Gastartikel: Ovalrennsport in Europa

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Um Oval-Racing zu sehen muss man nicht bis nach Amerika fliegen. Dies beweist André Wiegold auf seinem Blog „leadlap.de„, den er in einem Gastartikel vorstellt!

(Von André Wiegold) – „Leider gibt es keinen Ovalrennsport in Europa.“ Dies ist ein Satz, mit dem ich mich noch nie identifizieren konnte, denn schon früh lernte ich, dass es sehr wohl eine große Ovalrennsport-Szene in Europa gibt. Das erste Mal, dass ich mich daran erinnern kann ein Oval besuch zu haben, war im Jahr 1995. Auf dem 1km Oval in Baarlo wurden damals Autospeedway-Rennen ausgetragen. Mein Vater, der selbst noch die Zeiten erlebt hat, zu denen es Ovalkurse in Gelsenkirchen oder Recklinghausen gab, hat mich sehr früh in Kontakt mit dieser Motorsport-Szene gebracht. Gleichzeitig fing auch mein Interesse für die NASCAR und Indycar zu wachsen. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade einmal 5 Jahre alt und doch war es schon Tradition mit meinem Vater die Rennen zu besuchen und US-Motorsport im TV zu verfolgen.

Im Jahr 2001 begonnen meine regelmäßigen Besuche auf dem Raceway Venray. Sofort entdeckte ich auch die Leidenschaft die Ereignisse auf Fotos festzuhalten. Im Jahr 2005 begann ich für ovalrace.com Fotos von sämtlichen Rennen auf jeder beliebigen Strecke zu machen. Schnell hatte ich die Ovalkurse in Venray, Posterholt, Ter Apel, Emmen und Lelystad besucht.

Heute bin ich, André Wiegold, 24 Jahre alt  und reise monatlich aus Bochum zu den Rennen auf den Ovalkursen in den Niederlanden. Im August 2014 ermutigte mich dann Jens Schneider (racing14.de) einen eigenen Blog zu starten, da ich meine Erlebnisse und mein Wissen über diese Szene unbedingt mit anderen Menschen teilen wollte. So entstand das Projekt leadlap.de. Auf dieser Seite möchte ich Menschen die Autospeedway- und Ovalrennsport-Szene näher bringen. Es soll ein Mix aus objektiven Informationen, sowie subjektiven Wahrnehmungen von den Strecken sein und somit jeden Fan der Szene ansprechen. Natürlich hoffe ich auch, dass vielleicht der ein oder andere neue Zuschauer die Ovale besucht.

Die Autospeedway-Szene ist eine sehr eigene Szene. Aus Altwagen-Rennen sind viele ernstzunehmende Rennserien entstanden. Es gibt eine so große Vielzahl an Rennklassen, sodass nahezu jeder Interessierte einen Einstieg in den Motorsport wagen kann. Benötigt wird natürlich Zeit, technisches Know-How und ein wenig Geld. Der Autospeedway bietet von günstigen Einstiegs-Rennklassen bis hin zu Tourenwagen-Rennen viele Möglichkeiten. Egal ob man in einer Kontaktklasse oder in einem Formelklasse fahren will, es ist bereits alles vorhanden! Auch für Zuschauer ist diese Motorsport-Szene sehr attraktiv, denn die Strecken locken mit sehr günstigen Eintrittspreisen und vollen Programmen. Ein Renntag mit bis zu 25 Rennläufen kostet zwischen 10-25€ (je nach Strecke) Eintritt. Also ist ein einmaliges Preis-Leistungsverhältnis gegeben.

Mit leadlap.de möchte ich diesem Spartensport eine Plattform bieten, damit viele Menschen sich an diesem Sport erfreuen können. Ich sehe deshalb NASCAR-Fans als eine besondere Zielgruppe. Für den richtigen Sound ist auch gesorgt, denn die Late Models und die Stockcar F1 lassen ihre V8-Motoren brüllen. Diese Fans sollten sich diese Szene unbedingt einmal ansehen, damit ich den Satz, „Leider gibt es keinen Ovalrennsport in Europa“, in der Zukunft nicht mehr hören muss.

 

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