NASCAR-Racer Justin Kunz aus dem Schwarzwald mit solider NWES-Saison

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Copyright © Threwide / Mario Schlimper

Das 10.000 Einwohner große Appenweier aus Baden-Württemberg feiert seinen NASCAR-Fahrer Justin Kunz

Justin Kunz aus Appenweier ist trotz seiner jungen 22 Jahren ein waschechter NASCAR-Veteran. Der Rennfahrer bestritt im Jahr 2019 seine vierte Saison in der europäischen NASCAR-Serie und landete zum dritten Mal in Folge in den Top 10 der EuroNASCAR-2-Meisterschaft. Der Fahrer von Dexwet-Df1 Racing erlebte eine Saison mit Höhen und Tiefen.

Das Jahr 2019 startete für den Deutschen aus dem Schwarzwald mit einem Tiefpunkt: Nach einem starken Qualifying, das für Platz fünf reichte, landete Kunz im spanischen Valencia wegen einer Durchfahrtsstrafe nur auf Platz 22. Davon ließ sich Kunz aber nicht unterkriegen! Im Sonntagslauf fuhr der Youngster von Platz 13 auf den neunten Rang vor. Am ersten Wochenende sicherte sich Kunz gleich sein erstes Top-10-Ergebnis der neuen Saison.

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Im italienischen Franciacorta drehte Kunz, der bereits einen Start in der amerikanischen NASCAR Gander Outdoors Truck Series verbucht hat, so richtig auf. Der technische und fordernde Kurs in Nord-Italien liegt dem Rennfahrer aus Appenweier sehr gut, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt: Im ersten Lauf sicherte sich Kunz mit Platz vier sein erstes Top-5-Resultat des Jahres 2019. Am Sonntag fuhr er seinen 400 PS starken Chevrolet Camaro auf den siebten Platz.

„Der Saisonstart lief nicht perfekt, aber dann erlebten wir ein starkes Wochenende in Italien“, so Kunz, der um den Titel kämpfen wollte. „Ich habe in Spanien wichtige Punkte auf die Spitze verloren, in Italien aber wieder aufgeholt. Franciacorta ist eine technisch anspruchsvolle Strecke und ich freue mich, gerade auf solch fordernden Strecken so gute Ergebnisse erzielt zu haben.“

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Das populäre Rennwochenende in Brands Hatch war für Kunz wieder eine Achterbahn der Gefühle. Der 22-Jährige aus Baden-Württemberg landete im ersten Rennen noch auf Platz acht – es war das vierte Top-10-Ergebnis in Folge. Beim Start war Kunz ausgeschert, um eine Kollision zu vermeiden. Nach der Durchfahrtsstrafe für den Fehlstart pflügte Kunz durchs Feld zurück in die Top 10. Am Sonntag reichte es nach einem durchwachsenen Rennen nur für Platz 14, weshalb der Titel wieder in weite Ferne rückte.

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Das NWES-Debüt am Autodrom Most war für Kunz ein absolutes Saisonhighlight. Nach dem schwierigen Sonntag in Großbritannien trumpfte der Dexwet-Df1-Fahrer in der Tschechischen Republik so richtig auf. Mit Platz fünf und zehn folgten das fünfte Top-10- und zweite Top-5-Ergebnis der Saison 2019. Im Sonntagsrennen schaffte es Kunz trotz einer Durchfahrtsstrafe unter die beste zehn Fahrer zu kommen. In Venray, dem einzigen Ovalrennen des Jahres, landete Kunz auf Platz elf.

„Ich bin nicht richtig zufrieden mit der regulären Saison, weil ich im Titelkampf mitmischen wollte“, erklärt Kunz. „Jedoch fehlte uns die Konstanz und wir hatten immer wieder Pech. Unsere Pace war gut und ich habe bewiesen, an der Spitze mithalten zu können. Jedoch haben die kleinen Rückschläge dazu geführt, dass uns die Fahrer vorne in der Gesamtwertung enteilt sind.“

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Die Playoffs waren für Kunz ein Desaster! Aufgrund eines technischen Problems verpasste der Deutsche sein erstes Heimrennen in Hockenheim, womit der Traum vom Titel endgültig geplatzt war. Am Sonntag fuhr er von ganz hinten mit technischen Problemen auf Platz 21. Trotz der Schwierigkeiten am Hockenheimring schlug Kunz im belgischen Zolder wieder zurück: Am Samstag landete er auf Platz fünf. Das letzte Rennen der Saison 2019 beendete Kunz auf dem elften Rang.

„Insgesamt war es eine Saison mit Höhen und Tiefen“, erklärt Kunz. „Die guten Ergebnisse machen mir Hoffnungen, um den EuroNASCAR-2-Titel mitkämpfen zu können. Dazu muss aber das Technik-Pech aufhören. Außerdem muss ich an der Konstanz arbeiten, die in der NASCAR Whelen Euro Series enorm wichtig ist. Jetzt arbeite ich daran, auch in der Saison 2020 in der NWES zu starten. Ich danke dem Team, den Sponsoren und meinen Fans für die tolle Unterstützung.“ Zum dritten Mal in Folge hat Kunz in seiner Karriere die EuroNASCAR-2-Meisterschaft in den Top 10 beendet. Er wurde Gesamtneunter.

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Die NASCAR Whelen Euro Series 2020 findet in sieben verschiedenen Ländern statt: Spanien, Großbritannien, Tschechische Republik, Niederlande, Italien, Belgien und Deutschland. Kunz hofft, beim ersten deutschen Finale in der Geschichte der NWES den Titel entgegennehmen zu dürfen.

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