Vorschau – Coke Zero 400 in Daytona 2014

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Daytona steht vor der Tür und die Zeit für die Underdogs ist wieder gekommen. Außerdem in der Vorschau: Warum Dale Jr. sich an diesem Wochenende beweisen will!

08-coke-zero-400-cWie schnell die Zeit doch vergeht. Nicht lang ist es her, als die Speedweeks vor der Tür standen und die Vorfreude auf das „Great American Race“, dem größten und prestigeträchtigsten Rennen der NASCAR Saison, riesig war. Getrübt durch Regen, konnte das 500 Meilen Rennen nach einer längeren Unterbrechung dann doch noch bis in die tiefe Nacht hinein ausgefahren werden und die Fans wurden belohnt: Spannendes und enges Racing mit einem Sieger, der wohl die meisten Herzen der NASCAR Fans erfreut hat: Dale Earnhardt Junior! 17 Rennen später stehen die NASCAR Sprint Cup Piloten wieder vor einem Daytona Rennen, welches am amerikanischen Unabhängigskeitstag stattfindet und somit ebenfalls jede Menge Prestige mit sich bringt. Traditionell schmeißt sich jedes Team in die Waagschale und bastelt ein typisch, amerikanisches, patriotisches Design für die V8 Monster. Wie viele Wagen davon am Ende auch noch heile und hübsch sind, ist eine andere Frage.

Schließlich geht es auf dem 2.5 Meilen langen Superspeedway,welcher ausschließlich mit „restrictor plates“ befahren werden darf, nur darum, wer den großen Unfällen (die „big ones“) im Verlaufe des Abends entkommen kann. Das ist der Reiz des modernen Superspeedway-Racing und ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Sowohl bei Fans, wie auch bei Fahrern. „Crapshoot“ nennen die meisten Fahrer die Rennen in Daytona und Talladega; also eine reine Glückssache die nicht unbedingt viel mit Können zutun hat.

Dadurch das die Fahrer in einem großen Pulk dicht beieinander fahren, ist die Unfallgefahr in den letzten Jahren wieder gestiegen, nachdem sich das Feld in 2011 durch die schnellen Tandems ein wenig auseinander gezogen hat. Da die NASCAR dies aber nicht für spannend genug hielt, passte man die Regeln von Rennen zu Rennen an und spätestens seit der Einführung des Gen6 im Jahr 2013 haben die Fans und die Offiziellen wieder das Packracing zurück. Gut für die schwächeren Teams: Dadurch das der Windschatten so enorm groß ist und die „restrictor plates“, die die Leistung der Motoren eingrenzen hat so gut wie jeder Fahrer in der Nacht von Samstag auf Sonntag (Live auf MotorvisionTV; ab 00:30 Uhr Sonntag Früh) eine reelle Chance auf den Sieg! Fahrer wie Danica Patrick, David Ragan, Michael Annett, Josh Wise und viele mehr könnten nach dem 400 Meilen Rennen also höchstwahrscheinlich im Chase stehen, nachdem die NASCAR die Regeln für den Chase revolutioniert hat. Und genau dies macht die Superspeedway-Rennen ab diesem Jahr noch spannender, noch nervenaufreibender und noch spektakulärer.

News: Zusätzliche Safer Barriers für die Strecke!

Die Statistiken sprechen allerdings gegen einen Sieg eines Underdogs. Der letzte wirkliche überraschende Sieg bzw. Siege stammen aus dem Tandem-Jahr 2011, als Trevor Bayne das Daytona 500 gewinnen konnte und David Ragan, damals noch im Roush Fenway Racing Ford, das Coke Zero 400. Ansonsten war die Victory Lane lediglich für Fahrer wie Kenseth, Stewart oder Johnson reserviert – alles Fahrer die mindestens eine Meisterschaft und unzählige Daytona Siege auf dem Buckel haben.

Im Fokus steht an diesem Wochenende natürlich der diesjährige Daytona 500 Sieger Dale Earnhardt Jr. der schon immer eine hervorragende Leistung auf dem riesigen Oval in Florida abliefern konnte. Doch anders als im Februar, ist Dale Earnhardt Jr. den Fans an diesem Wochenende etwas schuldig, wie er im Vorfeld des Rennens meint. Grund war die sehr zurückhaltende Strategie im Talladega Rennen im Mai, als sich der Hendrick Motorsports Fahrer in den letzten ~50 Runden hinter dem Feld alleine aufgehalten hat, um die Unfälle zu umfahren. Der Unfall kam, doch zu spät aus der Sicht des zweimaligen Daytona 500 Siegers. Der „restrictor plate“-Spezialist hatte keine Zeit mehr Wagen zu überholen und kam lediglich auf Platz 26 ins Ziel, als das Rennen unter gelb endete.

„Das Rennen ist im Kalender umkreist, wegen dem Chaos in Talladega und wie ich mich entschieden habe, das Rennen dort zu fahren. Ich habe in Daytona etwas zu beweisen und ich werde einfach fahren und sehen, was passieren wird,“ so Junior über das 400 Meilen Event in dieser Woche. „Es ist nicht einfach diese Rennen zu gewinnen mit dem aktuellen Regelpaket. Man muss in Führung sein, wenn man nicht mehr in die Box muss. Man braucht die Führung spät im Rennen, anstatt im Verkehr festzuhängen,“ analysiert Dale Jr. die aktuellen Superspeedway-Rennen und seinen Erfahrungen aus Talladega.

Möchte man unbedingt über „Favoriten“ sprechen, dann kommt man an dem populärsten NASCAR Fahrer Dale Earnhardt Jr. nicht vorbei. Allerdings gibt es einen Mann, der in diesem Jahr noch eine viel bessere Superspeedway-Saison bisher hatte: Denny Hamlin von Joe Gibbs Racing! Während den Speedweeks konnte er das Sprint Unlimited und sein Qualifikations-Rennen gewinnen, wurder zweiter im „Great American Race“ und drei Monate später gewann der Toyota Pilot auch das Renenn in Talladega. Das „restrictor plate“-Programm von Joe Gibbs Racing ist seit zwei Jahren eines der besten in diesem Sport und mich würde es nicht überraschen wenn man ihn und seine beiden Teamkollegen, Kyle Busch und Matt Kenseth, an diesem Wochenende öfters in Führung sieht.

Doch in Daytona ist alles möglich. Ein Fehler eines Fahrers und man hat ein komplett neues Rennen um die Führung. Superspeedways sind Fluch und Segen zugleich…

daytona2014

 

Das Wetter für dieses Wochenende ist einmal mehr das typische Sommer-Florida Wetter: Es wird warm und schwül sein, was die Gefahr auf Gewitter und Stürme natürlich erhöht und auch der Fall in dieser Woche sein können. Der aktuelle Hurricane namens Arthur wird allerdings nicht in der Nähe des Daytona International Speedway sein, dass ist die gute Nachricht. Man muss die nächsten Tage abwarten, aber selbst kurz vor Rennbeginn kann sich das Wetter schlagartig in Daytona ändern.

 

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