Ryan Reed siegt im Sprint gegen Keselowski in Daytona

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Ein weiteres Daytona Xfinity Series Rennen mit vielen und leider auch schweren Unfällen, welches von Ryan Reed gewonnen wurde. Kyle Busch im Krankenhaus.

In der letzten Runde des 300 Meilen Klassikers von Daytona der NASCAR Xfinity Series konnte sich Roush Fenway Racing Fahrer Ryan Reed den Sieg von Brad Keselowski in Kurve drei stibitzen. In einem wilden finalen Schlusssprint konnte sich Team Penske Fahrer Keselowski zunächst vom Pulk absetzen, nachdem Kyle Larson und Aric Almirola kollidierten. Larson und Ross Chastain schlitterten ins Gras von Kurve 1; doch eine Gelbphase sparte sich die Rennleitung und ließ das Rennen unter grün zu Ende fahren.

Da der Sprint Cup Champion aus dem Jahr 2012, Brad Keselowski, nun allerdings keinerlei Windschatten zur Hilfe hatte, war er ein gefundenes Fressen für Markenkollege Ryan Reed, der von Teamkollege Chris Buescher auf der Gegengeraden kräftig angeschoben worden ist und Reed somit ein sagenhaftes Momentum verlieh. Der 21-jährige flog an Keselowski vorbei und gewann somit sein erstes Rennen in der NASCAR Xfinity Series. Doch auch für sein Team, Roush Fenway Racing, war es eine Premiere: Der Sieg am Samstagabend war das erste gewonnen Xfinity Series Rennen des Teams in Daytona.

Doppelerfolg für Roush Fenway Racing. - (c) Sean Gardner/NASCAR via Getty Images
Doppelerfolg für Roush Fenway Racing. – (c) Sean Gardner/NASCAR via Getty Images

Die Top 5 rundeten die beiden Brüder Ty und Austin Dillon gemeinsam mit Keselowski ab. Auf den nachfolgenden Plätzen stehen im Klassement David Starr, Aric Almirola, Kyle Larson, Ross Chastain und der zweimalige Daytona 500 Champion Dale Earnhardt Jr.

Überschattet wurde das Superspeedway Rennen von mehreren schweren Unfällen und zwei roten Flaggen, die zu einer Unterbrechung des Rennens führten. Mit 27 zu fahrenden Runden auf der Uhr kollidierten insgesamt zehn Wagen kurz vor der Start Ziel Linie. Auslöser waren Kyle Larson und Daniel Suarez, welcher danach in JR Motorsports Fahrer Regan Smith reinrutschte. Der Chevrolet von Smith hob ab, überschlug sich und landete zum Schluss wieder auf allen Vieren. Ein Unfall, den Regan Smith sehr verärgerte. Schließlich war Suarez zu dem Zeitpunkt schon zwei Runden zurück.

„In solch einer Situation, fährst du nicht mehr da vorne und versuchst den Lucky Dog irgendwie zu bekommen. Es wäre ganz cool von ihm gewesen, wenn er am Ende des Feldes gehangen hätte und uns das Rennen ausfahren zu lassen. Ich werde mit ihm reden, um ihn besser zu verstehen.“

17 Runden später gab es einen Unfall im Trioval, als Kyle Busch aus Versehen in das Heck von seinem jungen Teamkollege Erik Jones fuhr. Als unmittelbar danach mehrere Wagen kollidierten, bog Kyle Busch in Richtung Infield ab und schlug mit ungefähr 90 Meilen pro Stunde in eine Betonmauer ein. Zwar konnte der Sprint Cup Star aus seinem Toyota Camry aussteigen, doch das medizinische Streckenpersonal legte den erschöpften Fahrer auf den Rasen und stabilisierten ihn für gut zehn Minuten.

Danach wurde Kyle Busch in das Krankenhaus für weitere Untersuchungen gebracht, da insbesondere sein rechtes Bein Schmerzen verursachte. Am Daytona 500 wird er aufgrund der Verletzung nicht teilnehmen können.