Ereignisreicher Saisonauftakt in der ENES für Alexander Graff

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Credits: Nina Weinbrenner/Threewide

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In der NASCAR Whelen Euro Series gehört der Schwede Alexander Graff zu den erfahrenen Fahrern. In der EuroNASCAR Esports Series ist er ein absoluter Rookie. Beim Saisonauftakt in Brands Hatch hatte er nicht nur mit seiner mangelnden Erfahrung im Sim Racing zu kämpfen.

Beim Prolog startete Alexander Graff in der #77 noch als einziger Pilot für Memphis Racing, beim ersten Punkterennen in Brands Hatch bekam er Unterstützung von seinem Landsmann Gustav Berggren in der #277.

Credits: Memphis Racing

„Ich war in Daytona beim Test dabei, aber ich hatte erst eine Woche vorher das Cockpit aufgebaut und meinen Account erstellt. Brands Hatch war mein erstes richtiges Rennen. Ich weiß nicht, wie lange Gustav schon iRacing macht, aber er hat es schon vor dem Start der ENES gespielt“, erzählte Graff im Interview mit Threewide.

Im ersten Heat verpasste Graff die Top 10, und damit die direkte Qualifikation für den finalen Heat, nur knapp mit Platz 11. Im Last Chance Qualifier-Lauf können die besten 6 einen Platz im Finale ergattern. Graff lag lange Zeit aussichtsreich auf Platz 4, nur knapp hinter seinem letztjährigen Teamkollegen Henri Tuomaala. Aufgrund einiger Probleme reichte es am Ende nur für Platz 8. „Es ist hart, es ist wirklich extrem hart! Ich habe eine richtig gute Ausrüstung von meinem Sponsor EPS, Elite Performance Sweden, bekommen. Es gibt so viele Parameter, die man einstellen kann. Vom Test in Daytona bis zum Qualifying habe ich noch einiges an meinem Rig verstellt und an meiner Fahrperspektive verändert. Im Rennen konnte ich das beste zeigen, was ich bisher in dem Simulator zustande bekommen habe, daher war ich wirklich enttäuscht, dass mein Rennen ruiniert war und dass ich wegen einem Fehler auch noch andere aus dem Rennen genommen habe. Das tut mir wirklich leid!“ Anders als von Mark Werrell angenommen, hatte Graff gegen Ende keine Probleme mit den Reifen, sondern mit der Technik. Seine Freundin, die das Rennen filmen wollte, stöpselte die Kopfhörer aus, damit auf dem Video auch der Sound zu hören ist. Dabei hatte sie aber nicht bedacht, dass ihr Freund dann nichts hört.

Teamkollege Berggren in der #277 musste die Fahnen für das schwedische Team hochhalten. Mit Platz 4 im Last Chance Qualifier schaffte er es in den finalen Heat. Am Ende kam er auf Platz 27 mit einer Runde Rückstand ins Ziel.

Im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen hat Graff nicht die Möglichkeit, mehr zu trainieren um sich an den Simulator zu gewöhnen. „Ich habe zu wenig Training. Mit einem eigenen Familienbetrieb muss man die Arbeit machen, gerade in Zeiten wie diesen, damit wir unsere Firma behalten und die Gehälter zahlen können. Und um gesund und sicher zu bleiben.“

Auf die Frage, ob ein Sim Racer einfacher in einen echten Rennwagen wechseln kann oder ob einem echten Rennfahrer der Wechsel ins Sim Racing leichter fällt, hat er eine klare Meinung. „Ich denke, es ist besser, vom Sim Racing zum Motorsport zu wechseln anstatt das, was ich gerade mache. Ich denke immer, dass ich mit mehr Speed reingehen kann, später bremsen und früher beschleunigen. Aber in diesem Ding hat man fast das doppelte an Power.“

Dennoch findet er es gut, dass die EuroNASCAR den Weg zum Sim Racing gewagt hat. „Die NWES hat einen großartigen Job gemacht, diesen Wettbewerb in so kurzer Zeit auf die Beine zu stellen. Es ist großartig wieder mit allen Freunden aus der Serie zusammen zu treffen, aber wir vermissen alle unsere Fans, Freunde und Familien im Paddock. Wir, Memphis Racing und ich, möchten uns bei der ganzen ENES-Familie bedanken, dass sie das hier ermöglicht haben. Es ist großartig und ich hoffe, dass es allen Fans hilft, die Zeit zu verkürzen, bis wir unsere richtigen Motoren wieder starten können.“

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