Matt Kenseth gewinnt ein von Unfällen geplagtes Sprint Unlimited

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Der zweimalige Daytona 500 Champion Matt Kenseth gewinnt das Sprint Unlimited in Daytona. Viele Unfälle dominierten das traditionelle Einladungsrennen. 

Der Trend aus den letzten Jahren setzte sich auch in der Samstag Nacht Ausgabe des traditionellen Einladungsrennen namens „Sprint Unlimited“ im Rahmen der Budweiser Speedweeks auf dem Daytona International Speedway fort: Enges Racing und jede Menge verbogenes Metall zieren die Beschreibung des 75 Runden langen Rennen.

Schon im ersten Segment zeichnete sich eine gesunde Aggressivität der Fahrer ab, denen man förmlich ansah, dass sie genauso wie die Fans wieder heiß auf NASCAR Rennen sind. Schnell fand Publikumsliebling Dale Earnhardt Jr. den Weg in Richtung Führung, doch auch Martin Truex Jr. im unterlegenden Furniture Row Racing Chevrolet SS zeigte einige Muskeln und führte das Feld zum Ende des 25 Runden langen Segments an.

Der schrottreife Ford Fusion von Brad Keselowski kurz vor Schluss des ersten Segments. (c) 304917Sean Gardner/NASCAR via Getty Images
Der schrottreife Ford Fusion von Brad Keselowski kurz vor Schluss des ersten Segments. (c) 304917Sean Gardner/NASCAR via Getty Images

Geplant war das Ende des ersten von zwei Segmenten in Runde 25, allerdings kollidierten Kyle Larson und Brad Keselowski in einem typischen Superspeedway-Unfall miteinander. Der Cup Champion von 2012 schlug in die Außenmauer ein. Die restlichen Fahrer verhinderten durch außergewöhnliche Reflexe jeglichen Kontakt mit dem Ford Fahrer.

Der Big One in Runde 48

Der Zwischenfall sollte allerdings nur den Anfang vom Ende darstellen. Verhielten sich die Fahrer nach dem Restart ins zweite Segmente zunächst noch ruhig, brach in Runde 48 von 75 zu fahrenden Runden das pure Chaos aus. Greg Biffle schob Chevrolet Pilot Jamie McMurray im Tri-Oval mitten im Feld zu lange und zu stark an, was zu einem Dreher seitens des Chip Ganassi Racing Fahrers in der Startnummer #1 führte.

Insgesamt vierzehn Fahrer waren am Ende des Unfalls, der eine rote Flagge auslöste, involviert, darunter Kevin Harvick, Kasey Kahne, Denny Hamlin, Tony Stewart, Clint Bowyer, Ricky Stenhouse Jr., Kyle Busch, Paul Menard, Kurt Busch, Aric Almirola und Jimmie Johnson.

„Greg pushte mich und löste schon vorher mehrmals ein Übersteuern bei mir aus. Das ist Teil des Superspeedway-Racing, in welchem du in jeder Runde um jede Position kämpfst. Er hat mich ein wenig zu hart Ausgangs Kurve vier angeschoben und ich konnte nicht die Kontrolle über meinen Wagen halten,“ erklärte Jamie McMurray in einem späteren Interview mit Fernsehsender FOX.

16 Runden später krachte es erneut in Kurve drei und vier, als Ricky Stenhouse Jr. auf seltsamer Art und Weise seinen Wagen verlor und mit Austin Dillon ein Rendevous in der Außenmauer des 2,5 Meilen langen Superspeedways in Florida veranstaltete. Für beide Fahrer war das Rennen endgültig vorbei.

Unfall sechs Runden vor Schluss führt zum spannenden Schlusssprint

Einen deutlich schwereren Unfall erlebte Greg Biffle sechs Runden vor Schluss, als der starke Tony Stewart den völlig schuldlosen Kyle Busch im Ausgang der zweiten Kurve berührte und anschließend Biffle in die Seite rutschte. Biffle schoss unmittelbar danach in einem ungünstigen Winkel in die Innenmauer der riesigen Gegengeraden und bekam kurz darauf einen weiteren Schlag von Kurt Busch ab, der den verunfallten Wagen nicht mehr ausweichen konnte.

The 3rd Annual Sprint Unlimited at Daytona
Der strahlende Sieger in der Victory Lane. – (c) 304920Jerry Markland/Getty Images for NASCAR

Lediglich zwölf Wagen hatten zum Schluss noch eine Chance auf den Sieg im Sprint Unlimited, als das Rennen mit vier verbleibenden Runden neugestartet wurde. Matt Kenseth, der 2014 kein einziges Sprint Cup Rennen gewinnen konnte, erkämpfte sich schon in Runde 56 die Führung und sollte diese bis zum Schluss nicht mehr abgeben; trotz der starken Konkurrenz in Form von Teamkollege Carl Edwards und Martin Truex Jr.

Dies ist der zweite Sprint Unlimited Sieg in Folge für Joe Gibbs Racing, nachdem im Vorjahr Denny Hamlin das Rennen für das Toyota Team gewinnen konnte.

-> Hitziges Wortgefecht nach dem Rennen zwischen Harvick und Logano

„Das ist einfach nur ein tolles Gefühl in Daytona zu gewinnen,“ sagte der glückliche Sieger des wilden Rennens in der Victory Lane. „Um ehrlich zu sein, macht es gerade wohl überall Spaß zu gewinnen, schließlich ist es schon ein Jahr her,“ fügte der zweimalige Daytona 500 Champion lachend hinzu.

Hinter Kenseth kam Martin Truex Jr. gemeinsam mit Carl Edwards ins Ziel. Die Top 5 rundeten Casey Mears und Kyle Larson ab. Die nachfolgenden Plätze belegten Logano, Gordon, Kyle Busch, Dale Earnhardt Jr. und Danica Patrick!