The Champ Is Here: Harvick dominiert in Las Vegas

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Der amtierende NASCAR Sprint Cup Champion Kevin Harvick kehrte in Las Vegas in die Victory Lane dank einer dominanten Vorstellung zurück! 

Es war ein Rennen welches so sehr an die letztjährige Saison erinnert. Roush Fenway Racing verschwand komplett von der Bildfläche, Tony Stewart meckert am Funk rum und Kasey Kahne landet nach einer starken Vorstellung in der Mauer. Und am Ende gewann mal wieder Kevin Harvick auf einer Art und Weise, die sehr an seine Meisterschaftssaison vom letzten Jahr erinnert. Der Stewart Haas Racing Fahrer macht also dort weiter wo er im November aufgehört hat und dieser Trend könnte der Konkurrenz einige schlaflose Nächte bereiten.

Von Platz 18 gestartet, konnte sich der 39-jährige in einem sehr ruhigen Rennen auf dem Las Vegas Motor Speedway schnell nach vorne arbeiten und übernahm die Führung erstmals in Runde 91. Diese sollte er nur noch sporadisch an einzelne Fahrer während Boxenstopps abgeben. Einen ernsthaften Gegner hatte Harvick an dem wundervollen Sonntag in der amerikanischen Metropole auf keinster Weise. Lediglich das Material fing in den letzten zehn Runden an aufzugeben, als Harvick immer wieder Vibrationen vermeldete was sich auf einen schleichenden Plattfuß zurückzuführen lässt.

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Freaky fast, freaky Burnout! Harvick ließ es nach dem Rennen so richtig krachen. – (c) Jared C. Tilton/Getty Images

„Es ist so cool hier in Las Vegas zu gewinnen,“ jubelte der Chevrolet Fahrer in der Victory Lane des 1,5 Meilen Speedway. „Zum Ende hin wurde es richtig schwer. Warum auch immer übersteuerte der Wagen sehr im letzten Run und die Reifen fingen an zu vibrieren. Ich war froh, als das Rennen zu Ende war.“

„Diese Jungs sind auf einem anderen Level,“ gibt der fünft platzierte Denny Hamlin von Joe Gibbs Racing nach dem Rennen zu.

Truex Jr., AJ Allmendinger weiterhin auf der Erfolgswelle

Mit einem Rückstand von 1,640 Sekunden kam Martin Truex Jr. ins Ziel, der ein weiteres Mal ein sagenhaftes Rennen in seinem Furniture Row Racing Wagen ablieferte. Mit drei Führungsrunden und dem zweiten Platz bestätigt er und sein Ein-Wagen Team die derzeit bestechende Form, die für Aufsehen in der NASCAR sorgt und an die Saison von Kurt Busch aus 2013 erinnert.

„Ich kann es wirklich nicht in Worte fassen,“ erklärt Martin Truex Jr. gegenüber FOX Sports. „Ich bin sehr stolz auf jeden. Ich bin stolz auf Sherry [Pollex, seine Freundin] und auf das, was sie überstanden [Krebs] hat. Dank ihr bin ich ein besserer Mensch geworden.“

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Truex Jr. vor Jimmie Johnson. Letzterer beendete das Rennen auf Rang 41, nachdem er zwei Reifenschäden erlitt. – (c) Chris Graythen/NASCAR via Getty Images

Nach einem achten Platz im Daytona 500 und einem sechsten Platz in Atlanta, positioniert sich Truex Jr. derzeit auf dem vierten Rang im Gesamtergebnis mit einem Rückstand von 16 Punkten auf Kevin Harvick.

„Es war ein solides Wochenende,“ so Truex Jr. „Die Jungs treffen gute Entscheidungen und wir haben kein Pech. Wir müssen so weitermachen wie bisher und noch ein wenig mehr Speed finden. Dann können wir die Jungs dort draußen herausfordern,“ lautet die Kampfansage des ehemaligen Michael Waltrip Racing Fahrers.

Auch AJ Allmendinger, der ebenfalls für ein Ein-Wagen Team (JTG Daugherty Racing) fährt, überrascht derzeit mit konstant guten Ergebnisse. Konnte das Chevrolet Team in der letzten Saison kein einziges Top 10 Ergebnis auf den 1,5 Meilen Ovalen erzielen, sind es nun schon zwei. „Das war vielleicht das beste Rennen welches wir jemals hatten. Ich bin sehr stolz und es ist etwas, auf das wir aufbauen können,“ so Allmendinger nach einem sechsten Platz in Vegas.

Lackaustausch zwischen Carl Edwards und Kasey Kahne

An einem sonnigen Tag wurde es in Runde 195 so richtig heiß auf der Strecke, als Carl Edwards und Kasey Kahne aneinander gerieten. Kahne, der bis dato das Rennen die meiste Zeit in den Top 5 verbrachte, wurde von Carl Edwards nach einem Restart in Kurve vier in die Mauer nach einem Fahrfehler seitens des Joe Gibbs Racing gedrückt. Nach einem harten Einschlag, der einen signifikanten Schaden am Chevrolet des Hendrick Motorsports Fahrers verursachte, begab sich Kasey Kahne auf die Jagd und fuhr mehrmals in den Wagen von Edwards auf der Startzielgeraden, bis sich Edwards letztendlich im Eingang von Kurve 1 drehte.

during the NASCAR Sprint Cup Series Kobalt 400 at Las Vegas Motor Speedway on March 8, 2015 in Las Vegas, Nevada.
Carl Edwards, #19, nach der Revanche von Kasey Kahne. – (c) Patrick Smith/NASCAR via Getty Images

 

„Ich fuhr so hart wie ich konnte,“ erklärte Edwards. „Das ist vollkommen meine Schuld, Kasey hat eine guten Job gemacht. Das war definitiv meine Schuld und es tut mir Leid für Kasey.“

Während Edwards eine Weile in die Garage musste, konnte Kasey Kahne das Rennen nach dem Unfall wieder aufnehmen. Doch die Siegchancen waren gen Null. Er beendete das Rennen auf einem enttäuschenden 17. Rang, während Edwards auf dem 42. Platz ins Ziel kam.

„Er blieb auf dem Gas stehen. Wir hätten eine ganze Wagenbreite gebraucht damit das funktioniert, doch so hat er mich einfach in die Mauer geschickt. Das war deprimierend. Er hat sich dafür entschuldigt, doch es ist enttäuschend. Wir hatten einen tollen Wagen.“

Phoenix ruft

Während Harvick, Truex Jr., Newman, Earnhardt Jr. und Hamlin das Rennen unter den Top 5 beendeten, fuhren Allmendinger, Keselowski, Larson, Kenseth und Logano in die Top 10. Ein respektables Ergebnis erzielte auch Brian Scott in einem vierten Richard Childress Racing Wagen. Brian Vickers, der sein Comeback nach einer gesundheitlichen Pause feierte, konnte Platz 15 erzielen.

Nächstes Wochenende geht es in die Wüste von Arizona: zum Phoenix International Raceway. Ein flaches 1,0 Meilen Oval.