Vorschau – Hollywood Casino 400 in Kansas 2014

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Kansas bittet zum zweiten Tanz! Die Contender-Runde beginnt und es ist wieder alles auf null gestellt.

301648Nach zwei Short Tracks geht es für den NASCAR Sprint Cup wieder auf ein 1,5 Meilen Oval zurück, welches gleichzeitig der Start in die zweite Runde des diesjährigen Chase bildet. Zwölf Fahrer sind insgesamt verblieben und zumindest für den Hendrick Motorsports Fahrer Jeff Gordon kommt der Kansas Speedway gerade rechtzeitig; schließlich gewann er im Mai des Jahres das erste Nachtrennen auf dieser Strecke und hat durch den Sieg am vergangenen Wochenende auf dem Dover International Speedway jede Menge Rückenwind. Doch die Konkurrenz schläft natürlich nicht und von nun an zählt tatsächlich jeder einzelne Punkt: Alle zwölf Chase-Starter haben jedes Wochenende eine legitime Chance auf den Sieg.

Die 1,5 Meilen lange Strecke hatte früher in dieser Saison einige Überraschungen auf Lager. Zu einem ist natürlich Danica Patricks siebter Platz zu erwähnen, doch insbesondere das Racing hatte einige interessante Ansätze die sich an diesem Wochenende vielleicht verstärken könnten. Jede Menge Grip bietet die Strecke seit der Neukonfiguration im Jahr 2012 und im letzten Rennen durfte man zu der Halbzeit des 400 Meilen langen Rennens hin beobachten, wie die äußere Linie mit progressiven Banking mehr und mehr Speed gewann und eine echte Option für die Fahrer darstellte. Und das bei kühlen Bedingungen wohlgemerkt.

Nun ist es ein Tagrennen, welches die gewonnen Erkenntnisse der Teams ein wenig durcheinander wirbeln könnte, doch an für sich sollte die äußere Linie nun schon eher funktionieren als noch im Nachtrennen. Dies wiederum könnte zu einem abwechslungsreicheren Rennen führen, als man es von dem sonst eher langweiligeren Speedway gewohnt ist. Gleichzeitig spielt das Fahrern wie Kyle Larson, Kyle Busch, Kasey Kahne oder Dale Earnhardt Jr. in die Hände, da diese Fans der hohen Rennlinie sind.

Favoriten: Kann Gordon den zweiten Sieg in Folge holen?

Für Jeff Gordon war die Rennstrecke in Kansas City schon immer ein gutes Pflaster, schließlich gewann er schon im Jahr 2001 das erste Sprint Cup Rennen auf dem noch jungen Oval. Und auch sonst sprechen die Statistiken für den viermaligen Sprint Cup Champion für sich: Mit zwölf Top 10 Platzierungen in insgesamt 17 Rennen muss er sich nur hinter seinen Teamkollegen und Schützling Jimmie Johnson einreihen, der die beste Bilanz auf Kansas Speedway genießt. Überhaupt dürfte Hendrick Motorsports top aufgestellt sein und jeder der vier Fahrer – ja, auch Kasey Kahne (P3 im letzten Kansas Rennen) – könnte am Sonntag ab 20:15 Uhr um den Sieg fahren.

Doch das Dream Team von Team Penske rund um Brad Keselowski und Joey Logano werden was dagegen haben und möchten sich natürlich ebenfalls das erste Ticket in die nächste Runde mit einem Sieg sichern. Die Ford Fusions von den beiden liefen auf den 1,5 Meilen Strecken die gesamte Saison lang top und zur Zeit ist man in Bestform.

Bei Stewart Haas Racing ist man nach dem Rausfall von Kurt Busch aus dem Chase nur noch mit einem Wagen im Chase unterwegs, was für Kevin Harvick allerdings ein Segen sein könnte. Die volle Konzentration des Teams liegt nun auf ihm und die Vergabe des Equipments sollte schnell geklärt sein. Hält das Material, wird er um den Sieg mitfahren. Dieses Konstellation hat er das gesamte Jahr lang bewiesen.

Ansonsten darf man gespannt sein, wie sich insbesondere Joe Gibbs Racing schlagen wird. War das Toyota Team am Anfang des Jahres technisch noch unterlegen, hat man über das Jahr aufgeholt und den Anschluss an Chevrolet und den Fords von Team Penske gefunden. Gewinnen kann jeder einzelne aus dem Chase und mit Kyle Larson und Jamie McMurray hat man noch zwei Geheimfavoriten außerhalb des Chase-Feldes.