstunden für die Mechaniker. Weitere Arbeit für die Mechaniker ließ nicht lange auf sich warten, als Gasper Dernovsek an Bord der Startnummer 46 im ersten EuroNASCAR-2-Rennen heftig in die Reifenstapel krachte. Der Slowene sammelte zuvor ein Trümmerteil eines anderen Fahrzeugs auf, was zu Bremsversagen führte.

Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Dernovsek kam mit einer Verletzung am Arm davon, war jedoch zutiefst enttäuscht über den Ausfall: “Im Rennen sah alles zunächst super aus. Ich hatte mich bereits vom 15. Startplatz vorgekämpft auf Platz sieben und wir hatten eine gute Pace. Doch dann fiel plötzlich das Bremspedal durch und ich bin voll in die Absperrung gekracht! Zum Glück ist das an der langsamsten Stelle der Strecke passiert. Wir haben später rausgefunden, dass ein Trümmerteil die hintere Bremsleitung gekappt hatte. Leider war das Auto zu stark beschädigt, um ein paar Stunden später am zweiten Rennen teilzunehmen.”

Kris Richard hatte am Steuer der Startnummer 48 im ersten EuroNASCAR-2-Rennen mehr Fortüne und fuhr bei seinem Debütrennen auf einem fantastischen sechsten Platz ins Ziel, was ihm gleichzeitig Platz drei und ein Podium in der Rookie Trophy bescherte. Auch im zweiten Rennen kämpfte der Schweizer um ein Top-6-Ergebnis, wurde dann jedoch kurz vor Ende des Rennens von einem Kontrahenten abgeräumt. Entsprechend enttäuscht war Richard über die Aktion:

Credits: Sofric Studio

“Die Kollision und der Schaden im zweiten Rennen waren echt ärgerlich, das hätte sicherlich nicht sein müssen. Ansonsten hat mir die neue Erfahrung sehr viel Spaß gemacht, die Serie ist auf jeden Fall sehr attraktiv. Die Autos machen wirklich extrem Spaß zu Fahren. Ohne die Probleme im Training hätten wir sicherlich noch mehr Potenzial gehabt. Hut ab vor dem Team und den Mechanikern, die unermüdlich gearbeitet haben und mir immer zur Seite standen.”

Am Sonntag waren schließlich die EuroNASCAR-Pro-Fahrer an der Reihe und somit Yevgen Sokolovski vor seinem Debüt mit der Startnummer 46. Aufgrund der starken Beschädigung des Fahrzeugs vom Vortag wurde jedoch die Entscheidung getroffen, Sokolovski mit der am Vortag weniger in Mitleidenschaft gezogenen Startnummer 48 ins Rennen zu schicken. Der Ukrainer fuhr bei seinen ersten NWES-Rennen dank seiner Konstanz auf Anhieb einen dritten und einen zweiten Platz in der Challenger Trophy ein und durfte somit gleich zwei Podien feiern.

Credits: Michael Großgarten / Leadlap.de

Entsprechend zufrieden zeigte sich der frühere Motorrad-Pilot: “Es hat Spaß gemacht, in der Challenger-Wertung gleich zweimal aufs Podium zu fahren. Im Rennen hatte ich wegen Überhitzung etwas zu kämpfen mit fehlender Motorleistung. Ansonsten will ich mich natürlich kontinuierlich steigern und das Fahrzeug besser kennen lernen. Das Team hat jedenfalls einen tollen Job gemacht, mir über Nacht die 48 vorzubereiten, nachdem die 46 am Samstag stark beschädigt wurde.”

Nach einem arbeitsreichen Wochenende unweit von Rom zeigte sich Teamchef Marko Stipp kämpferisch: “Das war mit Sicherheit nicht der Start in die Saison, den wir uns erhofft haben. Unsere Mechaniker haben aufgrund von Materialfehlern und Unfallschäden fast rund um die Uhr gearbeitet, aufgrund der Corona-Bestimmungen stark dezimiert und bei über 30 Grad. Ich bin stolz, was unsere Jungs hier geleistet haben. Bei all dem Pech das wir hatten, bin ich natürlich froh, dass wir dank unserer Fahrer am Ende noch drei Podiumsplatzierungen in der Rookie- und Challenger-Trophy für uns verbucht haben.”

Das zweite Rennwochenende der NASCAR Whelen Euro Series mit den Läufen drei und vier wird am 3. und 4. Oktober in Belgien auf dem Circuit Zolder stattfinden.

 

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