Top 5: Die größten Momente von Watkins Glen

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Es ist wieder an der Zeit für einen „Top 5“ Artikel, wenn der NASCAR Sprint Cup gemeinsam mit der Nationwide Series an diesem Wochenende zum Watkins Glen International Raceway – in der Nähe von New York – reist. Ein Rundkurs der seit der Rückkehr des Sprint Cups im Jahr 1986 wie ein Magnet für Dramatik, Spannung und spektakuläre Action fungiert und somit ein „Muss“ für Motorsport Fans ist. Hier sind unsere persönlichen Top 5 Sprint Cup Momente vom Watkins Glen International Raceway!

P5: „Fannähe“ mal anders – 2007

Als Juan Pablo Montoya und Kevin Harvick 2007 in Turn 1 aneinander gerieten und eine kleine körperliche Auseinandersetzung hatten, musste die NASCAR das Rennen unterbrechen, da zu viele Flüssigkeiten auf der Strecke verteilt waren. So stoppten die V8 Boliden auf der Geraden zwischen Turn 9 und Turn 10; was dann geschah sollte „Fannähe“ neu definieren.

Ein Fan konnte sich auf irgendeine Art und Weise von der Naturtribüne schleichen und auf die Strecke gelangen. Sein Ziel: Die #17 von Matt Kenseth, der zu der Zeit noch für das Ford Team Roush Fenway Racing fuhr und bat den Rennfahrer um ein Autogramm! „Ich saß in meinem und dachte über all die Probleme nach, die wir mit unseren Bremsen und anderen Teilen im Rennen hatten,“ erinnert sich Matt Kenseth immer wieder gerne. „Auf einmal sah ich eine Person aus dem rechten Augenwinkel und wie er mir eine Kappe und Stift entgegenstreckte und mich fragte ob ich unterschreiben könnte.“

„Ich sagte ihm ‚Ich könnte nicht. Habe zu tun‘ und entschuldigte mich. Es tut mir Leid, schließlich bekam er wahrscheinlich jede Menge Ärger nach der Aktion.“

P4: „Hart, härter, Dale Earnhardt!“ – 1996

Das Dale Earnhardt Sr. ein harter Hund war, dass sollte jedem klar sein. Doch in der Winston Cup Saison von 1996 bewies er dies der NASCAR Nation in Watkins Glen ein für alle mal:

Zwei Wochen vor dem Rundkurs-Knaller in Watkins Glen fuhr der Winston Cup auf dem 2,66 Meilen langen Superspeedway in Talladega mit einem bitteren Ende für Dale Earnhardt: Der sieben malige Winston Cup Champion erlebte dort einer seiner schwersten Unfälle als mit seinem schwarzen Chevrolet Monte Carlo auf der Start Ziel gegen die Mauer krachte und sich überschlug. Das Resultat war ein gebrochenes Brustbein sowie ein ein Bruch im Schlüsselbein. Für viele Experten, Doktoren und Fans war dies das Ende der Saison für Dale Earnhardt, doch der dickköpfige Rennfahrer aus Kannapolis hatte andere Pläne und gewann nur zwei Wochen später die Pole Position in damaliger Rekordzeit.

Er ignorierte alle Schmerzen und lenkte und schaltete mit lediglich einer Hand. Ein Tag später war dann das Rennen und eigentlich sollte David Green ihn während dem Rennen ersetzen, doch der „One Tough Customer“ sagte zu seiner Crew, dass er es erstmal weiter versuchen würde, als er im Wagen während einem Boxenstopp sitzen blieb. Der Versuch dauerte 54 Runden lang und somit die volle Renndistanz. Er fuhr auf Platz 6.

P3: Wallace vs Rudd – 1988

Watkins Glen war schon immer ein Ort für enge Zieleinläufe und diese „Tradition“ begann 1988 als Rusty Wallace und Ricky Rudd alles gaben was sie hatten. Vier Runden vor Schluss gab es einen Restart, welchen Darrell Waltrip anführen konnte bis sein Chevrolet noch in der gleichen Runde seinen Geist aufgab und somit konnte die Show starten: Rudd übernahm die Führung und Rusty Wallace konnte schnell den Pontiac mit der Startnummer 26 einholen.

Der tolle Zweikampf endete dann in der letzten Runde, mit einem kleinen „Bump & Run“ vom damals hitzigen Rusty Wallace:

P2: Zwei Rivalen. Ein Zielsprint. – 2013

Hollywood hätte es nicht besser gekonnt: Hat Brad Keselowski ein Jahr zuvor in den finalen Runden noch seinen Erzrivalen Kyle Busch „abgeschossen“ (aus der Sicht von Kyle Busch), standen sich die beiden exakt ein Jahr später wieder auf dem Watkins Glen International Raceway gegenüber und fuhren den Sieg unter sich aus.

Die Spannung war groß und jeder erwartete eine unsaubere Aktion vom damaligen amtierenden Sprint Cup Champion Keselowski der Kyle Busch jagte, doch dies blieb aus. Nichtsdestotrotz war es ein tolles Finish und der Vorsprung vom „Rowdy“ betrug minimale 0,486 Sekunden. Wahnsinn!

P1: Man nehme Kyle Busch, Keselowski, Ambrose und ein bisschen Öl, dann… – 2012

…hat man ein Finish, worüber man noch ein Jahr nach dem anderen spricht! Joe Gibbs Racing Fahrer Kyle Busch konnte das Watkins Glen Rennen von 2012 drei Runden vor Schluss mit einem komfortablen Vorsprung anführen und es schien, als hätten der Australier Marcos Ambrose und Brad Keselowski keinen Hauch einer Chance auf den Rennsieg.

Doch dann kam ein gewisser Joe Nemechek der langsam um die Strecke rollte und partu nicht in die Boxengasse fuhren wollte – zum Glück!

Der Toyota Camry verlor jede Menge Öl und machte die Strecke zu einer einzigen Rutschpartie was dem Joe Gibbs Racing Fahrer Kyle Busch anscheinend nicht so gefiel und Zehntel für Zehntel an Brad Keselowski und Marcos Ambrose verlor. In Kurve 1 der letzten Runde kam es dann noch schlimmer, als „Rowdy“ sich ungewollt weit raus tragen lies und genau vor die Front von Keselowski wieder auf die Strecke kam. Er drehte sich in die Innenmauer, während Keselowski und Ambrose auf den Weg zum Finish begaben. Der Rest ist Geschichte und für mich persönlich eines der besten Zieleinläufe in der Geschichte der NASCAR:

 

 

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