7 Fragen an… Béla Szilágyi

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In Franciacorta gab er sein NASCAR Whelen Euro Series Debüt in der Elite Club Serie im dexwet-df1racing Team. Béla Szilágyi gibt uns ausführliche Antworten auf seine bisherige Karriere und das was noch geplant ist.

Uns stellt er sich den 7 Fragen an…

Seit wann betreibst du den Motorsport?

Motorsport seit 1993. Das liegt mir im Blut. Mein Vater, ein gelernter Feinmechaniker fuhr in Ungarn Motorradrennen, unter anderem Speedway und Motocross und er war als Stuntman tätig. Natürlich hat er mich schon früh für alles begeistert, was mit Motoren zu tun hatte. Mit zehn Jahren habe ich mein erstes eigenes kleines Motorrad von ihm bekommen. Allerdings beging er einen entscheidenden Fehler: die erste Ausfahrt war auf einer Kartbahn und von da an wollte ich nichts anderes mehr als Rennen auf vier Rädern bestreiten …..

Das habe ich dann getan, ich wurde Werksfahrer für diverse Hersteller, mit dem Ergebnis von drei deutschen Meistertiteln in unterschiedlichen Kartklassen, der mehrfachen Qualifikation für Europa- und Weltmeisterschaften und insgesamt mehr als einhundert Renn-Siegen  und Podiumsplätze  bis 2009. Doch auch für einen erfolgreichen Kart-Piloten ist es schwer und finanziell fast unmöglich, die nächsten Stufen des Motorsports zu erklimmen. Ich wurde deshalb Förderer junger Talente, denen ich seither mein ganzes Wissen und meine Erfahrung zur Verfügung stelle. Meinen großen Traum einer professionellem Rennfahrer-Karriere habe ich aber nie aufgegeben.

Was war dein erster Kontakt mit der NWES?

Ein sehr guter Freund hat mir Norbert Walchhofer, den Teamchef von Dexwet Racing vorgestellt. Norbert war selbst lange Jahre als Fahrer erfolgreich im Langstrecken-Rennsport tätig und offenbar habe ich ihn irgendwie beeindruckt und überzeugt, mir die Chance eines Einsatzes in der NWES zu geben.

Was macht für dich die NWES so besonders?

Die NWES kommt meiner Vorstellung einer idealen Rennserie sehr nahe. Es geht um das fahrerischen Beherrschen eines Fahrzeuges, um Zweikampf, um die Fähigkeit, einen Rennwagen für eine Piste perfekt abzustimmen. Gleiche Fahrzeuge, keine Elektronik, keine Fahrhilfen, keine aerodynamischen Hilfen, Rennsport pur. Das Team, das Erfahrung mit Fleiss paart und das Quentchen mehr Einsatz zeigt, wird mittelfristig immer gewinnen. Dazu kommt die Nähe zum Publikum, eine Atmosphäre, wie man sie sonst bei keiner Rennserie kennt.

Dein prägendster Moment in der NWES war?

Ich habe ja erst einen Einsatz in der NWES hinter mir und diesem werden ja hoffentlich noch viele weitere folgen und deswegen hoffe ich noch auf viele außergewöhnliche Momente hinter dem Steuer eines Nascar. Bis jetzt ist mein prägendster Moment aber sicher jener, nach der ersten Anschnall- und Startprozedur zum ersten Mal aus der Box zu fahren und Gas zu geben und zu spüren, was für eine „Kanone“ da unter mir ist.

Was sind deine Ziele in der NWES und im Motorsport?

Ich will professioneller Rennfahrer werden und  von dem, was ich am Liebsten tue auch leben können. Ich denke, das die NWES mir dazu alle Chancen bietet. Kurzfristig ist mein Ziel, für die gesamte nächste Saison Sponsoren zu finden, damit ich mich total auf das konzentrieren kann, was wichtig ist, um erfolgreich zu sein. Das bedeutet nicht nur schnell zu fahren, sondern vor allem, die Grundlagen dafür zu bilden, das gesamte Team so auszurichten, das Erfolg kein Zufall ist, sondern das Ergebnis der richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe alles, was dafür notwendig ist, als Kartfahrer, Mechaniker, Coach und Teamchef gelernt, jetzt geht es darum, zu beweisen, dass ich alle diese Fähigkeiten auch in eine höheren Rennklasse einbringen kann.

Auf welcher Rennstrecke willst du unbedingt einmal fahren?

Als Deutscher mit ungarischen Wurzeln gibt es da für mich nicht nur eine Rennstrecke, sondern zwei. Den Pannonia-Ring, auf dem mein Vater mich mindestens einmal bei einem Rennen sehen soll und natürlich Hockenheim, mit all seiner Tradition und Geschichte. Aber grundsätzlich will ich vor allem Rennen fahren, so viele wie möglich, egal, auf welcher Strecke.

Was willst du deinen und den Fans der NWES mitteilen?

Ohne zu übertreiben kann ich behaupten, dass ich auf jeder Kartstrecke in Deutschland und den umliegenden Ländern, wann immer ich da bin, Freunde treffe, Konkurrenten vergangener Tage, Fans, die sich an mich erinnern und Menschen, die mich schätzen, für das was ich bin, ein Rennfahrer aus Leidenschaft, mit ein bißchen Talent, aber ganz viel Passion und Hingabe für das, was mir wichtig ist. Diese „Béla-Power“ will ich auch in die NWES einbringen, mit ganzer Kraft und all der Energie, die ich habe. Alle Zuseher sollen merken, dass ich immer mein Bestes gebe und nie aufhöre, an mir zu arbeiten, ich will für harte Zweikämpfe, aber Fairness im Rennen stehen und für Lebensfreude und „Party“ nach dem Rennen. Eben Béla Szilágyi  😉

 

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