Guillaume Deflandre gewinnt die erste ENES-Runde nach einem spannenden Vierkampf in Brands Hatch

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NASCAR Whelen Euro Series / Guillaume Hesnault

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2020 ENES SEASON

Der Belgier siegt vor Alon Day, Andre Castro und Loris Hezemans

* Mehr als 70 Fahrer waren für die erste ENES-Runde gemeldet

* Ein actionreicher Event in Brands Hatch gipfelte im Vierkampf um den Sieg

* Guillaume Deflandre siegte in der ersten Runde für RDV Competition

* Fahrer und Fans genossen eine weitere Nacht mit purem virtuellen Racing, das auf verschiedenen Plattformen live übertragen wurde

Die EuroNASCAR Esports Series hat am virtuellen Indy-Kurs von Brands Hatch auf iRacing für Fans und Teams eine weitere Nacht mit einzigartigem Sim-Racing geboten. Mehr als 70 Fahrer waren für das actionreiche Format mit mehreren Vorläufen und einem Hauptrennen gemeldet. Letztlich gewann Guillaume Deflandre die erste ENES-Runde nach einem spannenden Vierkampf im 30-minütigen Hauptrennen. Der RDV-Competition-Fahrer sicherte sich damit die ersten 40 Punkte im Kampf um den virtuellen Titel.

Von der ersten Minute des 30-minütigen Hauptrennens mit 36 Starten an war klar, dass es einen spannenden Kampf um den Sieg in der ersten Runde der EuroNASCAR Esports Series geben wird. Die EuroNASCAR-Fahrer haben für ihre Fans, die ihre Lieblinge im Livestream anfeuerten, wieder eine großartige Show abgeliefert.

Die ersten elf Runden führte Pole-Setter Alon Day in seinem Nr. 24 Monster-Energy-Camaro von PK Carsport an. Ein kleiner Fehler führte aber dazu, dass sowohl Andre Castro als auch Guillaume Deflandre in Runde zwölf an dem Israeli vorbeikamen. Sich durch den Verkehr auf dem 1,929 Kilometer langen Indy-Kurs zu schlagen, war der Schlüssel zum Erfolg. Castro und Deflandre berührten sich dabei leicht, weshalb der Belgier in Runde 24 die Führung übernahm. Auch Day schaffte es, am Nr. 122 Camaro von DF1 Racing vorbei zu huschen. Loris Hezemans komplettierte dahinter die Top 4, die nur mit einem Abstand von 1,5 Sekunden durch das Ziel fuhren. Deflandre hat für RDV Competition im Kampf um Punkte in der realen NWES-Teamwertung den ersten Sieg eingefahren.

Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Guillaume Hesnault

Das sagten die Top 4: Weiter geht es in Runde 2

Die vier Protagonisten trafen sich nach dem spannenden Hauptrennen in der virtuellen Kommentatorenbox.

“Das Rennen war sehr schwierig, weil Alon und Andre verdammt schnell waren”, so Deflandre. “Du musst sehr vorsichtig mit dem Gas umgehen, um das Auto in Brands Hatch zu kontrollieren. Es hat großen Spaß gemacht und ich danke der NASCAR Whelen Euro Series dafür, solch ein tolles Event auf die Beine gestellt zu haben.”

“Ich möchte erst einmal Guillaume für sein unglaubliches Debüt beglückwünschen”, sagt Day. “Für mich war es Pech. Ich habe einen kleinen Fehler gemacht und dafür bezahlt. Es braucht eine Menge Konzentration, um diese Autos auf dem Indy-Kurs von Brands Hatch zu kontrollieren. Es war ein großartiger Kampf und ich werde mein Bestes geben, um in Watkins Glen zu gewinnen. Ich kenne die Strecke sehr gut und habe dort schon auf iRacing gewonnen. Ich muss aber hart arbeiten, um die Jungs zu schlagen.”

“Es war ein gutes Rennen bis Guillaume mich wirklich hart getroffen hat, weshalb auch Alon mich überholt hat”, so Castro. “Guillaume hat einen starken Sieg eingefahren, aber er hat auch etwas Glück gehabt, weil ich es nicht zurück an seine Heckstoßstange geschafft habe. Ich hätte ihm den Stupser in der Endphase gerne zurückgezahlt. Ich denke, dieses Mal war es für mich an der Zeit, etwas aus dem Weg geräumt zu werden. Der Verkehr hat in den Kämpfen eine wichtige Rolle gespielt und es war ein harter Kampf, sich dort durch zu navigieren. Es war eine tolle Show für die Fans. Jetzt geht es nach Watkins Glen, worauf ich mich sehr freue, weil es eine meiner Lieblingsstrecken ist.”

“Ich denke nicht, dass ich schnell genug war, um mit den Top 3 mitzuhalten”, so Hezemans. “Mir hat einfach das letzte Zehntel gefehlt. Ich hatte die Hoffnung, dass sie sich gegenseitig aus dem Rennen nehmen, was mir die Tür für den Sieg geöffnet hätte. Ich hoffe, dass ich dem nächsten Rennen meinen Stempel aufdrücken kann. Ich freue mich auf die Kämpfe mit Guillaume, Alon und Andre.”

Credits: DF1 Racing

Wo kam er denn her? Sörensen fährt im Hauptrennen von Platz 31 auf Rang fünf

Zwischen Lasse Sörensen und dem Indy-Kurs von Brands Hatch gibt es eine besondere Beziehung. Im Juni 2019 hat der Däne in der realen Welt dort einen Sieg geholt, obwohl er von ganz hinten gestartet war. Auch in der virtuellen Welt gelang ihm auf dem 1,929 Kilometer langen Kurs ein grandioses Comeback: Im 30-minütigen Hauptrennen fuhr er von Platz 31 auf Platz fünf vor.  Der DF1-Racing-Fahrer war im zweiten Vorlauf auf Platz 13 ins Ziel gekommen und hatte sich damit nicht direkt für das Hauptrennen qualifiziert. Er gewann aber das “Last Chance Qualifier” von Platz acht aus, was ihm die das starke Comeback im Hauptrennen ermöglicht hat.

Crauwels das beste Teammitglied in den Top 10

Braxx-Racing-Mechaniker Bryan Crauwels landete im Nr. 378 Ivar-Mustang auf einem soliden sechsten Platz. Er kam vor Mishumotors-Pilot Ben Creanor im Nr. 33 Camaro ins Ziel. Der junge Schotte bezwang Jeffrey Roeffen am Steuer des #307 Fords von Hendriks Motorsport, der den dritten Vorlauf gewonnen hatte. Im Kampf um Platz neun setzte sich Alex Sedgwick im Nr. 78 Mustang von Braxx Racing gegen FeedVict-Fahrer Alessandro Brigatti im Nr. 108 Chevrolet durch.

Gaststarter: Ruben Garcia in den Top 30, Michael Niemans führt die NWES-Strecken-Wildcards an

Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Guillaume Hesnault

Der dreimalige NASCAR-Mexiko-Champion wurde im Vorlauf auf einem starken zehnten Platz gewertet. Im Hauptrennen wurde er aber in eine Kollision verwickelt, weshalb er sein Fahrzeug letztlich auf Platz 25 von 60 Startern ins Ziel rettete. Der mehrmalige Slot-Car-Weltmeister Michael Niemas führte das Feld der Wildcards für reale NWES-Strecken an. Mit einem neunten Platz im LCQ am Steuer des Nr. 79 Chevrolets für das American Fan Fest am Hockenheimring war er der beste Repräsentant der Rennstrecken. WRC-Juniorenweltmeister Jan Solans war bei seinem Debüt im Nr. 727 Fordzilla-Mustang für die Circuit Ricardo Tormo konstant schnell unterwegs. Le-Mans-Classic-Fahrer Michal Fronek landete am Steuer des #83 Toyota für die NASCAR Show am Autodrom Most im LCQ auf Platz 16.

Die nächste Runde der EuroNASCAR Esports Series findet am Dienstag, den 6. Mai, auf einem der wohl berühmtesten virtuellen Strecken Nordamerikas statt: am Watkins Glen International. Der ENES-Event wird wieder live ab 20 Uhr MESZ auf den EuroNASCAR-Kanälen übertragen: YouTube, Facebook und Twitch. Die Rennen gibt es auf live auf Motorsport.tv.

 

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