Atlanta: Jimmie Johnson zurück in der Victory Lane

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Nach acht Jahren findet Jimmie Johnson wieder in die Victory Lane von Atlanta zurück und feiert somit seinen 71. Karrieresieg im NASCAR Sprint Cup.

Nicht immer gewinnt der schnellste Wagen ein Rennen. Diese Erkenntnis musste der amtierende NASCAR Sprint Cup Series Champion Kevin Harvick im gestrigen „Folds of Honor Quiktrip 500“ auf dem Atlanta Motor Speedway einmal mehr machen, als Jimmie Johnson und nicht er in der Victory Lane stand.

Joey Logano führt das Feld zur grünen Flagge an. - (c) Sarah Glenn/NASCAR via Getty Images
Joey Logano führt das Feld zur grünen Flagge an. – (c) Sarah Glenn/NASCAR via Getty Images

Mit gut einer Stunde Verspätung durften die NASCAR Sprint Cup Series Piloten das lange Rennen auf dem 1,5 Meilen Oval aufnehmen und Joey Logano war es zunächst, der dem Rennen seinen Stempel aufdrücken durfte. Ein weiterer Sieg des Daytona 500 Champion schien zu dem Zeitpunkt absolut im Rahmen. Doch nach und nach rückte Kevin Harvick in den Vordergrund und übernahm in Runde 87 erstmals die Führung, nachdem sich „The Closer“ von weit hinten im Feld nach vorne arbeiten musste, da er im finalen Training einen Motorschaden erlitt und dieser gewechselt werden musste.

Über weite Strecken verbrachte Harvick nun das Rennen an der Führung und machte somit dort weiter, wo er im November in Homestead aufgehört hat. Doch noch jemand fand den Weg durch das Feld. Auch der sechsmalige Sprint Cup Champion Jimmie Johnson musste ebenfalls am Ende des Feldes das Rennen in Hampton, Georgia aufnehmen und wurde schnell zu einer ernsten Bedrohung für Harvick, der die Führung in Runde 253 (von 325) abgab und von dort an den direkten Anschluss an Johnson verlor.

Trotz mehrerer Cautions am Ende des Rennens behielt Johnson die Ruhe und gewann am Ende sein 71. Sprint Cup Rennen und verwies Harvick auf Position zwei, der schon zuvor in Daytona auf Position zwei das Rennen beendete.

(c) Sarah Glenn/NASCAR via Getty Images
(c) Sarah Glenn/NASCAR via Getty Images

„Zwar hatten wir ein paar Probleme in der Boxengasse, doch am Ende hatten wir die nötige ‚track
position‘. Der Wagen war super schnell und es hat einfach nur Spaß gemacht gegen die #4 [Harvick] zu racen, da er heute sehr stark war. Ich denke die ‚track position‘ hat heute das Rennen entschieden,“ lautete das Tagesfazit von Jimmie Johnson.“

Hinter Kevin Harvick reihen sich Dale Earnhardt Jr., Joey Logano und Matt Kenseth ein. Die Top 5 nur knapp verpasst hat Martin Truex Jr., der nach einem miserablen 2014 mit Platz 6 einen weiteren Achtungserfolg feiern darf, nachdem er schon in Daytona das Rennen auf der achten Position beendete.

„Es war ein weiteres tolles Wochenende für uns, doch ich wollte unbedingt das Top 5 Ergebnis,“ erklärte Truex Jr. nach dem Rennen gegenüber MRN. „All unsere Jungs bei Furniture Row Racing machen einen fantastischen Job und wir haben unser letztjähriges Ergebnis um 30 Position verbessert. Ich freue mich sehr darüber was momentan geschieht und die Vorfreude für den Rest des Jahres ist riesig.“

Hinter ihm kam eine weitere Überraschung in Form von AJ Allmendinger ins Ziel und auch der Ersatz für Brian Vickers, Brett Moffitt, wusste mit Platz 8 durchaus zu überzeugen. Moffitt, 22 Jahre alt, nannte dieses Rennen als seinen „größten Erfolg“.

„Ich versuche gerade, nicht zu weinen,“ gab Moffitt gegenüber PopularSpeed Journalist Kelly Crandall zu. „Ehrlich, dass ist der größte Erfolg den ich jemals geschafft habe. Wir lagen eine Runde zurück, doch die Jungs haben nie aufgehört zu kämpfen und dank einer glücklichen Caution fanden wir zurück in die Führungsrunde. Das Team steht seit 2011 hinter mir und es ist einfach nur Wahnsinn, dass sie mich immer wieder in einen Wagen setzen.“

Für spektakuläre Szenen sorgten zwei große Unfälle im letzten Drittel des Rennens. Zunächst schepperte es in Runde 258, als Denny Hamlin die Kontrolle seines Wagens nach einem Restart verlor und mit Jamie McMurray kollidierte. Auch Ryan Newman und Jeff Gordon waren involviert. Letzterer schlug erneut in eine Betonmauer ein, die in keinster Weise geschützt war.

„Ich bin sehr frustriert darüber, dass dort keine Safer Barrier war,“ so Gordon nach dem Unfall, der sein Rennen beendete. „Ich wusste, dass es ein harter Einschlag werden wird, doch ich habe nicht mit solch einem Einschlag gerechnet. Ich stieg aus und dachte ‚Überraschung, ich habe genau die Mauer erwischt, die keine Safer Barrier hat.'“

Eine alltägliche Erfahrung für den viermaligen Champion, schließlich passierte ihm das Gleiche schon in Las Vegas (2008) und Richmond (2011).  Kurz vor Schluss, in Runde 306, sollte es erneut Funken sprühen. Stewart, Bowyer, Biffle, Stenhouse Jr., Joe Nemechek und Kyle Larson kollidierten gemeinsam in Runde 306 in Kurve drei und lösten damit eine Rennunterbrechung aus.

Folds of Honor QuikTrip 500
Jonathan Moore/Getty Images

 

Am nächsten Wochenende reist der NASCAR Sprint Cup gemeinsam mit der Xfinity Series in Richtung Las Vegas; ein weiteres 1,5 Meilen Oval. Eine Vorschau findet ihr im Laufe der Woche.