Matt Kenseth triumphiert im Regenmarathon von Bristol

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Regenpausen und viele Unfälle gestalteten das Food City 500 in Bristol zum Marathon. Am Ende siegte der Pole Sitter: Matt Kenseth.

Wie schon letztes Jahr, war auch das diesjährige Food City 500 auf dem Bristol Motor Speedway von Regenpausen und jede Menge Kaltverformungen geplagt, die das Rennen zu einem knapp zehnstündigen Marathon gestalteten. Am Ende war es ein Start/Ziel Sieg von Joe Gibbs Racing Fahrer Matt Kenseth, der zwei Tage zuvor die Pole Position für den Klassiker gewann. Bereits 2005 gelang ihm dieses Kunststück.

Das längste Bristol Rennen aller Zeiten

„Es war eine verrückte Nacht,“ lautete die Beschreibung vom Sieger Matt Kenseth, der in keinster Weise einen einfachen Job am Sonntagabend hatte. Neben Regenunterbrechungen produzierten die NASCAR Sprint Cup Series Fahrer einmal mehr wieder jede Menge Schrott auf der ’schnellsten halben Meile der Welt‘ im US-Bundesstaat Tennessee.

Aufgrund eines Green-White-Checkered Finales, welches das Rennen von der ursprünglichen Rundenanzahl von 500 auf 511 anhob, war dies das längste Bristol Rennen in der Geschichte der NASCAR. Doch dank seiner Erfahrung, ‚track position‘ und einem schnellen Toyota Camry gelang es Matt Kenseth, die letzten 34 Runden des spektakulären Rennens anzuführen.

Siegesfeier nach einer langen Nacht - (c) Drew Hallowell/NASCAR via Getty Images
Siegesfeier nach einer langen Nacht – (c) Drew Hallowell/NASCAR via Getty Images

„Es fühlt sich toll an, wieder in der Victory Lane zu stehen,“ gab der einmalige Cup Champion zu. Schließlich waren bereits 51 Rennen vergangen, in denen Kenseth auf einen Sieg wartete. „Ich bin froh, dass wir es heute geschafft haben ins Ziel zu kommen und das wir den Wagen hatten, der es mir erlaubte vor all den anderen zu bleiben.“

Einen von „all den anderen“ war der sechsmalige Cup Champion Jimmie Johnson, der trotz eines Unfalls im früheren Renngeschehen es auf den zweiten Platz nach seinem Sieg in Texas schaffte.

„Es war eine wilde Nacht und ich muss mich bei meiner Crew für all die harte Arbeit bedanken,“ so Johnson nach dem zähen Rennen. „Wir haben uns zurück gekämpft und schafften es auf Platz zwei. Zwar hatten wir vielleicht eine Chance auf den Sieg, doch ich bin einfach nur begeistert solch eine tolle Platzierung zu belegen.“

Beinahe überholte sein Teamkollege Jeff Gordon ihn noch auf der Startzielgeraden in der letzten Runde, doch Johnson behielt seine Nase vorne. Somit belegte Gordon den dritten Platz in seinem vorletzten Bristol Rennen. Auf Platz vier und fünf trudelten Ricky Stenhouse Jr. von Roush Fenway Racing und Richard Childress Racing Fahrer Ryan Newman ins Ziel ein.

Das große Favoritensterben

Die beschämend wenigen Zuschauer vor Ort sahen während dem Rennen viele Unfälle, die einige Sieghoffnungen zerstörten. So kollidierten die beiden Team Penske Piloten Brad Keselowski und Joey Logano bereits in Runde 19 miteinander, da Keselowski die Kontrolle über seinen Wagen während einer Überrundung verlor. Joey Logano hatte keine Chance, seinem Teamkollegen rechtzeitig auszuweichen. Beide Wagen konnten repariert werden. Keselowski schaffte es noch auf Platz 35, während Logano P40 belegte.

In Runde 311 mussten auch Kevin Harvick und David Ragan den Spirit von Bristol am eigenen Leibe erfahren. Jimmie Johnson berührte Jeb Burton. Ihn konnten Ragan und Harvick nicht ausweichen und kollidierten mit dem jungen Fahrer.

Gut 50 Runden später krachte es erneut, als Landon Cassill hart in die Mauer nach einem Kontakt mit Kyle Larson einschlug:

AJ Allmendinger, Tony Stewart, Kasey Kahne, Martin Truex Jr. und Casey Mears erwischte es in Runde 483. Beim darauf folgenden Restart musste das Pace Car erneut auf die Strecke, da Carl Edwards und Kurt Busch unfreiwillig Lack austauschten. Edwards verlor seinen Wagen bei einem Überholversuch gegen Jeff Gordon und küsste leicht die Mauer. Kurt Busch allerdings konnte seinen Wagen nicht rechtzeitig stoppen, um Edwards auszuweichen. Die Siegchancen für beide Fahrer waren somit pfutsch.

Nächstes Wochenende geht es erneut auf einen Short Track, wenn die NASCAR Sprint Cup Series den Richmond International Raceway im US-Bundesstaat Virginia besucht! Auch dieses Rennen wird von MotorvisionTV in der Nacht von Samstag auf Sonntag live und in voller Länge übertragen.