Phoenix: Siegt Kurt Busch beim Comeback?

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Mit neuer Motivation und dem Fokus zurück auf den Motorsport kehrt Kurt Busch heute zurück auf die Bühne des NASCAR Sprint Cups. Gelingt ihm der Sieg beim Comeback?

Alle Augen sind heute Abend auf den zurückkehrenden Kurt Busch gerichtet. Nach einer dreiwöchigen Suspendierung seitens der NASCAR, kehrt der Rennfahrer heute in Phoenix wieder in seinen Stewart Haas Racing Boliden zurück und wird sich auf die Jagd nach den verlorenen Punkten der letzten Wochen begeben, um die Qualifizierung für den Chase zu realisieren. Dafür gab die NASCAR die Erlaubnis, obwohl ein Fahrer nach Reglement an jedem Rennen teilnehmen muss.

„Wir haben uns dazu entschieden, die Suspendierung unverzüglich fallen zu lassen und ihm die Qualifizierung für den Chase zu ermöglichen,“ hieß es in der Pressemitteilung am Mittwoch.

Nun kann sich der 36-jährige Voll und Ganz auf das Rennfahren konzentrieren, nachdem der Sprint Cup Champion aus dem Jahr 2004 vor Gericht aufgrund einer Anzeige bezüglich häuslicher Gewalt gegen seine damalige Freundin Patricia Driscoll stand. Ein hässlicher und teils merkwürdiger Kampf im Gericht, den letztendlich Kurt Busch gewann, nachdem die Richter entschieden, die Anklage fallen zu lassen da es nicht genügend Beweise für solch ein kriminellen Akt gebe.

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Kurt Busch signiert eine Kappe während dem Training für das CampingWorld.com 500 in Phoenix. – (c) Christian Petersen / Getty Images

Als der „Outlaw“ am Freitag an den Phoenix International Raceway ankam, fühlte er sich sofort „wie zu Hause“. „Es war toll wieder im Wagen zu sitzen und die Hände meiner Jungs zu schütteln,“ erklärt der erfahrene NASCAR Pilot. „Es war ein tolles Gefühl und den Support von Stewart Haas Racing zu haben ist fantastisch; wir sind wie eine große Familie.“

Da Kurt Busch aufgrund eines Testverbots und seiner Suspendierung noch keine Chance hatte seinen Chevrolet SS unter dem neuen Reglement zu testen, hat Kurt Busch einiges aufzuholen was er offen zu gibt: „Ich muss den Wagen neu kennenlernen und besonders das Gefühl für das Setup zu finden. Die Rundenzeiten sind sehr eng beisammen und ein Fehler wirft dich weit zurück,“ so Busch, der das 500 Kilometer Rennen von der achten Position starten wird.

War das Qualisetup nicht schnell genug, könnte es heute Abend eine dicke Überraschung geben. Nicht wenige Fahrer, darunter sein Teamkollege und amtierender Champion Kevin Harvick, sagten während dem Wochenende, dass Kurt Busch den Wage habe, den es zu schlagen gilt. Nicht verwunderlich, schließlich beendete der Stewart Haas Racing Fahrer die so wichtigen Trainingssitzungen am Samstag auf Position eins und zwei. Auch der Schnitt bei zehn Runden am Stück kann sich sehen lassen.

„Zu gewinnen wäre ein großer Moment, doch mein Fokus liegt erstmal auf die Chemie innerhalb des Teams,“ erklärt der ältere Bruder von Kyle Busch gegenüber der USA Today Sports. „Wenn wir eine Chance auf den Sieg haben, dann werde ich auch alles geben. Das ist in meiner DNA verankert.“

Von seinem Wagen für das Rennen, welches um 20:45 Uhr live auf MotorvisionTV starten wird, ist er überzeugt und dankt im gleichen Atemzug seinem Crew Chief: „Der Wagen ist wirklich sehr gut und ist ein Beleg für das enorme Können von Tony Gibson. Letztes Jahr wechselten wir innerhalb des Teams und wir fuhren drei Rennen miteinander. Der Wechsel fruchtete sofort. Ich hoffte zu Beginn der Saison, dass sich dies fortführen würde und schaut, hier sind wir.

„Ich bin der Meinung, dass dies ein Wagen mit Potential zum Sieg ist. Ich muss nur meinen Rhytmus finden, die richtigen Rückmeldungen geben und Geduld bewahren.“

Man darf gespannt sein, wie sich Kurt Busch in seinem ersten Rennen nach der Suspendierung schlagen wird. Ein Sieg im heutigen CampingWorld.com 500 auf dem Einmeilen Oval in der Wüste von Arizona wäre für den Stewart Haas Racing Fahrer enorm wichtig. Denn ein Sieg während der regulären Saison bedeutet ein (fast) sicheres Chase Ticket. Sollte Kurt Busch tatsächlich am Ende des Tages in der Victory Lane stehen, müssen er und sein Team „nur“ noch zusehen, in die Top 30 im Gesamtergebnis zu fahren. Ein Unterfangen, welches sich nicht all zu schwierig gestalten sollte.