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Joey Logano: Sieger des Daytona 500!

Joey Logano konnte sich in einem intensiven Finale durchsetzen und gewann das Daytona 500 in der Verlängerung! 

Unter Gelb gewinnt Joey Logano das Daytona 500! - (c) Jonathan Ferrey/NASCAR via Getty Images
Unter Gelb gewinnt Joey Logano das Daytona 500! – (c) Jonathan Ferrey/NASCAR via Getty Images

Ein relativ ruhiges Daytona 500 entwickelte sich in den letzten zwanzig Runden zu einem wahren Blockbuster-Thriller und die Zuschauer durften das spannendste Racing der letzten Jahre beobachten. In einem Green-White-Checkered Finale konnte sich Team Penske Fahrer Joey Logano gegen seine bärenstarke Konkurrenz in Form von Kevin Harvick, Favorit Dale Earnhardt Jr. sowie Denny Hamlin und Jimmie Johnson durchsetzen. Das Rennen endete unter Gelb, nachdem in der letzten Runde auf der Gegengerade der Big One ausbrach.

Völlig entgeistert jubelte der 24-jährige in der Victory Lane des Daytona International Speedways: “Ich kann es nicht nicht glauben. Das ist absolut Wahnsinn,” so Logano. “Das ist einfach nur fantastisch. Ich war während dem ganzen Rennen sehr nervös, da dies unsere schlechteste Strecke im letzten Jahr war. Doch wir haben hart gearbeitet und das zahlt sich jedes Mal aus!”

Der letzte Restart war eine reinste Qual, da kurz zuvor eine rote Flagge das Rennen aufgrund eines Unfalls von Justin Allgaier das Rennen unterbrach und die Fahrer zu einem letzten Stillstand vor dem großen Finale bewegte. “Ich versuchte mich zu relaxen, doch die rote Flagge gibt dir jedes Mal zu viel Zeit zum Nachdenken.”

Als es losging hatte er Clint Bowyer hinter sich, den er als “den besten Pusher des Nachmittags” bezeichnete, der ihn während den spannenden Schlussrunden in Runde 191 in die Führung schob. Wenig später durfte Joey Logano den Big One im Rückspiegel beobachten und gewann unmittelbar danach das Great American Race, da die Rennleitung das Pace Car auf die Strecke schickte. In dem Big One waren Jeff Gordon, Austin Dillon, Matt Crafton, AJ Allmendinger, Kyle Larson, Ricky Stenhouse Jr. und Reed Sorenson involviert.

Auf Platz 2 beendete der amtierende NASCAR Sprint Cup Series Champion Kevin Harvick das Rennen, während ein enttäuschter Dale Earnhardt Jr. auf dem dritten Rang ins Ziel kam und sich kurz nach dem Rennen hart kritisierte.

“Ich habe eine sehr schlechte Entscheidung 18 Runden vor Schluss getätigt,” so der zweimalige Daytona 500 Champion gegenüber den Medien. “Ich bin ein schlechtes Manöver gefahren und wurde dann nach hinten gespült. Das darf man sich einfach nicht erlauben. Es ist sehr enttäuschend, weil mir das Team den besten Wagen gebaut hat.”

Die Top 5 rundeten Joe Gibbs Racing Fahrer Denny Hamlin und Earnhardts Teamkollege Jimmie Johnson ab, während Casey Mears die Top 5 nur knapp verpasste. Auf Rang sieben folgt Clint Bowyer, der sich vor einem starken Martin Truex Jr., Kasey Kahne und Greg Biffle platzieren konnte.

Gordon nach starkem Rennen nur auf Platz 33

57th Annual Daytona 500
In Runde 160 verweigerte der Motor von Brad Keselowski seinen Dienst. – (c) Sean Gardner/Getty Images

Dominiert hat Ford Pilot Joey Logano das diesjährige Daytona 500 allerdings nicht, der sich während dem Rennen sogar Sorgen um sein Rennauto machte, da beide Motoren von Teamkollege Brad Keselowski und Ryan Blaney (fuhr mit Penske Material) ihren Geist aufgaben.

“Es ist eine Schande,” so Keselowski nach seinem Ausfall. “Wir fuhren in den Top 10 oder gar Top 5 und dann ist irgendwas gebrochen. Sehr schade für uns.”

Während der Rauchentwicklung von Keselowski, fanden sich Jamie McMurray und Ryan Newman in der Mauer wieder, die vermutlich auf dem verlorenen Öl von Brad Keselowski die Kontrolle des Wagens verloren haben.

Die Rolle des Dominators hat nämlich Jeff Gordon übernommen, der in seinem letzten Daytona 500 seiner Karriere insgesamt 77 Runden innerhalb der ersten Hälfte des Rennens anführen konnte. Überhaupt schien Hendrick Motorsports mit Dale Earnhardt Jr., Jimmie Johnson und Kasey das stärkste Team auf der Strecke gewesen zu sein, was viele Experten im Vorfeld vermuteten.

Doch das Bild kippte im letzten Viertel, als die Zuschauer das beste Racing des Tages beobachten durften. Die Intensität nahm deutlich zu, als Joey Logano, Greg Biffle, Jimmie Johnson und Carl Edwards immer wieder die Führung nacheinander übernahmen. Schnell fanden sich die Stockcar Fahrer zu dritt nebeneinander für mehrere Runde lang wieder und ließen den Atem der Fans anhalten.

Favoritensterben schon in Runde 40

In Runde 40 verlor das Rennen auf dem Daytona International Speedway schon früh zwei der großen Favoriten für das Great American Race, als Tony Stewart im Ausgang von Kurve vier zu viel Untersteuern bekam und in Richtung Mauer abbog.

Dabei kollidierte er mit Ryan Blaney, während Sprint Unlimited Sieger Matt Kenseth nicht rechtzeitig ausweichen konnte und ebenfalls in der Mauer landete. Nur knapp konnte der Toyota Fahrer seinen Kollegen ausweichen.

Für Stewart und Kenseth waren die Siegchancen passé. Stewart beendete das Rennen auf Platz 42, während sich Matt Kenseth wenigstens noch auf den 35. Platz retten konnte, mit lediglich einer einzigen Runde Rückstand.

“Das war ganz klar mein Fehler,” gab Tony Stewart gegenüber den Reportern zu. “Der Wagen lag super, solange wir nur zu zweit nebeneinander fuhren. Doch sobald es zum ‘3-wide’ Racing kam in der entsprechenden Runde, verlor ich die Kontrolle meines Wagens. Ich ging vom Gas, bekam meine Front aber nicht mehr rum.”

Somit gehen die spannenden, aber auch kontroversen Speedweeks mit dem Sieg des zweitjüngsten Daytona 500 Champions zu Ende und Joey Logano darf sich nun auf eine Woche freuen, in der er in vielen TV Sendungen zu sehen sein wird.