Pocono Sweep für Dale Earnhardt Jr!

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In einem strategischen Rennen und dramatischen Finish konnte sich Dale Earnhardt Jr. durchsetzen und den Pocono Sweep perfekt machen!

Schon in unserer Vorschau zeigten wir einen zuversichtlichen Dale Earnhardt Jr. im Hinblick auf das zweite Pocono Rennen des Jahres. Diese Zuversicht hat sich für den Hendrick Motorsports Fahrer bewahrheitet, als er sich in einem engen Zieleinlauf gegen seinen Chevrolet Widersacher Kevin Harvick durchsetzen konnte, nachdem das Pace Car erst drei Runden vor Schluss reingeholt werden konnte.

Somit konnte der 39-jährige Rennfahrer den „Pocono Sweep“ (beide Pocono Rennen des Jahres gewinnen) perfekt machen, was er zuletzt in Talladega im Jahre 2002 schaffen konnte. Außerdem unterstreicht dieser Sieg noch einmal die bärenstarke Verfassung in der sich Junior derzeit zeigt, schließlich war es schon sein dritter Saisonsieg in der noch laufenden regulären Saison.

So stark sein Wagen auch war, Kevin Harvick hatte mehrere gute Runs in den finalen Runden, die das Rennen noch einmal spannend machten. Dies beobachtete natürlich auch der Sieger des 400 Meilen Rennens: „Ich habe am Ende nur noch versucht, die Jungs hinter mir zu halten. Sie waren schneller als ich und ich habe meinen Wagen einfach nur noch überfahren zum Schluss. Kevin [Harvick] war besonders in den Kurven eins und zwei schneller, während ich auf den Geraden schneller war,“ erklärte ein super-glücklicher Dale Earnhardt Jr. in der Victory Lane, nachdem er minutenlang mit den Fans auf der Start-Ziel Geraden gefeiert hat.

Dale Earnhardt Jr. profitierte von einer exzellenten Strategie seitens seines Crew Chiefs Steve Letarte – der am Ende des Jahres das Team in Richtung NBC (Fernsehen) verlassen wird -, als er seinen Schützling während einer längeren Caution in Runde 118 in die Box holte und ihm vier neue Reifen sowie Sprit mitgab, damit er nur noch einmal für ein „Splash ’n Go“ (kurz Tanken und wieder losfahren) in die Box musste. Seine Kontrahenten dagegen müssten dagegen auch noch Reifen wechseln, was eine längere Standzeit in der Box mit sich bringt.

Auslöser der Caution war ein riesiger Unfall auf der Gegengeraden, der einem Big One aus Daytona oder Talladega in nichts nachsteht. Denny Hamlin fand sich Ausgangs von Turn 1 in der Mitte von zwei Wagen wieder und verlor seinen Toyota Camry kurzzeitig, rettete diesen allerdings in einer spektakulären Art und Weise. Hinter ihm aber brach das pure Chaos aus: Sein Markenkollege Brian Vickers war so überrascht das er ausweichen wollte, kollidierte allerdings mit Hamlins Teamkollegen Matt Kenseth.

Gemeinsam knallten sie in die Mauer und der Rest lässt sich in die Schublade „Billard-Effekt“ sortieren. Keselowski, Annett, Stewart, Menard, Almirola, Allgaier, Edwards, Truex Jr. und Harvick wurden mitgerissen und beschädigten sich die Wagen. Während viele nicht mehr weiterfahren konnten, sollte einige Runden später Harvick um den Sieg mitfahren, der seine komplette linke Seite an der Innenmauer während einem Ausweichmanöver beschädigte.

Brian Vickers jedenfalls gab sich enttäuscht: „Ich bin mir nicht sicher ob jemand in mein Heck reingefahren ist. Wir drehten uns, was den Crash auslöste. Es ist schade wie das Rennen für uns zu Ende ging; jeder hat einen tollen Job gemacht und ich hatte einen richtig guten Wagen. Auf den Geraden war es schnell und in den Kurven hatte ich super Handling. Ich war mir sicher, dass wir ein tolles Ergebnis geholt hätten,“ so die Analyse von Vickers.

Nach fast 20 Minuten Unterbrechung konnte das Rennen dann wieder aufgenommen werden, den der führende Jeff Gordon souverän gewann, doch einige Runden später musste das Pace Car erneut auf die Strecke, als AJ Allmendinger sich in Runde 140 erneut in der Mauer wiederfand. Während den Rennen unter grün allerdings, fuhr Dale Earnhardt Jr. in Runde 131 erneut in die Box um den „Splash ’n Go“ durchzuführen was ihn natürlich weit hinter das Feld spülte.

Doch die Caution in Runde 140 spielte dem Team von Hendrick Motorsports perfekt in die Karten, da nun die anderen Fahrer unter gelb in die Box mussten und Jr. sich vorbeimogeln konnte.

Roush Fenway Racing Fahrer Greg Biffle blieb allerdings auf der Strecke und riskierte somit Trocken zu laufen, zu verlieren hatte der Ford Fahrer allerdings nichts. Er übernahm die Führung und musste sich nun gegen den zweitplatzierten und deutlich schnelleren Dale Earnhardt Jr. verteidigen was für zwei Runden prima funktionierte.

13 Runden vor Schluss allerdings war Schluss mit Lustig und der Hendrick Pilot übernahm die Führung: Die Tribünen von dem Pocono Raceway bebten! Schnell konnte sich der populärste NASCAR Pilot von den Jägern absetzen und der Sieg war eigentlich schon in trocknen Tüchern, bis Kurt Busch es in Runde 154 noch einmal spannend machte, als er die Mauer touchierte und die NASCAR vorsichtshalber das Pace Car rausschickte. Drei Runden vor Schluss nahm Dale Jr. das Rennen wieder auf und konnte sich gegen Harvick durchsetzen.

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Der finale Restart!

Diesmal gewann „Mr. Where did he come From“, Kevin Harvick, nicht in den finalen Runden: „Ich hätte einen unbeschädigten Wagen gebraucht um Junior einzuholen,“ so Harvick nach dem Rennen. „Pocono zählte noch nie zu meinen besten Strecken und ich habe jede Menge Fehler gemacht, besonders die Geschwindigskeitsüberschreitung in der Boxengasse hat uns wehgetan. Aber mein Team hat mir mit einem sehr schnellen Rennwagen aus der Patsche geholfen.“

Hinter Earnhardt Jr. und Harvick, fuhren auch Logano, Bowyer und Biffle in die Top 5. Für Gordon, der mit 63 Führungsrunden die meiste Zeit in der Führung war, blieb nur ein sechster Platz übrig, was den Brickyard 400 Sieger natürlich ärgerte: „Wir hatten den besten Wagen heute, aber du musst einfach in der richtigen Position zur richtigen Zeit sein und am Ende waren wir nicht dort, wo wir hätten sein müssen.“

Die Top 10 rundeten Jamie McMurray, Ryan Newman, Denny Hamlin und Kasey Kahne ab.

Während die drei Hendrick Motorsports Wagen von Junior, Gordon und Kahne immer wieder eine Rolle um den Sieg spielten, blieb Jimmie Johnson auch an diesem Wochenende wieder farblos. Schon in Runde neun touchierte der sechsmalige NASCAR Sprint Cup Champion die Mauer was einige Kurven später in einen Reifenschaden resultierte und den Chevrolet eine Runde zurückwarf. Das Team konnte sich zwar in die Top 5 zurückkämpfen, kollidierte allerdings in Runde 112 erneut mit der Mauer, als sein Wagen im gefährlichen „Tunnel Turn“ geradeaus fuhr. Ein Reifenschaden schloss Johnson schon am Team Radio aus. Das Resultat war der 39. Platz.

Auch erwähnenswert:

  • Justin Allgaier  von Turner Scott Motorsports beendete das Rennen auf einem starken 16. Platz. Dies ist gemeinsam mit dem Michigan Rennen das beste Saisonergebnis für Fahrer und Team.
  • Auch David Gilliland und sein Front Row Motorsports Teamkollege David Ragan haben mit den Plätzen 17 und 19 durchaus was zu feiern. Für beide war es das beste Saisonergebnis.
  • Ryan Truex von BK Racing konnte sogar sein bestes Ergebnis seiner jungen NASCAR Sprint Cup Karriere in Pocono erzielen: Als 20. überquerte er am Sonntag die Ziellinie.

Außerdem:

Nächstes Wochenende dürfen wir uns alle auf einen Leckerbissen freuen! Der NASCAR Sprint Cup wird wieder Rechtskurven fahren, wenn am Sonntag das Rennen auf dem Watkins Glen International Raceway gestartet wird. Eine ausführliche Vorschau findet ihr natürlich wie gewohnt im Laufe der Woche.

Bilder: © Getty Images via NASCAR Media

 

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