Johnson gewinnt – Spannung im Chase spitzt sich zu

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Ein zu Beginn zähes Texas-Rennen entwickelte sich mit der einsetzenden Dunkelheit zum wörtlichen Schlagabtausch! Am Ende gewann Jimmie Johnson und treibt die Spannung im Chase ins unermessliche.

Matt Kenseth startete das 500-Meilen Rennen auf dem Kurs nahe Fort Worth und gab lange zeit den Ton an ehe Jimmi Johnson, Kevin Harvick und Jeff Gordon langsam in fahrt kamen und den

302720Matt Sullivan/Getty Images
302720Matt Sullivan/Getty Images

JGR-Piloten von der Spitze verdrängten. In den anschließenden zähen 250 Runden wechselten sich die drei Piloten immer wieder an der Spitze ab. Größere Zwischenfälle gab es außer sechs Debris-Caution nicht.

Als NASCAR im verlauf der Debris-Cautions den überraschend hohen Reifenverschleiß bemerkte, erlaubten Sie den Teams einen zwölften Satz Reifen zu benutzen. Da Goodyear jedoch nicht mehr genug Reifen für alle 43 Teams hatte, entbrannte förmliche ein Wettrennen der Crew-Mitglieder im Infield.

In Runde 305 traf es mit Joey Logano den ersten Noch-Chaser. Der Penkse-Pilot drehte sich in Turn 2 aufgrund eines Plattfußes hinten rechts, erlitt jedoch keinen Schaden. Den Vorfall machte sich allerdings Brad Keselowski zum Vorteil. Der Teamkollege fiel das ganze Rennen nicht auf und kämpfte mehr mit seinem Auto als mit seinen Gegnern. Doch genau dieser Call brachte die Entscheidung. Bei den anschließenden Restart konnte er sich trotz alter Reifen gegen die ranstürmenden Johnson/Gordon/Harvick verteidigen ehe Kasey Kahne und Marcos Ambrose Ausgangs Turn Vier sich ins Gehege kamen und so Caution Nr. Zehn auslösten.

Keine drei Runden nach dem anschließenden Restart war es erneut Kasey Kahne der eine Caution auslöste, als er mit Trevor Bayne auf Tuchfühlung ging. Bei den anschließenden Pitstops konnte sich Jeff Gordon zurück an der Spitze melden und vom Einzug ins Cup-Finale träumen. Allerdings löste Clint Bowyer erneut Gelb aus was zur ersten von zwei G-W-C-Versuchen führte.

Jeff Gordon entschied sich für die äußere Linie, während innen Johnson auf dem zweiten lang und Brad Keselowski in der zweiten Reihe startete. Gordon machte anschließend einen entscheidenden Fehler, welcher noch für viel Gesprächsstoff sorgen sollte. Gordon lies Eingangs Turn eins die Tür zum innen fahrenden Johnson zuweit offen, was Keselowski erkannte und sein Ford dazwischen setzen wollte. Gordon merkte dies noch und versuchte mit aller Macht den weißen Ford zublocken, dies ging jedoch nicht gut und beide berührten sich. Der Chevrolet erlitt dabei einen Plattfuß und drehte sich in Turn 3, was die zweite Verlängerung auslöste.

Auch der finale Restart sollte anschließend noch eine Rolle spielen. Johnson konnte sich vor Keselowski und Harvick behaupten, welche sich in der letzten Runde noch berührten und fast einen Unfall auslösten. Während Johnson unbemerkt sine „Victory Lap“ absolvierte, eskalierte das Duell Harvick, Gordon und Keselowski in der Pitlane.

Jeff Gordon parkte direkt neben dem weißen Ford und wollte den Penkse-Pilot zur Rede stellen, welcher jedoch von seinen Crew-Mitglieder geschützt wurde. Als Brad dem Konflikt aus dem Weg gehen wollte (ist aufgrund des Charlotte-Vorfalls noch unter Bewehrung) kam von hinten Kevin Harvick und schubste Keselowski Richtung Jeff Gordon. Dieser kleiner Schubser reichte aus umd eine Massenschlägerei zwischen den Fahrern und Crew-Mitglieder auszulösen.

Für das kommende Rennen in Phoenix ist in Sachen Chase noch alles völlig offen. Alle Fahrer liegen innerhalb von lediglich 19 Punkte. Bereits ein Ausfall oder ein Unfall zu Beginn des Rennen könnte das Aus für einen Top-Fahrer sein. Eine Vorschau findet ihr wie gewohnt im Lauf der Woche.