Alex Sedgwick mit durchwachsenem Start beim Heimrennen

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Credits: Threeiwde / Mario Schlimper

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Seit 2018 fährt Alex Sedgwick nun schon in der NASCAR Whelen Euro Series mit und seit vorletzter Woche nun auch in der EuroNASCAR Esports Series. Im Prologue auf dem Daytona International Speedway konnte er auf der Roadcourse Variante einen guten 4. Platz machen uns verpasste nur knapp das Podium.

Am vergangenen Dienstag ging es dann nach Brands Hatch, zur 1. Runde und ab jetzt hieß geht es auch um Punkte für die Teamwertung in der realen NWES-Wertung.

Der 21-jährige Brite hatte natürlich hohe Erwartungen, auf seiner Heimstrecke zu überzeugen. Zunächst sah auch alles gut aus. Im Qualifying belegte er zwar nur einen soliden 17. Platz, konnte dann aber in seinem Heat-Rennen überzeugen und landete dort auf Platz 4. Da merkte man schon, dass es ihm Spaß macht in Brands Hatch zu fahren, egal ob im iRacing oder im realen. Er selbst sieht es als Vorteil die Strecke im realen zu kennen, so kann er schon an der Feinabstimmung arbeiten, während andere noch die Strecke kennenlernen müssen. Er räumt aber auch ein, dass manche seiner Kontrahenten aktuell mehrere Stunden am Tag im Simulator trainieren. Diese Zeit hat Alex Sedgwick im Moment nicht.

Als einen wichtigen Unterschied nennt er die unterschiedliche Eigenschaft der Reifen. In echten Rennen deuten sich Reifenschäden, bzw. der falsche Umgang mit den Reifen frühzeitig an. Das verhalten im iRacing lässt kaum Fehler zu, es folgt gleich eine Überraschung und man kann auch nicht mehr anschließend die Reifen schonen, so Sedgwick.

Credits: Braxx Racing

Nach dem starken Auftritt im Heat-Rennen ging es für Sedgwick zum Hauptrennen. Hier lief es zunächst richtig gut. Doch dann wendete sich das Blatt für ihn. „Es war frustrierend! Es ist zwar nicht die echte Saison, aber wir alle wollen gewinnen. Ich startete von P11 und arbeitete mich bis auf P5 vor. In der Mitte des Rennen gab es viele Überrundungen und so konnte ich die Lücke auf die Führenden schließen, die miteinander beschäftigt waren. Aber dann kam einer von hinten und versuchte mit einer Aktion ins Grass, in der Graham Hill an mir vorbeizuziehen und drängte mich raus. Ab diesem Zeitpunkt war mein Auto beschädigt und so konnte ich nur noch Schadensbegrenzung betreiben und es ins Ziel bringen.“

Am Ende reichte es für Alex Sedgwick noch für ein gutes Top 10 Ergebnis mit P9. Es war deutlich mehr drin gewesen. Aber es gibt ja noch ein paar Rennen und auch nach Brands Hatch geht es noch mal.

Credits: Threewide / Nina Weinbrenner

Generell findet Sedgwick die EuroNASCAR Esports Series ein cooles Konzept. Vorallem die Wertigkeit ist enorm, da hier um reale Punkte in der Teamwertung gefahren wird. Son nehmen es viele der Fahrer einfach ernster als sonst. Auch gefällt es ihm, dass so eine Möglichkeit geschaffen wurde, gegen Personen zu fahren, die man sonst nicht auf der Rennstrecke findet, sondern daneben in der Box oder sonstige Team-Mitglieder. Er startet für Braxx Racing und fährt nun mit Bryan Crauwels und Jeffray Roeffen, welche sonst Team-Mechaniker von Braxx sind. Aber beide gehören seiner Meinung nach in die Top 10 mit der Leistung die sie in den letzten beiden Rennen gezeigt haben, jeweils beide in die Top 10 gefahren.

Aber die ENES ist nicht die einzige iRacing Serie in der Sedgwick ativ ist. Er startete dieses Jahr ein Projekt mit seiner Firma Vertex Sports Management. In dieser Serie Fahren neben Professionellen Fahrern auch Amatuere mit. Dabei werden die Xfinity Autos auf einen Mix aus Ovalen und Rundstrecken gefahren. Ziel bei dem Projekt war und ist es die Leute motiviert bei der Sache zu behalten und wettkampffähig zu bleiben während der Zeit zu Hause. Es gibt auch einen Preis am Ende der Saison. Diese Saison geht allerdings nur noch 2 Rennen. Aber Ende Mai startet die Serie in eine 2. Saiso. Mehr Informationen unter: www.vertex-esports.com/events/vertex-stock-car-cup-season-two

Zu seiner 2020 Saison in der NASCAR Whelen Euro Series haben wir ihn auch befragt. „Ich habe absolut keine Ahnung!“, so Sedgwick. Es hängt alles in der Luft. Die gesamte Finanzierung, er fehle ihn an finanziellen background um die Saison selbst zu finanzieren, er sei komplett auf Sponsoren angewiesen. Diese Pläne umzusetzen war bereits vor der Corona-Pandemie schwierig. Geplant war ein Start in der NWES und er arbeitete an Plänen um in der Xfinity-Serie auf Roadcours-Rennen zu starten. Geplant war es für die zweite Jahreshälfte, er wurden auch Fortschritte in die Richtung gemacht. „Doch dann hat uns die Pandemie plötzlich wieder auf Null zurückgeworfen. Aktuell weiß ich nicht ob und was ich dieses Jahr im Motorsport mache. Wir werden es sehen!“ so Sedgwick.

Wir wünschen Alex Sedgwick auf jeden Fall zunächst viel Erfolg im iRacing in beiden Serien und hoffen ihn auch bald wieder im realen Racing wieder zu sehen.

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