Schwieriges Wochenende für MEMPHIS Racing bei widrigen Bedingungen

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Credits: Nina Weinbrenner/Threewide

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Nachdem es beim Halbfinale der NASCAR Whelen Euro Series am Hockenheimring für das schwedische Team MEMPHIS Racing nicht nach Plan lief, wollte man sich mit einem versöhnlichen Ergebnis beim Finale am Circuit Zolder in die Winterpause verabschieden.

„Ich habe mich sehr auf das Rennwochenende gefreut, aber wir sind nicht ansatzweise da gelandet, wo ich gerne gewesen wäre. Letztes Jahr konnte ich hier eines meiner besten Qualifyings fahren und ich habe mich auch auf den Regen gefreut. Seit zwei Jahren warte ich schon auf ein Regenrennen, aber leider lief es nicht so, wie geplant“, erzählte Alexander Graff im Interview mit Threewide.de.

Credits: Nina Weinbrenner/Threewide

Im Qualifying verpasste das Team mit allen vier Piloten die Super Pole. In der Elite 1 reichte es für Graff in der #77 nur für Platz 15, zwei Positionen vor seinem Teamkollegen Henri Tuomaala in der #23. In der Elite 2 qualifizierte sich Freddie Hemborg nach seiner Auszeit in Hockenheim auf P14. Sein Teamkollege Ian Eric Wadén wurde 16.

Das erste Rennen der Elite 1 startete turbulent. In der ersten Kurve kam es zu einem heftigen Unfall, in den eine Vielzahl an Fahrzeugen verwickelt wurde. Nutznießer war zunächst Alexander Graff, der nicht nur unbeschadet durch die erste Kurve kam, sondern auch 11 Plätze gutmachen konnte. Die Freude über P4 hielt allerdings nicht lange, denn das Feld wurde für den Restart neu sortiert. Graff fand sich somit auf P13 wieder. Aufgrund von Motorenproblemen musste er das Rennen frühzeitig beenden und wurde nur als 19. gewertet. Auch für das Schwesterauto mit der #23 lief das erste Rennen nicht viel besser. Henri Tuomaala konnte dem Getümmel in der ersten Kurve nicht ausweichen . Sein Chevrolet Camaro wurde stark beschädigt, er konnte das Rennen allerdings fortsetzen und wurde am Ende als 15. gewertet.

Credits: Nina Weinbrenner/Threewide

In der Elite 2 lief es für Freddie Hemborg deutlich besser. Von Startplatz 14 konnte er sich nach vorne arbeiten und erreichte am Ende mit P8 ein erneutes Top10-Ergebnis. Die #23 konnte zwar soweit repariert werden, dass Ian Eric Wadén an den Start gehen konnte, hatte aber noch mit den Folgeschäden zu kämpfen. Drei Runden vor Rennende musste Wadén den Chevrolet Camaro abstellen. Auf P18 gewertet büßte er wichtige Punkte in der Legends-Trophy ein.

Credits: Nina Weinbrenner/Threewide

Die schnellste Rundenzeit im ersten Rennen brachte Alexander Graff Startplatz 11 für das letzte Rennen der Saison ein. Aufgrund der nassen Fahrbahn wurde das Rennen hinter dem Safety Car gestartet und wurde, anders als normalerweise, danach im Single-File freigegeben. Während die er anfangs noch gut mithalten konnte, verlor Graff bei leicht abtrocknender Strecke einige Positionen. „Das Auto war in den ersten zwei Runden gut, danach wurde es zu trocken. Ich denke, ich habe die Reifen überhitzt. Als dann der richtige Regen kam, hat sich das Auto richtig gut angefühlt. Es waren nur leider zu wenig Runden übrig und wir hatten ein Schaden am Heck“, sagte Graff, der das letzte Rennen auf P14 und die Saison auf P11 beendete. Henri Tuomaala verbesserte sich im Rennen von Startplatz 20 auf P16. Trotz der Schwierigkeiten am Wochenende konnte er damit den Gesamtsieg in der Challenger-Trophy holen.

Credits: Nina Weinbrenner / Threewide

Nach dem guten Ergebnis im ersten Rennen der Elite 2 startete Freddie Hemborg am Sonntag von P11. Da die Strecke noch nass war, wurde auch das Elite 2 Rennen hinter dem Safety Car gestartet. Die Freigabe des Rennens in Single-File-Formation sorgte für weniger Chaos in Kurve 1. Hemborg konnte sich zeitweise nach vorne arbeiten, mit abbauenden Reifen kam er am Ende auf P13 ins Ziel. Ian Eric Wadén kam auf P15 ins Ziel. Damit war er zwar punktgleich mit Michael Bleekemolen in der Legends-Trophy, am Ende hatte er aber mehr Siege vorzuweisen als der Niederländer und gewann den Titel.

Credits: Nina Weinbrenner/Threewide

Durch die zwei Titel für die #23 verlief das Rennwochenende, trotz der Probleme, versöhnlich für das schwedische Team. Das Fazit von Alexander Graff: „Das Wochenende hätte insgesamt viel besser laufen können. Wir haben nicht das richtige Setup gefunden, daher müssen wir wohl zurück nach Hause und versuchen, einige Rennen im Regen zu fahren.“ Aktuell laufen die Planungen für die Saison 2020. „Wir arbeiten zurzeit am Budget für das nächste Jahr. Wir wollen versuchen mit mindestens  zwei Autos im nächsten Jahr an den Start zu gehen.“

 

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