Monster Mile: Gordon gewinnt durch Probleme von Harvick

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Ein abermals dominanter Kevin Harvick verliert das Rennen durch Probleme am Wagen. Jeff Gordon stiehlt den Sieg. – Allmendinger, Almirola, Biffle und Kurt Busch aus dem Chase.

223 Führungsrunden in einem 400 Runden Rennen ist nicht automatisch ein Sieg. Dies hat Stewart Haas Racing Pilot Kevin Harvick in diesem Jahr nicht zum ersten Mal gemerkt und das Rennen am Sonntag auf dem Dover International Speedway war hier keine Ausnahme. In einer dominanten und souveränen Art und Weise konnte der Chase-Fahrer die erste Hälfte des Rennens von der Pole aus anführen und selbst seine stärksten Kontrahenten wie zum Beispiel Brad Keselowski oder Jeff Gordon sahen kein Mittel, um den voranpreschenden Harvick zu stoppen.

Harvicks Reifen allerdings schon. In Runde 250 löste sich der linke Vorderreifen des Chevrolet SS auf und ließ Kevin Harvick auf der Strecke alleine zurück, als dieser verzweifelt die Boxeneinfahrt suchte. Zwei Umrundungen später schickte die NASCAR dann doch noch das Pace Car auf die Strecke, was „Happy Harvick“ in der Führungsrunde blieben ließ.

„Wir haben einfach nur Pech, es ist schon verrückt,“ erklärt der 38-jährige nach dem dritten Chase Rennen in Dover. „Zuerst brach die Feder, was wir mit den anderen dreien noch kompensieren konnten. Drei Reifen dagegen funktionierten nicht so gut…“

Für die Konkurrenz dagegen kam der temporäre Ausfall von Harvick natürlich sehr entgegen und es entwickelte sich ein komplett neues Rennen um die Führung. Konnte zunächst Team Penske Fahrer Keselowski einige Runden anführen, übernahm Gordon das Zepter in den letzten 71 Runden und fuhr den Sieg sicher nach Hause, sehr zu Freuden von Team Owner Rick Hendrick, der einen neuen Spirit in Gordon in diesem Jahr entdeckt:

„Er muss irgendwo den Jungbrunnen gefunden haben,“ lächelte er in der Victory Lane in die Kamera. „Ich kann mich noch erinnern als er zehn bis zwölf Rennen in einer Saison gewonnen hat und nie springend den Wagen verlassen hat. Dieses Jahr jubelt er nie wie zuvor und genießt es einfach.“

In der Tat war es für Jeff Gordon ein wichtiger Sieg, der nun für das entscheidende Momentum für den verbleibenden Kampf um die Meisterschaft sorgen könnte.

„Siege sind nicht einfach in diesem Sport. Du kämpfst für den Moment, wie es jeder hier tut. Ich denke dieser Sieg sagt alles über den aktuellen Zustand meines Teams aus und das uns niemand abschreiben sollte. Ich denke, wir haben heute ein Statement gesetzt, dass wir ein Team für die Meisterschaft sind,“ so der zuversichtliche Jeff Gordon während der Pressekonferenz nach dem Rennen.

Auf den Plätzen zwei bis fünf folgten Brad Keselowski, Hendrick Motorsports Teamkollege Jimmie Johnson, Joey Logano und Matt Kenseth. Für Harvick dagegen blieb lediglich der 13. Platz übrig.

Während es für die einen um den Sieg ging, kämpften die anderen um den Verbleib im Chase. Schließlich war es das dritte Rennen und somit das letzte Rennen der „Challenger“-Runde, wo die schlechtesten vier ausscheiden. Während Greg Biffle, Aric Almirola und AJ Allmendinger im Rennverlauf keine wirkliche Chance auf den Einzug in die „Contender“-Runde hatten, wurde Hendrick Motorsports Pilot Kasey Kahne unfreiwillig mit Kurt Busch zum Hauptprotagonisten des Rennens.

Nach einem soliden ersten Viertel für den Atlanta Sieger, wurde Kahne zu einem erneuten Boxenstop aufgrund eines losen Reifens gezwungen, der ihn zwei Runden kostete.

„Früh im Rennen fuhren wir um den fünften Platz, verloren paar Positionen in der Box, fuhren zurück auf Platz sechs und wie fielen wieder zurück,“ sprach Kahne nach Rennende zu den Reportern. „Dann hatten wir noch einen losen Reifen. Ab dem Zeitpunkt habe ich einfach nur noch gehofft das die Cautions zum richtigen Zeitpunkt kommen, doch das Privileg bekamen wir nicht. Also mussten wir einfach fahren, fahren, fahren. Ich wurde nicht wirklich nervös, aber ich musste wirklich die ganze Zeit lang sehr hart racen.“

Nachdem er und Kurt Busch lange punktgleich blieben, konnte sich Kahne letzten Endes durchsetzen, da Busch zum Rennende hin noch einige Personen verlor. „Kenny [Francis, Crew Chief] hat einen tollen Job gemacht und auch meine Crew, die mir einen Top 5 fähigen Wagen gaben. Wir müssen einfach nur an unseren Boxenstopps arbeiten. Möchten wir weiter im Chase bleiben, dann muss eine Verbesserung schnell kommen,“ so das Fazit von Kahne.

Ein enttäuschter Kurt Busch war nicht überrascht von der Ausscheidung aus dem Chase: „Du kannst mit einem 18. Platz nicht erwarten in die nächste Runde zu kommen. Ich kreide es mir selber an, dass wir es nicht geschafft haben. Es ist alles mein Fehler das wir nicht weitergekommen sind.“

Für Kahne heißt es nun aber Vollgas zu geben, schließlich wird es nun noch schwieriger die Runden zu überleben. „Es ist an der Zeit einen Gang höher zu schalten. Es ist an der Zeit das wir unser bestes Equipment auf die Strecke bringen und unsere besten Leistungen abrufen. Ich weiß das meine Jungs es wollen und ich weiß das sie jede Woche ihr bestes tun. Ich werde hart arbeiten und wir werden bestens vorbereit nach Kansas reisen und hoffentlich bringen wir Ergebnisse nach Hause,“ erklärt der Hendrick Motorsports Pilot. Das erste Kansas Rennen in diesem Jahr beendete er auf dem dritten Rang, während sein Teamkollege Jeff Gordon es gewann.

Drei von zehn Rennen sind Geschichte und nun folgt die nächste Runde. Die Punkte sind zurückgesetzt, die Siege aus der ersten Runden bringen einem nichts mehr. Zurücklehnen ist nicht mehr erlaubt. Mit Kansas, Charlotte und abschließend Talladega sollte dem Zuschauer einiges geboten werden!

 

 

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