Skip to content

Jeff Gordon gewinnt die Daytona 500 Pole Position

Ein kontroverses Qualifying mit einem einem Big One: Jeff Gordon und Jimmie Johnson starten aus der ersten Startreihe im Daytona 500.

Wie schon im Vorfeld erwartet, entwickelte sich das erste Gruppenqualifying in der 57 Jahre alten Geschichte des Daytona 500 in ein chaotisches Warten auf die perfekte Runde und bot einige Kontroversen in Form eines Unfalls mit insgesamt fünf Wagen.

5-Wagen großer Unfall sorgt für harte Kritik am Format

Schon in Q1, von insgesamt drei Runden, krachte es auf dem Daytona International Speedway als Underdog Reed Sorenson den heranstürmenden Clint Bowyer in Kurve eins blocken wollte, um eine schnelle Rundenzeit setzen zu können. Dabei kollidierten die beiden V8 Boliden und sammelten dabei J.J. Yeley, Bobby Labonte und Denny Hamlin in.

Unbenannt
Unfall im Qualifying! – (c) Matt Sullivan / Getty Images

“Ich habe nur versucht ihn zu blocken,” sagte ein sichtlich niedergeschlagener Reed Sorenson in einem Fernsehinterview. “So gewann Matt Kenseth gestern das Sprint Unlimited. Ich habe alles Mögliche versucht, um vor Clint [Bowyer] zu bleiben. Das ist das Resultat des Formats.”

Außerdem entschuldigte er sich bei allen Beteiligten und fügte hinzu, dass das Team keinen Ersatzwagen in Daytona haben. Sie werden versuchen ein Wagen zu bekommen, um Donnerstag Nacht ihr Ticket im Budweiser Duel (Qualifikationsrennen) ziehen zu können.

Clint Bowyer war sichtlich verärgert und verurteilte die NASCAR für das “lächerliche Format”: “Es ist einfach nur idiotisch das Ganze hier zu machen. Es ergibt absolut keinen Sinn, solch eine süße Show oder was zum Teufel das hier sein soll, zu machen. Die Teams arbeiten über sechs Monate an diesen Wagen und dann kommt irgendein Typ daher und macht all die harte Arbeit kaputt.”

Die Wutrede im Live Fernsehen von Bowyer war allerdings noch nicht vorbei: “Allerdings ist es nicht Sorensons Schuld. Die Schuld liegt bei der NASCAR, die uns mit dem Mist hier alleine lässt. Es gab Zeiten, wo wir hier herkamen und uns Sorgen machten, wer auf der Pole des größten Rennen des Jahres stehen würde. Nun machen wir uns alle Sorgen, wie man verzweifelten Fahrern ausweichen soll, damit man überhaupt ins Daytona 500 kommt.”

Nicht nur der Michael Waltrip Racing Fahrer übte an der NASCAR öffentliche Kritik, sondern auch Daytona 500 Sieger (2009) Ryan Newman: “Es ist schwer bei solch einem Format hinter der NASCAR zu stehen. Jeder einzelne mit dem ich gesprochen habe, fragt sich, warum wir das hier überhaupt machen.”

So auch Kurt Busch, der ein Format vorschlägt, welches dem des Indy 500 Rennen ähnelt: “Wir müssen ein besseres Format finden. Es steckt so viel Arbeit und Zeit in den Wagen und am Ende spielen wir Roulette in der Qualifikation. Wir sollten einfach einzeln auf die Strecke, um dann einen vier Runden Durchschnitt zu ermitteln.”

Jeff Gordon in seinem finalen Daytona 500 Start auf der Pole

Weitere kostspielige Unfälle wurden im Verlaufe der Qualifikation verhindert, doch das Katz und Maus Spiel in der Boxengasse durften die Fans vor Ort und vor dem Fernseher weiter verfolgen, da jeder Fahrer am Ende eines Pulkes fahren wollte, da dies aufgrund des Windschattens die schnellste Zeit ermöglicht.

Deshalb warteten die finalen zwölf Piloten in der letzten Runde des Qualifyings insgesamt knapp vier Minuten ab. Nur knapp schafften es die Fahrer über Start/Ziellinie vor Ablauf des fünf Minuten Timers und hatten nun lediglich eine Runde, um ihre schnellste Zeit zu erzielen.

Jeff Gordon schien das meiste Glück zu haben und konnte sich mit einem Durchschnitt von 201,293 Meilen pro Stunde die Pole Position vor Teamkollege Jimmie Johnson sichern. Dies ist seine zweite Daytona 500 Pole. Die letzte stammt aus dem Jahr 1999 und konnte von dort aus sein zweites Great American Race gewinnen.

“Es fühlt sich großartig an, es ist einfach nur unglaublich. Das ist eine der erfreulichsten Pole die ich je gewinnen durfte. Nicht weil es mein finales Rennen in Daytona sein wird, sondern weil du das Schachspiel spielen musstest und dies spielte ich wirklich gut heute.”

Neben Jeff Gordon und Jimmie Johnson sind auch Aric Almirola, Ricky Stenhouse Jr., Carl Edwards und Jamie McMurray sich im Daytona 500 dabei, da sie die sechs schnellsten Zeit des Tages fuhren. Tony Stewart ist dank eines “Championship Provisionals” im Daytona 500 und Harvick, Newman, Hamlin, Keselowski, Logano und Kenseth finden ihren Weg dank der Owner Points ins Great American Race. Für die gerade genannten Piloten ist es egal, was in den Qualifikationsrennen passiert.

Die nächsten Startpositionen für das Daytona 500 werden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in den zwei Qualifikationsrennen namens “Budweiser Duels” ermittelt. Eine ausführliche Vorschau findet ihr im Laufe der Woche auf unserer Homepage.