Das Daytona 50min der Motorvision Esport eXtreme Serie

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Der Saisonauftakt der MEXS ist geschafft, für Threewide df1 racing war es ein eher entäuschender Auftakt.

Schon bevor die erste Runde losging schlug das Schicksal zu. Michi Schmölzer #99 hatte sich einen Startplatz in den Top 10 erfahren, musste aber von hinten starten, da er vermutlich einen technischen Defekt hatte. “ Alles war normal, doch dann waren für 2 Sekunden alle Autos kurz verschwunden. Als ich bzw. die anderen Autos wieder zu sehen waren, bekam ich eine black flag.“

Holger Klüner #66 startete als achter das Rennen, und auch ich #00 Joachim Krier schaffte es, mich als neunter zu qualifizieren.

Nach der Green Flag ließ ich meinem Teamkollegen Klüner gleich eine Lücke in der Inside Lane, damit er in die schnellere Linie wechseln konnte. Diese Lücke nutzte dann auch ein alter Bekannter von Threewide.de . Die #3 Stefan Waldherr quetschte sich noch mit rein. Alles kein Problem. Wir versuchten einfach erstmal „mitzuschwimmen“.

In Runde 3 knallte es dann zum ersten Mal.

Die #31, Sascha Wesler ein ebenfalls „alter Bekannter“, versuchte einen Bruchteil einer Sekunde zu früh in die Inside Lane zu kommen. Dabei touchierte er einen Kontrahenten und drehte sich ins Infield. “ Sorry, voll und ganz mein Fail.“ meinte Wesler nach dem Vorfall. Holger Klüner kam noch gut durch diesen Crash, während es für mich einige Plätze nach hinten ging. Warum? „Leider warf Iracing bei diesem Crash keine Caution. Während dem Unfall musste ich weit ins Gras ausweichen um meinem Teamkollegen Klüner nicht ins Heck zu knallen. Das wäre das Aus für uns beide gewesen. Natürlich ging dabei einiges an Speed verloren und ich war ja froh dass sich die Kiste nicht gedreht hat. Somit musste ich das mit Full Speed heranrauschende Pack noch vorbeilassen bevor ich mich wieder auf der Strecke einordnen konnte“. Doch glücklicherweise gab es keinen Schaden an meinem Chevy.

Direkt vor Holger #66 krachts.

Kurios ging es weiter. Michi Schmölzer #99 schaffte es dadurch auch noch an mir vorbei und machte Plätze gut. Einige Runden ging alles gut, doch dann knallte es erneut. Der Unfall aus meiner Sicht: “ Alles war gut, ich hatte ein kleines Drafting Pack gefunden, in dem wir schnell unterwegs waren und auf das vor uns fahrende Pulk mit Michi aufholten. Plötzlich sah ich wie im vorderen Pulk Autos oben in die Wand knallten. Shit, dachte ich mir und erschrak, als Michi plötzlich entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf mich zuflog. Das wars, gleich ist Michi mein Beifahrer. Doch glücklicherweise, wenigstens für mich, verfehlten wir uns um cm wie man auf den Bildern sehen kann. Schade für Michi und das gesamte Team“. Wie kam es dazu? Einer im Pulk musste leicht vom Gas, deshalb kam es zum bekannten Ziehharmonikaeffekt und ein Kontrahent knallte Schmölzer ins Heck. Somit war für die #99 das Rennen leider wirklich vorbei. Nun gab es auch eine Caution und der größte Teil der Fahrer fuhr in die Pit.

Nach den Pitstops starteten Klüner und ich wieder nahe zusammen um Position 20 rum. Ich gab Klüner wieder sofort die Möglichkeit auf die Inside Lane zu kommen und wieder versuchte man, erstmal mitzufahren. Das funktionierte auch wieder gut. Leider wieder nur ein paar Runden bis wir aus Turn 4 kamen und ins Trioval rauschten. Ein paar Plätze weiter vorne kam es wieder zu einer Berührung. Klüner und ich mussten auf die Wiese um den umherwirbelnden Fahrzeugen auszuweichen. Klüner kam wieder ganz gut durch, während ich kurz hinter ihm einen Schlag von Yves Lederle #18 abbekam, der mich noch weiter in die Wiese schickte. Doch dieser Hit und selbst die Flugeinlage der #00 waren nicht der Grund für mein Aus. Ich steuerte meinen Chevy sicher übers Gras als plötzlich von oben die #24 auf mich zuschleuderte und mich am letzten cm meines hinteren Kotflügels schrammte. Dies reichte und mein Wagen bog nach rechts ab in die Mauer. Die Pitcrew von Threewide df1 racing flickte mein car wieder notdürftig zusammen und ich fuhr erstmal ohne Kofferraum weiter. Nachdem es wiederum ein paar Runden lief und die #00 von der Spitze überrundet wurde, kam es zu einer weiteren Caution durch die Klüner und ich aber gut durchkamen. Ich nutzte die Gelegenheit, um meinen Chevy noch ein wenig gerader klopfen zu lassen. Die Pitcrew leistete gute Arbeit und ich konnte auf Platz 26 das Rennen beenden. Klüner restartete auf Platz 7 und hielt sich dort bis er auf die #79 Stefan Kresin von unserem Partner Team Leadlap.de Racing traf. Es sah so aus als versuchte Klüner ihn anzuschieben um vorne dabeizubleiben, doch vermutlich konnte Kresin durch einen Schaden nicht mehr schneller.

Das dicke Ende durch einen Iracing-Fail

Kurz vor Ablauf der 50 Minuten Rennzeit wurde das Rennen unglücklich beendet. Ein sogenannter Ghost Contact (eine angebliche Berührung obwohl noch meterweise Platz ist) sorgte für einen Crash des Führungsduos was aber nie einer werden durfte. Nobis der außen neben Burmeister fuhr, knallte dadurch an die Wand, und als ob das nicht reichte, kam es zu einem Crash der halben Führungsgruppe. Unter anderem auch Klüner konnte nicht mehr ausweichen. Dennoch konnte er das Rennen auf Platz 11 beenden. Kresin hatte mehr Glück und kam gut vorbei und als sechster ins Ziel. Gratulation dazu.

Alles nur durch einen Ghost Contact. Oben die #3 Stefan Waldherr und unten die #79 Stefan Kresin nutzten ihr Glück und kamen als vierter (#3) bzw. sechster (#79) ins Ziel.

So ging das Rennen unter Gelb zu Ende und wir Gratulieren Benjamin Burmeister zum Daytona 50min Winner !!

The Winner Benjamin Burmeister #7 gefolgt von Ronny Kuritz #2

Ronny Kuritz belegte den zweiten Platz vor Neumann, Waldherr und Szewieczek.

Hier das komplette Rennen in bewegten Bildern, die Orginalübertragung von Motorvision.TV

Und hier das Rennen aus meinem Cockpit. Achtung, diesmal mit nen paar nicht Jugendfreien Wörtern. Aber sorry so ists hald im Rennfieber 😉

Am kommenden Wochenende werden wir in Atlanta unser Glück versuchen. Natürlich dann wieder Live auf Motorvision.TV !

 

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