Verweichlicht doch bitte den Sport nicht

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In Rekordzeit erlebte die NASCAR einen Shitstorm nach dem anderen. Berechtigt? Meiner Meinung nach nicht wirklich. Warum Ryan Newmans Manöver vollkommen Okay war und wieso man nicht immer seine Meinung im Wochentakt ändern sollte. 

Motorsport. Seit Jahrzehnten  ist diese Sportart einer der faszinierendsten und komplexesten die es in der Welt des Sports überhaupt gibt. Und trotz der technischen Komplexität des Autos, den vielen, hunderten Begriffen die den Sport beschreiben und vor allem der große finanzielle Schatten der über jeden Fahrer und Team kreist, sind es nur zwei Dinge, die diesen Sport tatsächlich so atemberaubend machen. Es sind zwei der menschlichsten Dinge überhaupt: Ehrgeiz und vor allem Emotionen der Sportler, also der Fahrer.

Nun, zwei Wochen in Folge, springt die NASCAR Nation auf einem seltsamen Zug auf.

Als Ryan Newman mit Ach und Krach und viel Kontakt seinen Kontrahenten Kyle Larson am vergangenen Sonntag im „Quicken Loans 500“ auf dem Phoenix International Raceway in der letzten Kurve der letzten Runde aus dem Weg schob um sich doch noch für das letzte und alles entscheidende Rennen des diesjährigen Chase zu qualifizieren, liefen die Social Media und Internet Foren heiß. Unfair, eines Sportmannes nicht würdig oder gar gefährlich wurde dieses Manöver tituliert. Auf Twitter schrieb der NASCAR Journalist Jeff Gluck sogar, dass ein Fan ihn angeschrieben hat, dass er eine Petition für den Rausschmiss von Ryan Newman eingerichtet hat und das am besten alle Fans das Saisonfinale am Sonntag im sonnigen Florida boykottieren sollten.

Ähnliche Ereignisse – teils noch viel schlimmer – fanden in der vergangenen Woche statt, als Brad Keselowski einmal mehr in einer „Schlägerei“ nach einem Rennen verwickelt war, aufgrund eines kontroversen Manövers in einem Green-White-Checkered Finale gegen den viermaligen Cup Champion Jeff Gordon. Pubertäre Beleidigungen gegen den Team Penske Fahrer und NASCAR Sprint Cup Champion aus dem Jahre 2012 fand man an jeder Ecke des doch so traurigen Internets, ebenso lachhafte Argumentationen und Vergleiche, wie auch Petitionen die besagten, Brad Keselowski aus dem Chase zu verbannen. Und auch – fast vergas ich es – Schimpfwörter seitens Jeff Gordon unmittelbar nach dem Rennen gingen ja überhaupt nicht. Was sollen nur die armen, armen Kinder (die sich natürlich täglich auf dem Schulhof politisch-korrekt verhalten) vor dem Fernseher denken?

In all dem Trubel überhörte man wohlweislich die Erklärung sowie Entschuldigung von Ryan Newman nach dem Rennen: „Ich mag es auch nicht, solche Manöver auszupacken. Doch manchmal musst du etwas tun, worauf du im Nachhinein nicht unbedingt stolz drauf sein kannst. Ich hab das getan, was ich tun musste,“ mit dem Blick auf die Chance eines Sprint Cup Titels am Ende dieser Woche. „Wir mussten heute viel einstecken und wir haben auch ordentlich ausgeteilt. Das ist Teil des neuen Chase. Man, das ist Racing.“

Das ist NASCAR. Dies sind Stockcars, die förmlich nach Kaltverformungen schreien. Das sind Wagen, in denen die Fahrer noch am Lenkrad arbeiten müssen. Wir sind nicht in der Formel 1 – Obacht, ich bin ein großer Fan der F1 – wo du vor einem weltweiten Publikum sprichst und bei internationalen Sponsoren unter Vertrag stehst und dir somit natürlich kein Fehler erlauben darfst.

Stockcar-Racing war noch nie die feinste Art von Racing, in denen man sich zuckersüße Worte entgegenbringt. Machogehabe? Vielleicht. Doch eins ist klar: Racer – nicht zu verwechseln mit Fahrern – wie Kyle Larson es ist, verstehen solche Manöver vom Sonntag und akzeptieren die Geschehnisse, doch vergessen sie nicht. In der nächsten Saison wird er Newman vermutlich nochmal daran erinnern, doch dies hat Newman am Sonntag in Kauf genommen und wird es genauso verstehen, wie Larson es werden wird.

Doch warum muss man Fahrer verbal angreifen, wenn sie menschlich handeln? Wenn sie Emotionen zeigen. Wenn sie ehrgeizig ihren Traum verfolgen und einwilligen, alles, aber auch wirklich alles auf der Strecke dafür zu tun? Warum schreiben immer mehr „Fans“ den Fahrern vor, wie sie sich zu verhalten haben und wie nicht, wenn sie, die „Fans“, gleichzeitig gegen die politisch-korrekte Formel 1 hetzen? Heuchlerisch nennt man so etwas und Heuchler sind nicht unbedingt Fans.

Ryan Newman hatte gestern keine andere Wahl. Kyle Larson war die Tür zu seinem Kindheitstraum (!). Noch nie hatte er am Ende einer Saison reelle Chancen auf die Meisterschaft und sollte er es am Sonntag Abend tatsächlich überraschend vollbringen, dann wäre es zusätzlich die erste Meisterschaft für Richard Childress Racing, nach dem Titelgewinns des großen Dale Earnhardt. All dies verarbeitete Ryan Newman vermutlich innerhalb weniger Momente und entschied sich für das harte Manöver. Dadurch steht er im Chase und ein Jeff Gordon, der sich gegen Kontaktracing entschied, nicht. So einfach kann Motorsport sein.

NASCAR ist so ziemlich die letzte Rennserie, in der wir menschlich handelnde Racer beobachten dürfen. Oft, vor allen Dingen hierzulande, die NASCAR über den grünen Klee gelobt, da es hier noch hartes und „richtiges“ Racing gebe, im Gegensatz zu den allseits gern kritisierten Serien wie die DTM oder Formel 1. Doch im gleichen Atemzug werden gerne Tränchen verdrückt, wenn der eigene Fahrer, durch Aktionen wie Newman seine, das Rennen verliert oder in diesem Fall aus dem Chase fliegt. Jeder Fahrer hatte die gleiche Chance. Doch manche sind einfach hungriger als ein viermaliger NASCAR Champion der so ziemlich alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt.

NASCAR ist ehrlich. NASCAR ist weder dazu da, Kinder zu erziehen und NASCAR muss auch nicht jedermanns Sache sein. Wenn ihr mit Manövern wie wir sie in den letzten Wochen gesehen haben nicht leben könnt, dann schaltet in Zukunft Sonntagabends nicht mehr den Fernseher ein. Steht zu eurer Meinung, anstatt sich selber zu belügen. Doch Rennserien zu verurteilen, da sie politisch-korrekt ist und Kontakte auf der Strecke bestraft, gleichzeitig NASCAR für das harte Racing zu loben, um dann aber doch die Fahrer zu beleidigen, weil man mit Kontaktsport nicht einverstanden ist da der eigene Favorit aus dem Chase geflogen ist, ist vollkommener Blödsinn.

Jeff Gordon versprach am Ende des gestrigen Tages etwas: „Wartet ab bis nächstes Wochenende, wenn die Meisterschaft auf dem Spiel steht. Ihr werdet mehr sehen, als das, was heute passiert ist,“ so Gordon, nachdem er eine Wiederholung des Zwischenfalls in der letzten Runden zwischen Ryan Newman und Kyle Larson anschaute.

Doch diesmal solltet ihr vielleicht eure Augen und Ohren verdecken, wenn sich Racer wie Menschen aufregen und Emotionen auf der Strecke zeigen sowie (subjektive) Fehler machen.

 

5 KOMMENTARE

  1. Ich kann jetzt nur für mich sprechen. Eigentlich bin ich ein Nascar-Neuling, Rennen habe ich gelegentlich schonmal angeschaut, sonst bin ich mehr auf 2 Räder fixiert. Durch das neue Chase-Format komme ich mittlerweile gar nicht mehr drumherum auf ein Rennen zu verzichten, es macht mir großen Spaß zu sehen „wer es packen kann und wer rausfliegt“.
    Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass Leute ernsthaft nicht einschalten, nur weil „sein“ Fahrer schon eine Runde weiter ist. Man will doch trotzdem sehen, was der Fahrer macht.
    Mit der Renndauer kann ich die aber nachvollziehen. Meistens gucke ich erst den Sky Film fertig, dann Nascar. Da werden zuviel Runden einfach nur abgespult.
    Die Szene von Newman fand ich genial. Natürlich war es nicht ganz sauber, aber es musste halt so sein. Hätte er es nicht getan, dann hätte man ihn dafür ausgelacht. Die Konstanz sollte auch belohnt werden, wer dauerhaft vorne mitfährt hat es verdient um den Titel zu fahren.
    Schrecklich, dass man immer dort so auf die User eingeht. Die meisten haben wahrscheinlich genauso wenig Ahnung wie ich von Football, nämlich gar keine. Aber hauptsache man haut drauf, egal auf wen, egal auf was, alles muss kaputt sein!

  2. Salü, mir sind beim Lesen des Artikels ein paar Gedanken durch den Kopf geschossen die ich loswerden muss.

    1. Ich finde nicht das die Fans den Sport verweichlichen. Für weicheres Verhalten der Fahrer sorgen vor allem die auch genannten Sponsoren. Gelaber und Geblubber der Fans hat es immer gegeben, mit dem Unterschied das einem der Käse heute durch die Social-Media Kanäle direkt ins Gesicht sprudelt.

    Abgesehen davon sollte man nicht vergessen das die NASCAR in Nordamerika die Stellung einnimmt die die Formel 1 in Europa und Südamerika einnimmt, sie ist das was als erstes mit Autorennen aosziiert wird, von daher ist auch dort der Druck der Sponsoren hoch.

    2.:

    „Doch warum muss man Fahrer verbal angreifen, wenn sie menschlich handeln? Wenn sie Emotionen zeigen. Wenn sie ehrgeizig ihren Traum verfolgen und einwilligen, alles, aber auch wirklich alles auf der Strecke dafür zu tun? Warum schreiben immer mehr “Fans” den Fahrern vor, wie sie sich zu verhalten haben und wie nicht, wenn sie, die “Fans”, gleichzeitig gegen die politisch-korrekte Formel 1 hetzen? Heuchlerisch nennt man so etwas und Heuchler sind nicht unbedingt Fans.“

    Mit dem Absatz tue ich mich sehr schwer. Natürlich gab es Beschimpfungen, aber naja, es ist das Internet. Das darf man genauso ernst nehmen wie das Geblubber am örtlichen Stammtisch.
    Die Fans die sagen das sie ein bestimmtes Verhalten scheisse fanden schreiben nichts vor, sie äußern ihre Meinung. Außerdem muss man auch sagen das es, grundsätzlich erstmal eine Unterstellung ist das NASCAR Fans automatisch was gegen die F1 haben bzw. gegen diese hetzen ;).

    3.:

    „NASCAR ist so ziemlich die letzte Rennserie, in der wir menschlich handelnde Racer beobachten dürfen[…]“

    Man sollte nicht unterschlagen das im Moment zwei Fahrer in der F1 ohne Eingriff des Teams den Titel ausfahren und auch sonst in den letzten Jahren die Rennen der F1, im großen und ganzen, spannender waren als die 3 Stunden Ausdauer-Ich-spule-meine-Runden-ab-Rennen der NASCAR.

    4.: „NASCAR ist ehrlich.“

    Die Aussage hätte ich vor 2 Jahren noch mit Applaus unterstützt, es stimmt inzwischen aber definitiv nicht mehr. Mag sein das die Fahrer einfach nur fahren und fighten. Die NASCAR selbst hat aber, teilweise mit Version 1 des Chase, aber auch jetzt mit Chase 2.0 gezeigt das sie nicht an ihr eigenes Produkt glaubt.

    Die NASCAR probiert mit der NBA, NHL, MLB und vor allem der NFL zu konkurrieren, indem man mit dem neuen Chase den Fokus nochmal weiter auf die letzten Rennen der Saison rückt als es eh schon der Fall war. Gewinnt mein Lieblingsfahrer 2 Rennen zu Beginn der Saison, sind für mich schonmal die restlichen 24 uninteressant = Zuschauer die bei einem Haufen der Rennen weniger Zwang haben, einzuschalten. Abgesehen davon sinkt auch insgesamt der Wert dieser Veranstaltungen. Warum 26 mal 3+ Stunden vor die Glotze hocken wenn ich nachher in einem Rennen alles wichtige sehe?

    Wenn man denn in den letzten 2,5 Monaten keine Konkurrenz hätte, könnte man das alles noch nachvollziehen. Die oben genannten Ligen rauben der NASCAR aber nahezu alle Zuschauer. Warum ein NASCAR Rennen schauen in dem de facto die letzten 10% wichtig sind wenn ich ein Football Spiel sehen kann, in dem alle Spielzüge wichtig sind.

    Das zeigt sich an dem Verfall der Ratings, selbst wenn Phoenix und Homestead jetzt nochmal besser werden, rechtfertigen und bestätigen wird es diese Taktik nicht.

    Ich selbst sehe bei mir einfach wie schnell sich diese Saison für mich abgespielt hat: Am Anfang sehr interessiert die Rennen gesehen, bis mein Fav sich mit einem Sieg mehr oder weniger sicher qualifiziert hatte. Da war die Motivation die Rennen zu sehen, auf gut Deutsch, absolut im Arsch. Ich habs noch ein-zweimal versucht, aber es war furchtbar, furchtbar langweilig. NASCAR ist einfach keine Rennserie die mit durchweg spannenden Rennen punkten kann die von vorne bis hinten immer was zu bieten haben.

    Genau das ist es aber was ich brauche um Menschen an 36 Wochenendtagen, davon ein Großteil Mittags, also da wo man auch sehr gut andere Sachen machen kann, vor den TV zu locken. Die NASCAR brauch massiv kürzere Rennen auf größtenteils kleineren Strecken. Und ein sportlich ERNSTZUNEHMENDES System. Das ist das aktuelle System nicht. Das aktuelle System übertrifft die abstrusesten Regelungen der F1, DTM und aller anderen Rennserien um längen. In einem Sport in dem ich nicht ansatzweise die volle Kontrolle über mein Schicksal habe wird in einem Rennen, bei dem es auch noch passieren kann das mir die Strecke nicht liegt, entschieden wer Meister wird. Dreht sich also ein Fahrer vor drei der vier Chase Fahrer wird die Meisterschaft im wahrsten Sinne des Wortes durch einen einzigen Unfall entschieden. Da kann dann auch niemand mehr sagen das sich sowas ueber eine lange Saison ausgleicht.

    So ein System kann man in Sportarten wie Fußball anwenden. Dort sind alle Vorraussetzungen gleich. Feld immer gleich groß, Ball immer gleich, keine Variablen die das Spiel verändern, abgesehen von dem einen Gegner der mir gegenübersteht.

    Ich möchte mich für das Abschweifen entschuldigen, aber ich kann auch erklären warum ich so abschweife:

    GENAU DAS, was aktuell in den Medien, in Foren und auf FB abgeht, wollte die NASCAR. Sie wollte Aufmerksamkeit. Egal welcher Art, mit aller Macht. Es mag ihr gelungen sein, nur nicht da wo die $ verdient werden, beim NIELSEN-Rating. Deswegen sollte man den Fans keinen Vorwurf machen, man sollte bei der NASCAR anfangen die Brawls, mehr oder weniger fragwürdige Manöver und eine Lotterie um den Titel am Ende der Saison zu verantworten hat.

    Abgesehen davon möchte ich noch drauf hinweisen das sich im Text einige Rechtschreib- und Grammatikschwächen befinden. Grade bei solchen großen Artikeln bitte mal gegenlesen, auch wenn ihr Hobbymäßig unterwegs seid, wovor ich übrigens großen Respekt habe, hier wird einiges an Zeit reingehen.

    Über eine Antwort des Autors würde ich mich auch sehr freuen 😉

    Grüße

    • Vielen Dank schon mal für den sehr ausführlichen Kommentar. Sowas sieht man nicht oft. 😉

      „Außerdem muss man auch sagen das es, grundsätzlich erstmal eine Unterstellung ist das NASCAR Fans automatisch was gegen die F1 haben bzw. gegen diese hetzen.“

      Vielleicht kam dies im Artikel falsch rüber, doch verallgemeinert habe ich dies nicht. Natürlich hetzt nicht jeder gegen die Formel 1, der ein NASCAR Fan ist. Da ich aber diverse Sozialen Netzwerke verfolge, weiß ich, dass es genug Leute gibt die so denken. Von daher finde ich diese „Unterstellung“ durchaus gerechtfertigt. 😉

      „Man sollte nicht unterschlagen das im Moment zwei Fahrer in der F1 ohne Eingriff des Teams den Titel ausfahren und auch sonst in den letzten Jahren die Rennen der F1, im großen und ganzen, spannender waren als die 3 Stunden Ausdauer-Ich-spule-meine-Runden-ab-Rennen der NASCAR.“

      Alles in allem ist das Empfinden des Spannungsgrad eines Rennen natürlich total subjektiv. Ist die Formel 1 spannender? In deinen Augen ja, in meinen Augen nicht unbedingt. Auch, wie ich es schon im Artikel erwähnt habe, ein großer Fan der Rennserie bin.

      Gewinnt mein Lieblingsfahrer 2 Rennen zu Beginn der Saison, sind für mich schonmal die restlichen 24 uninteressant = Zuschauer die bei einem Haufen der Rennen weniger Zwang haben, einzuschalten. Abgesehen davon sinkt auch insgesamt der Wert dieser Veranstaltungen. Warum 26 mal 3+ Stunden vor die Glotze hocken wenn ich nachher in einem Rennen alles wichtige sehe?“

      Auch dies kann man meiner Meinung nach nicht verallgemeinern. Für mich gibt es zwei Typen von Fans. Zu einem Typ A, der vorrangig Fan der Rennserie generell ist. Dazu zähle ich mich zum Beispiel und ich käme nie auf die Idee, mir die weitere Saison nicht mehr anzugucken, nur weil Fahrer XYZ sicher im Chase dabei ist.

      Dann gibt es noch Typ B, zu den ich dich zähle. Du bist an erster Stelle Fan eines Fahrers und schaltest mitten in der Saison ab. Doch warum? Freust du dich nicht, dass „dein“ Fahrer in diesem Jahr so toll unterwegs ist? Selbst das wäre für mich persönlich schon ein Grund zum einschalten. Nicht böse gemeint, nur mal so eine Frage. 😉

      Meinem Empfinden nach gibt es mehr Fans von Typ A und daher sehe ich hierbei kein Problem für die NASCAR. Die konstanten TV-Ratings bestätigen diese Ansicht auch.

      „Es mag ihr gelungen sein, nur nicht da wo die $ verdient werden, beim NIELSEN-Rating.“

      Das Phoenix Rennen hatte das beste Rating seit 5 Jahren und eine 21%ige Steigerung gegenüber des letzten Jahres. Für mich ist dies ein voller Erfolg. Man darf nicht erwarten, dass die Quoten gleich im ersten Jahr in die Höhe schießen. Hierbei benötigt man Geduld; so etwas muss sich rumsprechen. Die Ratings sind ja auch nicht von einem Tag auf den anderen in den Keller gesunken, oder doch? 😉

      Alles in allem sprechen wir hier über Sachen, die oftmals eine Geschmacksfrage ist. Dennoch finde ich es super darüber zu diskutieren, was schließlich auch die Intention meines leicht provokanten Artikels war. 😉

      • Salü!

        „Dann gibt es noch Typ B, zu den ich dich zähle. Du bist an erster Stelle Fan eines Fahrers und schaltest mitten in der Saison ab. Doch warum? Freust du dich nicht, dass “dein” Fahrer in diesem Jahr so toll unterwegs ist? Selbst das wäre für mich persönlich schon ein Grund zum einschalten. Nicht böse gemeint, nur mal so eine Frage. ;)“

        Ich bin da ehrlich, das ist mir absolut Bohne^^. Ich will das er am Ende der Saison den größten Pott in der Hand hat, der Rest ist mir relativ egal, vor allem wenn die Rennen wie gesagt sooooo elendig lange sind.

        „Das Phoenix Rennen hatte das beste Rating seit 5 Jahren und eine 21%ige Steigerung gegenüber des letzten Jahres. Für mich ist dies ein voller Erfolg. Man darf nicht erwarten, dass die Quoten gleich im ersten Jahr in die Höhe schießen. Hierbei benötigt man Geduld; so etwas muss sich rumsprechen. Die Ratings sind ja auch nicht von einem Tag auf den anderen in den Keller gesunken, oder doch? ;)“

        Ja, das beste Rating seit fünf Jahren für eins von 36 Rennen 😉

        Die Quoten für die gesamte Saison sind aber eine Katastrophe: http://www.sportingnews.com/nascar/story/2014-09-01/nascar-sprint-cup-2014-tv-ratings-fox-espn-nbc

        7 Rennen die es schaffen ein 10 Jahres-Tief zu erreichen und noch eine große Anzahl an Rennen die stark einbüßt. Das warten etwas bringt, mag ich bezweifeln. Normalerweise ist es gerade beim Sport so das Änderungen Leute anziehen wie das Licht die Insekten. Das hat die NASCAR aber über die gesamte Saison nicht geschafft. Außerdem solltest du auch bedenken das es den Chase ja eben nicht erst seit gestern gibt 😉 Er wird nur immer mehr auf die Spitze getreben.

        Ich frag mich abgesehen davon ob es wirklich Leute gibt die hinter diesem System einen ernstzunehmenden sportlichen Wettbewerb sehen? Das ist doch eine Katastrophe in einer Rennserie den Sieger in einem Rennen ermitteln zu wollen^^. Vor allem wenn ich vorher in der Saison auch noch 35 Rennen verkaufen will.

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