(NWES) Philipp Lietz, der Hingucker in Venray

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Ich nahm mir ja vor den Philipp Lietz der die #67 für GDL Racing ums Oval schleuderte, etwas genauer zu beobachten. Es hat sich am Ende doch wirklich gelohnt.

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Philipp Lietz / GDL Racing

Bis 2013 saß Lietz noch am Steuer eines Rally Boliden und raste durch Wälder und Dörfer. Letzte Saison dann sein doch erfolgreiches Debüt in der NASCAR Whelen Euro Series. Nun am vergangenen Pfingstochenende kam es zu dem auf was er sich am meisten freute. Oval racing pur auf einem echten Oval mit Banking. Sein gewünschtes Regenrennen blieb zum Glück für uns Fotografen und Zuschauer dann doch größtenteils aus. Doch auch auf trockener Strecke hielt es ihn dann nichtmehr und er gab Gas.

In den Trainings sah man schon, daß er seine #67 sicher um das Oval mit um die 25° Banking steuern konnte und dabei auch gute Rundenzeiten erreichte. Dann kam es zum ersten Rennen der Elite 1 bei dem er als  vierter die Ziellinie überquerte. Das zweite Rennen am Sonntag beendete er auf dem achter Platz. Für einen Rookie in der Elite 1 doch ganz erfreuliche Platzierungen.

In den Rennen der Elite 2 Wertung war Lietz dann nichtmehr aufzuhalten. Nachdem Pete Fink ihm den Tip gab das Rennen auf der Outside lane zu starten, war er im ersten Rennen nichtmehr zu stoppen. Auch bei Restarts lies er den anderen keine Chance und holte sich in seinem zweiten Ovalrennen den ersten Sieg. Alle freuten sich wie verrückt, doch es kam ja noch besser. Zum zweiten Rennen am Sonntag riet ich ihm, es einfach so wie gestern zu machen, Vollgas. Und so machte er es auch, schnappte sich nach dem Start die Führung und behielt sie bis zum Schluß. Damit holte er sich Sieg #2 auf dem Raceway Venray und seinen dritten in der laufenden Saison.

 

Die #67 in der Victory Lane
Die #67 in der Victory Lane

 

So sorgte er für einen für mich ganz großartigen Moment. Ein bischen Gaudi mit dem Sieger in der Victory Lane. Vielen dank dafür Philipp Lietz, auch fürs Angebot den Siegersekt zu schlürfen. Sekt ist aber leider nicht so mein Ding.

Später am Sonntag plauderten wir noch ein wenig bei ihm im Teamzelt von GDL Racing über dies und jenes. Ganz klar daß es ihm das Shorttrack Ovalracing verdammt viel Spaß gemacht hat, auch ohne Regenrennen. Auch spürte er wie diese Art racing sich im Nacken-Hals Bereich spürbar macht, er brauchte genau dort nämlich ein paar „Streicheleinheiten“. Aber alles nichts wildes.

So ein Debüt auf einem Oval muss man nach einem wechsel vom Rally zum Stockcar racing erst einmal hinbekommen. Wir gratulieren Philipp Lietz und seinem Team GDL Racing nochmals zu dem tollen Wochenende und wünschen allen viel Glück für die kommenden Rennen.

 

(C) Nicole Loewy ..