Logano entkommt dem Chaos in Loudon!

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Ein zuerst ruhiges Rennen entwickelte sich zu einer wahren Schlacht: Joey Logano besiegt Teamkollege und Co.und ist nun für die nächste Runde qualifiziert!

Es war wieder ein Traumwochenende für das wohl zurzeit heißeste Team in der Garage. Team Penske zeigte einmal mehr in eindrucksvoller Art und Weise, dass ihre Fahrer Brad Keselowski und Joey Logano ernst zunehmende Titelaspiranten sind und das Team rund um Motorsport-Enthusiast Roger Penske so gut wie noch nie ist.

Gewann der Sprint Cup Champion von 2012, Brad Keselowski, die letzten zwei Rennen in Folge inklusive dem ersten Chase Rennen dieser Saison, konnte sich am Sonntag der 24-jährige Logano gegen die starke Konkurrenz in den entscheidenden letzten 30 Runden eindrucksvoll durchsetzen. Ein hartes Stück Arbeit war es allerdings, in einem Rennen, welches in den letzten 100 Runden durch Unfälle und den damit verbundenen Cautions zerpflügt wurde.

32 Runden vor Schluss gab es einen von vielen Restarts und beide Penske Piloten kämpften um die Führung, bis sie miteinander kollidierten und Kevin Harvick erlaubten, als lachender Dritte vorbeizugehen. Doch wer zu letzt lacht, der lacht schließlich am besten. Matt Kenseth und Paul Menard verunfallten, was das Pace Car erneut herausschickte und den vorderen Piloten zu einem weiteren Versuch, den Leader zu überholen, einlud. Diesmal tauschten Harvick und Keselowski ein wenig Lack und Logano konnte aufgrund der frischeren Reifen beide Fahrer überholen und stürmte anschließend zum Sieg, trotz weiterer Cautions, inklusive einem Green-White-Checkered Finale.

Es war ein großer Sieg für den jungen Ford Fahrer. Nicht, weil er hier 2008 seinen ersten Sprint Cup Sieg feiern konnte und auch nicht nur, weil er nun in der nächsten Runden des diesjährigen Chase aufgrund des Sieges steht. Nein, es war viel mehr: „Loudon war mein erstes Sprint Cup Rennen welches ich gesehen habe, als ich fünf Jahre alt war. Dieser Sieg bedeutet sehr viel für mich…, doch wir wissen auch, was wir noch zu tun haben,“ so Logano in der Victory Lane.

Als noch 44 Runden auf der Uhr standen und das Pace Car das Feld einsammelte, entschied sich Logano entgegen vieler anderer Piloten für einen Boxenstopp, um sich frisch Goodyear Reifen abzuholen. Was einem zuerst als großer Vorteil erscheint, sah wenig später als ein Nachteil aus. Bis Platz 16 wurde der Penske Pilot zurückgespült und musste sich fortan durch das Feld kämpfen; die vielen Gelbphasen waren natürlich eine große Hilfe.

„Du musst einfach die Ruhe bewahren in solchen Situationen,“ erklärt Joey Logano, der schon mit 18 Jahren in den Sprint Cup kam. „Allerdings kannst du es dir gleichzeitig nicht leisten, in jeder Situation geduldig zu bleiben. Wir mussten darüber nachdenken, wie wir in die nächste Runde kommen können und unser Ziel im Auge zu behalten – der Sieg in Homestead. Wir kamen also in die Box und holten uns neue Reifen ab. Ich dachte mir ‚Okay, wir können nun nicht geduldig sein. Geduld wird uns in schwierige Situationen bringen.‘; als wir dann vorne waren, hat sich der Reifenpoker ausgezahlt.“

‚Schwierige Situationen‘, die erlebten dafür jede Menge anderer Chase Fahrer. Denny Hamlin (37.), ein wahrer Loudon-Spezialist, führte zu Beginn des Rennens einige Runden an, musste dann aber in der Box aufgrund eines Tank-Problems stehen bleiben, damit seine sagenhafte Crew das Problem aus der Welt schaffen konnte. Ein später Unfall relativierte dies allerdings. Nun steht er in Dover unter Druck, eine seiner schlechtesten Strecken. „Du kannst dir keine Fehler in diesen Drei-Rennen-Intervallen erlauben,“ meint Hamlin nach dem Rennen. „Wir haben nicht unbedingt Fehler gemacht, aber dennoch sind wir nun weit zurück…, es ist ziemlich frustrierend.“

Doch der Joe Gibbs Racing Pilot war nicht der einzige, auch seine Teamkollegen Matt Kenseth (21.) und Kyle Busch (8.) hatten ihre Probleme im Rennen. Während Kenseth in Runde 271 (von 300) mit Paul Menard kollidierte und in die Mauer einschlug, war Kyle Busch in einer Kettenreaktion involviert. In Runde 189 berührten sich McMurray und Kenseth im Ausgang von Kurve zwei. Kenseth stand quer und der unmittelbar dahinter fahrende Busch ging vom Gas, was Kasey Kahne (23.) nicht so schnell registrieren konnte. Er knallte in „Rowdys“ Heck und drehte diesen in Richtung Innenmauer, von der sich Kyle Busch allerdings noch fernhalten konnte. Kahne sowie Busch waren beschädigt, doch mit einem Kämpferherz arbeiteten sich Busch und Crew zurück und beendeten das Rennen auf Platz 8.

Nicht zu vergessen sind Jeff Gordon (26.), der auf Platz drei liegend einen Reifenschaden in Runde 293 erleben musste und Kurt Busch (36.), ebenfalls ein Reifenschaden. Aric Almirola (6.) und AJ Allmendinger (13.) dagegen wahrten ihre Chancen und beide könnten mit viel Glück tatsächlich in die nächste Runde des Chase einziehen. Das in Dover viel passieren kann, wissen wohl die meisten. Eine ausführliche Vorschau folgt im Laufe der Woche.

 

 

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