(Xfinity) Daytona: Austin Dillon gewinnt das Subway Firecracker 250

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Heute bekommt ihr den ersten Bericht über das vergangene Xfinity Rennen von unserem „Praktikanten“ Michael W. Er möchte uns gerne mit Artikeln über die Xfinity und auch Cup Serie unterstützen. In nächster Zeit werdet ihr mehr über ihn erfahren, stay tuned.

Nach einer einstündigen Regenverschiebung fand das gestrige Subway Firecracker 250 am Abend des Independence Day etwas verspätet statt. Daniel Suarez in seinem Gibbs Toyota konnte sich die Pole sichern; mit Brian Scott neben ihm. Das Rennen begann mit gutem Racing, jedoch wurde schon in der dritten Runde zum ersten Mal die gelbe Fahne geschwenkt, als sich Bobby Gerhart drehte. Sein Wagen blieb dabei jedoch unbeschädigt. Auch nach dem Restart dauerte es nicht lange bis es zur nächsten Caution kam, als Cale Conley in seinem Toyota in Runde 9 umdreht wurde. Die dritte Caution ereignete sich in Runde 15, als Derrick Cope mit seinem Chevy die Wand im Tri-Oval erwischte, nachdem er beim Versuch die Linie zu wechseln die Front der #33 von Austin Dillon berührte. NASCAR machte diese Caution zu einer, ursprünglich für Runde 20 angekündigten, Competiton Caution, was viele Teams auch nutzten um Pit-Stops zu machen. Dabei ereignete sich an der Einfahrt zur Pit-Road ein Unfall, als Landon Cassill im letzten Moment vor der Commitment Line wieder auf die Strecke zog, gleichzeitig Jeremy Clements aber nach rechts an die Box abbog. Dabei wurde die linke Front von Clements Wagen und die Seite des Hecks an Cassills Wagen schwer beschädigt.

Nach dem Restart war das Rennen von der Dominanz der inneren Linie geprägt. Brian Scott führte das Rennen an, während die Außenbahn nicht an ihn und den Rest der Top 5 herankommen konnte. Die Gibbs Toyotas von David Ragan und Erik Jones, die die meiste Zeit in den Top 10 auf der Innenbahn unterwegs waren, fielen durch Linienwechsel zurück, konnten aber durch gekonnte Zusammenarbeit und mit der Hilfe einiger überrundeter Fahrer wieder nach vorne fahren.

In Runde 56 begannen dann die ersten Fahrer in Gruppen unter Grün an die Box zu kommen, die Top 3 blieben dabei intakt. Joey Logano, der ein starkes Rennen fuhr, jedoch zurückgefallen war, konnte durch hartes Racing und einen guten Stopp wieder an die Top 5 herankommen. Eine Schrecksekunde gab es für Scott Lagasse Jr in der Nummer 15, als seine Motorhaube durch den Fahrtwind aufflog, da sie jedoch am Wagen blieb und dieser weiter fuhr gab NASCAR keine Caution. Ein Fahrer der einen schlechten Tag hatte, war der Führende der Xfinity Series James Buescher. Sein Stopp unter Grün dauerte 19 Sekunden, nachdem das Team erst Probleme mit dem rechten Hinterreifen hatte und eine Uneinigkeit zwischen Fahrer und Crew Chief bestand. Buescher verlor seine Draft-Partner und war plötzlich mit zwei anderen Wagen drittletzter in der Führungsrunde. Als Brian Scott schon in Bueschers Rückspiegel zu sehen war, kam in Runde 81 die Rettung für ihn, als Cale Conley sich nahe der gelben Linie drehte und nach oben in die Wand rutschte, was eine weitere Caution erzeugte.

Mit nur noch 16 Runden zu fahren wurde das Rennen wieder freigegeben und das Racing wurde hektischer. Die mittlere Bahn bekam endlich etwas Momentum, als der Sieger des Frühlingsrennens Ryan Reed in der 16 und Ty Dillon einen Angriff starteten. Dieser wurde jedoch abgebrochen, als Regan Smith auf der obersten Linie mit viel Momentum ankam, was Ty Dillon veranlasste Reed zu verlassen und stattdessen vor Smith zu ziehen. Dieses Manöver kostete beiden oberen Linien effektiv das gesamte Momentum wodurch die Innenbahn wieder davonziehen konnte.

Photo by Chris Graythen/Getty Images
Photo by Chris Graythen/Getty Images

Zehn Runden vor Schluss war es dann soweit: die gefürchtete Konsequenz des Pack-Racing, der Big One, passierte, als Ryan Reed Brendan Gaughan nach unten drückte und dieser das Heck des Ford von Darrell Wallace Jr erwischte und Wallace frontal in die Wand drehte. Im Akkordeoneffekt wurden insgesamt 14 Autos in Mitleidenschaft gezogen, darunter auch der Polewinner Daniel Suarez. Einer der härtesten Einschläge ging an Brennan Poole. Nachdem sein Wagen einigermaßen unbeschadet durch den ersten Crash kam, erwischte ein anderer Wagen Pooles Heck, wodurch sein Wagen um 90 Grad gedreht wurde und zunächst das Banking von Turn 1 hochfuhr um frontal in die SAFER-Barrier einzuschlagen. Poole blieb dabei jedoch unverletzt. Ein Fahrer, für den ein schlechter Tag noch schlimmer geworden ist, war Chris Buescher, er wurde in den Big One verwickelt. Die gute Nachricht für ihn war jedoch, dass auch der momentan Zweite der Xfinity Series, Ty Dillon, ein Opfer des Big One wurde. Insgesamt waren 7 der 14 beteiligten Wagen in den Top 10 der Xfinity Series Wertung. Kasey Kahne entkam dem Big One nur knapp. Er konnte seinen Wagen gerade noch abbremsen um Regan Smith vor ihm nicht über den Haufen zu fahren. Gleichzeitig war er aber immer noch schnell genug, um nicht von hinten gerammt zu werden. NASCAR zeigte die rote Flagge, um die Aufräumarbeiten zu unterstützen.

Das Rennen wurde nach einer kurzen Zeit unter der roten Flagge wieder fortgesetzt, jedoch gab es noch eine Caution und noch einen Big One als Brian Scott vier Runden vor Schluss Elliott Sadler zu spät blockte und sich dabei in die Wand drehte. Scott hatte zu diesem Zeitpunkt 84 Runden geführt, was seine beste Leistung dieses Jahr darstellte. Ein weiteres Opfer dieses Big Ones war Joey Logano, der eins der besten Autos an diesem Abend hatte. Kasey Kahne konnte dem Big One erneut entwischen, als sich vor ihm eine Lücke öffnete, durch die er nur hindurch zu fahren brauchte.

Es gab ein Green-White-Checkered Finish mit Austin Dillon und Dakota Armstrong in der ersten Startreihe, das jedoch eher Formsache war. Nahezu alle Wagen hinter Dillon waren in irgendeiner Form zerbeult oder mit Klebeband notdürftig hergerichtet. Nur Chase Elliott, direkt hinter Dillon hätte eine Gefahr darstellen können, jedoch konnte er keinen guten Angriff starten, was Elliott Sadler, welcher direkt hinter Chase Elliott fuhr, ausnutze um ihn auch den letzten Metern zwischen Turn 4 und dem Tri-Oval noch zu überholen. Daniel Suarez wurde gleichzeitig mit Sadlers Angriff umgedreht und rutschte in Richtung Boxengasse, was ihm letztendlich den 15. Platz als Letzter auf der Führungsrunde einbrachte. Der Daytona Sieg stellt Austin Dillons dritten Xfinity Sieg in 2015 dar.

Photo by Chris Graythen/NASCAR via Getty Images
Photo by Chris Graythen/NASCAR via Getty Images

Nächste Woche fährt die Xfinity Series in Kentucky.