Kyle Busch gewinnt in New Hampshire

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Nach einem sehr unterhaltsamen Rennen in Kentucky macht der Sprint Cup seinen nächsten Halt in Loudon, New Hampshire. Carl Edwards konnte sich die Pole sichern, neben ihm der Zweitplatzierte des letzten Rennens, Joey Logano, der als einziger in der Top 5 Starter keinen Toyota fuhr. Hinter Edwards, der sich für die Außenbahn entschied, startete Kentuckysieger Kyle Busch auf der vierten Position. Edwards konnte vom Start weg führen und nahm seinen Teamkollegen Kyle Busch auf den zweiten Platz mit. In der 20. Runde gab es den ersten Führungswechsel des Rennens, als Kyle Busch mit Hilfe eines überrundeten Wagens an Edwards vorbei ging.

Nur zwei Runden später gab es die erste Caution für Debris. Acht Fahrer entschieden sich dafür auf der Strecke zu bleiben. Brad Keselowski auf Platz 6 war der erste der seinen Wagen für zwei Reifen und Sprit an die Box brachte, ab Platz 9 kamen alle zu ihren Pitstops. Den Restart konnte Kyle Busch auf der Außenbahn für sich entscheiden, Carl Edwards kam innen nicht gut weg, wodurch Kyles Bruder Kurt Busch vom vierten auf den zweiten Platz fahren konnte. Im anschließenden Run konnte Dale Earnhardt Jr viele Plätze gutmachen, ebenso wie Brad Keselowski, der seine frischen Reifen nutze und in Runde 67 Kyle Busch überholte um die Führung zu übernehmen.

Photo Todd Warshaw/NASCAR via Getty Images
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Photo Nick Laham/Getty Images
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Zehn Runden später eröffnete Carl Edwards die erste Runde Green Flag Pitstops, die sich fast 15 Runden lang hinzog, bis alle Wagen an der Box waren. Kurz nach Ende der Stops gab es die zweite Caution des Rennens in Runde 99. Offiziell gab es die Caution wegen Debris auf der Strecke, gleichzeitig fing aber der rechte Vorderreifen von Alex Bowman an der box Feuer, als dieser seinen Pit-Stall verließ. Bowman fuhr mit dem brennenden Reifen bis ans Ende der Boxengasse, wo er seinen Wagen abstellte, den Feuerlöscher aktivierte und anschließend ausstieg. Nach kurzen Feuerlöscharbeiten wurde der Wagen hinter die Boxenmauer geschleppt und konnte das Rennen nach einigen Reparaturen fortsetzten.

Den Restart konnte Brad Keselowski für sich entscheiden, die Innenbahn kam wieder nicht richtig in die Gänge, wodurch Kurt Busch vom vierten auf den zweiten Platz fahren konnte, sein Bruder fiel auf den dritten Platz zurück. In dieser Phase des Rennens war Dale Earnhardt Jr sehr stark und konnte den dritten Platz erreichen. Ryan Blaney im Wood Brothers Ford hatte einen guten Tag und konnte in den Top 10 mitfahren, die letzten beiden Rennen hatte das Team aufgrund des entfallenen Qualifyings verpasst. Auch Landon Cassill konnte zu dieser Zeit solide in den Top 15 mitfahren.

In Runde 117 wurde zum dritten Mal die gelbe Flagge geschwenkt, erneut wegen Debris. Carl Edwards entschied sich an die Box zu fahren, was ihn vom sechsten auf den 22. Platz zurückversetzte. Den Restart konnte erneut Brad Keselowski auf der Außenbahn gewinnen, der vierte Kyle Busch konnte auf den zweiten Platz fahren, sein Bruder Kurt Busch fiel vom zweiten auf den dritten Platz zurück.

Ryan Blaneys guter Tag endete in Runde 130, mit einem losen Reifen und einem Boxenstopp unter Grün, was ihn eine Runde kostete. Um noch Salz in die Wunde zu streuen, wurde er außerdem mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt, was ihm eine Durchfahrtsstrafe und noch eine zusätzliche Runde Rückstand einbrachte. Seine Chancen auf ein gutes Ergebnis waren damit endgültig vorbei.

Kurt Busch eröffnete in Runde 171 die nächsten Green Flag Stops, Martin Truex Jr folgte ihm. Der zweitplatzierte Kevin Harvick folgte fünf Runden später. Unter diesen Stopps wurde die 48 von Jimmie Johnson wegen zu hoher Geschwindigkeit erwischt. Johnson hatte ohnehin keinen guten Tag, er hielt sich nur selten in den Top 10 auf und konnte das Rennen nur auf Platz 22 beenden.

Photo Rainier Ehrhardt/Getty Images
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Die vierte Caution ereignete sich um Runde 180, nachdem ein Großteil der Wagen ihren Stopp gemacht hatten. Der Grund war wie bisher immer Debris, genauer gesagt eine Wasserflasche. Die Führenden Joey Logano und Carl Edwards, die Beide in Runde 117 an der Box waren und daher etwas länger fahren konnten, kamen zu ihren Pitstops, wodurch Brad Keselowski, Kevin Harvick und Kyle Busch wieder nach vorne kamen. Harvick gewann den Restart, nach einer Runde konnte Brad Keselowski den zweiten und Kyle Busch den dritten Platz übernehmen. Paul Menard hatte nach dem Restart ausgangs Turn 2 auf der Gegengerade eine Berührung mit der 5 von Kasey Kahne und entwickelte einen Tire Rub. Er konnte nicht rechtzeitig an die Box fahren und musste eine ganze Runde mit niedriger Geschwindigkeit fahren, wodurch er weit zurück fiel (zuvor war er Elfter). Als Menard in Runde 199 an die Box kam, drehte er sich an der Boxeneinfahrt und sorgte so für die fünfte Caution. Gleichzeitig lag auch eine weitere Wasserflasche auf der Strecke. In der Gelbphase entschied sich Dale Earnhardt Jr für einen Boxenstopp.

Der Restart gehörte zu den Highlights des Rennens. Harvick, Keselowski und Kyle Busch kämpften 3-wide um die Führung, während weiter hinten im Feld teilweise 4-wide gefahren wurde. Clint Bowyer, der auch keinen guten Tag hatte, beschädigte das Heck seines Wagens stark, als er in Turn 1 extrem Loose wurde und mit der rechten Seite seines Hecks in die Wand rammte. Justin Allgaier, der sich in der Nähe von Bowyer aufhielt, hatte starke Rauchentwicklung an seinem rechten Vorderreifen.  Dale Earnhardt Jr musste nach seinem Stop unter Gelb in den mittleren 20er starten, fuhr aber wieder in die Top 15 vor. Die Top 10 veränderten sich in diesem Run nur wenig.

Mit weniger als 60 Runden zu fahren kam Kyle Busch vom vierten Platz unter Grün an die Box, der Grund war ein Verdacht auf einen schleichenden Plattfuß. Nach vier frischen Reifen und Benzin war die die 18 zwar mit Boxenstopps fertig, aber auch eine Runde hinter den Führenden. Die neuen Reifen machten sich jedoch bemerkbar und erlaubten Busch eine Sekunde schneller als die Führenden zu fahren. Als noch 52 Runden auf der Uhr waren holte Busch Brad Keselowski und Kevin Harvick Ausgangs Turn 4 ein und fuhr ein einem Manöver erst oben an Keselowski vorbei, zog dann runter (wobei er die 2 auch runterdrückte) und fuhr anschießend an Harvick, der Landon Cassill überrunden wollte, vorbei, um wieder auf die Führungsrunde zu kommen. Als das Trio Turn 1 erreichte gab es die letzte Caution des Rennes. Viele Teams hatten zuvor den Verdacht auf Öl auf der Strecke geäußert. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand wissen, dass das spektakuläre Zurückrundungsmanöver von Kyle Busch ihm gleichzeitig das Rennen gewann. Unter Gelb kamen sämtlich Wagen auf der Führungsrunde, außer Kyle Busch, an die Box. Die Gibbs Toyota, sowie Penske Ford, nahmen jeweils 2 Reifen, Kevin Harvick war der erste mit 4 frischen Reifen.

Kyle Busch blieb draußen und übernahm die Führung. Den Restart konnte er ebenfalls gewinnen und fuhr die letzten 44 Runden unangefochten an der Spitze es Feldes.  Dale Earnhardt Jr lieferte sich in den letzten 20 Runden einen spannenden Kampf mit Matt Kenseth, den er für sich entscheiden konnte. Earnhardt konnte sich somit ein weiteres Top 5 Ergebnis in Loudon sichern (er ist der Fahrer mit den meisten Top 5 in Loudon ohne Sieg). Kevin Harvick konnte mit seinen neuen Reifen noch den dritten Platz erreichen. Brad Keselowski auf dem zweiten Platz konnte mit seinen zwei frischen Reifen nichts gegen Buschs vier frische Reifen ausrichten, kam in den letzten Runden jedoch auf ungefähr eine halbe Sekunde an Busch heran. In der letzten Runde rammte Alex Bowman nach einem Reifenproblem rechts vorne die Wand ausgangs Turn 2 und sorgte für die Caution, die das Rennen beendete (da Kyle Busch die weiße Flagge gesehen hatte, gab es kein Green-White-Checkered Finish).

Photo Todd Warshaw/NASCAR via Getty Images
Photo Todd Warshaw/NASCAR via Getty Images

Mit seinem Sieg in Loudon gewinnt Busch das dritte Rennen in vier Wochen und ist jetzt 33. mit 58 Punkten Rückstand auf Platz 30. Ihm bleiben noch 7 Rennen um Platz 30 zu erreichen und in den Chase einzuziehen. Das nächste Rennen In Indianapolis gibt ihm erneut eine Chance weiter Punkte zu sammeln, Busch konnte letztes Jahr trotz der schwachen Toyota Motoren den zweiten Platz auf dem Brickyard erreichen.  Der Hattrick wird allerdings eine Herausforderung für ihn, da Toyota noch nie in Indianapolis gewinnen konnte.