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Daytona Erinnerungen #1: Zwei Keselowskis überraschen die NASCAR Nation

Teil Eins unserer kleinen Serie namens “Daytona Erinnerungen” handelt über Brad und Brian Keselowski, die 2011 die NASCAR Nation in Daytona gewaltig überraschten.

Daytona. Für Uhrensammler eine wertvolle Rolex-Uhr, für NASCAR Enthusiasten ein Ort mit Geschwindigkeit, Dramen und rührende Momente. Es scheint, als würde der Daytona International Speedway mit dem dazugehörigen “Great American Race”, dem prestigeträchtigen Daytona 500, solche Momente magisch anziehen. Einer dieser Momente fand im Vorfeld des Daytona 500 im Jahre 2011 statt, als sich zwei Brüder zusammen taten um das Unmögliche möglich zu machen.

Brad Keselowski, Sprint Cup Champion aus dem Jahr 2012, wurde nach einem 25. Platz im Gesamtergebnis in 2010 innerhalb von Team Penske befördert. Nachdem er ein Jahr lang die Startnummer #12 fuhr, sollte er 2011 erstmals das Steuer der berühmten #2 übernehmen. Der Wagen, in dem NASCAR Hall of Famer Rusty Wallace jahrelang saß und zuletzt Kurt Busch, der nun die #22 fuhr.

Während sich der damals 27 Jahre alte Brad Keselowski langsam aber sicher im Sprint Cup etablieren konnte, schaffte sein drei Jahre älterer Bruder Brian nicht den großen Durchbruch in der NASCAR. Er versuchte sich 2010 für vier Cup Rennen zu qualifizieren, doch jede einzelne Teilnahme am Rennen scheiterte. Immerhin gewann er drei Rennen in der ARCA Serie, eine weitere Oval Serie in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Neues Jahr, neues Glück: Brian schrieb sich für das Daytona 500 ein und musste wie jeder andere Fahrer auch den zähen Qualifikations-Prozess in Form der Quali eine Woche vor dem großen 500 Meilen und ein Budweiser Duel (damals noch Gatorade Duel) Rennen, in welchem er vom 24. Platz starten würde. Doch auch sein Bruder Brad im starken Penske Dodge startet im selben Rennen und wird nach einem Kontakt mit einem Konkurrenten ans Ende des Feldes gespült.

Das damalige Regelpaket erlaubte es den Fahrern, sich in Pärchen zu gruppieren, um so genannte “Tandems” zu bilden, die deutlich schneller waren als ein Pulk von V8 Boliden oder ein einzelner Wagen. Dies erlaubte den beiden Keselowski Brüdern zusammen zu arbeiten. Sie taten es beinahe perfekt…

Die beiden Dodge Fahrer fuhren gemeinsam teilweise um die Führung und konnten auch zum Ende hin ihre “track position” halten. In einem finalen drei Runden Sprint konnte sich Richard Childress Racing Fahrer Jeff Burton durchsetzen, während Brian Keselowski dank der Hilfe seines Bruders auf dem fünften Platz ins Ziel eintrudelte. Dies war sein Ticket ins Daytona 500. Das Ticket zu seinem Kindheitstraum. “Ich weinte vor Freude in meinem Wagen,” gab Brian Keselowski nach dem Rennen zu.

Auch Sieger Jeff Burton freute sich für den ultimativen Underdog: “Momente wie diese machen diesen Sport so großartig. In unserem Sport geht es um Leidenschaft, um Sehnsucht. In unserem Sport geht es darum bis vier Uhr Nachts aufzubleiben um am Wagen zu arbeiten und darum, Dreck unter den Fingernägeln von der harten Arbeit zu haben.”

Es war definitiv ein toller Moment in der Geschichte der Daytona Speedweeks und eine von vielen, emotionalen Momenten des Sports.

https://www.youtube.com/watch?v=vPY6jhZYYGs