Gordon: Alle guten Dinge sind drei

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Jeff Gordon gewinnt seit 13 Jahren erstmals wieder in Michigan und feiert somit seinen dritten Saisonsieg!

In einem eher statischen Rennen auf dem schnellen Michigan International Speedway vor der Geburtsstätte Fords, konnte der Polesitter Jeff Gordon einen Start-Ziel Sieg feiern und gewann somit sein drittes Rennen in der laufenden Saison, als er den starken Joey Logano in einem Restart 17 Runden vor Schluss schlagen konnte.

Ein historischer Sieg für den Hendrick Motorsports Piloten und das nicht nur aus einer Sichtweise. Auf der einen Seite war dies sein erster Sieg auf dem zwei Meilen Oval seit 13 Jahren. Auch hat Gordon zum ersten Mal seit der Saison im Jahr 2011 wieder drei Saisonsiege, nachdem er früher im Jahr schon in Kansas und Indianapolis siegreich war.

„Man hat schon ein paar Vorteile mit 43,“ lachte Gordon mit Verweis auf sein Alter. „Meiner Meinung nach fahre ich klug und ruhig, aber wenn es zu den entscheidenden Restarts kommt, dann vertraue ich meinem Auto und fahre ein wenig aggressiver als ich es in der Vergangenheit getan hätte. Zweifellos läuft es für uns derzeit richtig gut und ich bin darüber geschockt wie jeder andere,“ lächelte Gordon in der Victory Lane nach seinem 91. Cup Sieg in seiner Karriere.

Für Joey Logano war diese Niederlage besonders bitter. Mit 86 Führungsrunden konnte der Ford Fahrer dem Rennen meistens seinen Stempel aufdrücken und auch in den unzähligen Restarts konnte er sich meistens durchsetzen; nur eben nicht bei dem entscheidenden, den Kurt Busch 20 Runden vor Schluss mit einem Mauerkontakt auf Platz drei liegend auslöste.

„Wir haben bei jedem Restart gekämpft,“ meint Logano nach dem 400 Meilen Rennen. „Ich habe jeden Trick versucht den ich kannte und jedes Spielchen mit den Gegnern gespielt, was man spielen kann. Er konnte sich neben mir setzen in der ersten Kurve und konnte dann gut vorbeiziehen. Ich wünschte, dass die letzte Caution nicht gewesen wäre,“ erklärt Logano enttäuscht.

Auch von Kevin Harvick wurde er noch geschnappt, der wie schon im ersten Michigan Rennen auf dem zweiten Platz ins Ziel ankam. Die Top 5 komplettierten hinter Logano der Richard Childress Racing Fahrer Paul Menard und Fanfavorit Dale Earnhardt Jr., der sich still und heimlich nach der schlechten Qualifying Performance nach vorne arbeitete.

Das relativ zähe Rennen wurde durch einige Unfälle immer mal wieder unterbrochen. Schon in Runde drei verlor Kyle Busch bei über 200 Meilen pro Stunde die Kontrolle über seinen Wagen im Ausgang von Kurve 4 und kuschelte mit der Safer Barrier ein wenig zu doll. Bei solch hohen Geschwindigkeit sind selbst leichte Kontakte verheerend und der Joe Gibbs Racing Fahrer pilotierte seinen Toyota Camry in die Garage. Er beendete das Rennen auf dem 39. Platz und setzt den aktuellen Trend von Pocono (P42) und dem Rundkurs in Watkins Glen (P40) fort.

Wenige Runden später erfolgte eine „competition caution“ in Runde 20, da es Nachts und am frühen Morgen in Brooklyn geregnet hatte. Der Restart der danach folgte sollte den größten Unfall des Rennens auslösen: Danica Patrick befand sich in Kurve 1 in der Mitte von zwei Wagen und bekam Übersteuern durch die typischen Luftverwirbelungen des Car of Tomorrow. Durch das anschließende korrigieren berührte sie ihren Teamkollegen Jeff Burton – der Tony Stewart ersetzte – und drehte sich mitten im Feld. Michael Annett, Matt Kenseth, Trevor Bayne, Justin Allgaier, Martin Truex Jr. und J.J. Yeley konnten nicht mehr rechtzeitig ausweichen und kollidierten miteinander.

Im weiteren Rennverlauf brach Jimmie Johnson seinen Schalthebel und erlitt Kyle Larson einen Reifenschaden, was besonders für den letzt genannten bittere Folgen hatte. Larson bog durch den kaputten rechten Vorderreifen in die Außenmauer und sein Chip Ganassi Racing Chevrolet SS fing Feuer. Sicher und souverän stieg der Rookie aus seinem Wagen und blieb unverletzt; ärgerte sich aber über die liegengelassenen Punkte für die Chase-Qualifikation. Auch Brian Vickers erlitt eine Punkte-Niederlage, als er sich in Runde 175 drehte und danach lediglich auf dem 19. Platz ins Ziel ankam.

 

 

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