Kenseth: Konstant, doch wo bleiben die Siege?

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Platz vier in der Gesamtwertung und dennoch in der Krise: Die Konstanz ist vorhanden, doch wo bleiben die Siege bei Joe Gibbs Racing Pilot Matt Kenseth?

Würde man die Zeit an diesem Tag ein ganzes Jahr zurückdrehen, dann würden die Fans, Medien und Fahrer nur von einem Mann in der NASCAR sprechen: Matt Kenseth. Mit drei Siegen in den ersten 16 Rennen etablierte sich der Joe Gibbs Racing Neuzugang Kenseth überraschend schnell im neuen Team, nachdem er seine gesamte Cup Karriere bei Ford Team Roush Fenway Racing verbrachte. Und das Gefühl der Dominanz sollte sich im Verlauf der Saison nicht mehr ändern. Vier weitere Siege folgten und nur drei schwache Rennen im Chase brachten den so erfolgreichen Fahrer im vergangenen Jahr um die Meisterschaft – Johnson dagegen war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und gewann seinen sechsten Titel.

Kehrt man ins Hier und Jetzt zurück, dann ist folgende These auf jeden Fall angebracht, dass Kenseth sich womöglich sehnsüchtig zurück in das Jahr 2013 beamen möchte. Die diesjährige Saison verlief bis dato nicht ansatzweise so hervorragend wie es in der vergangenen Saison der Fall war. Anstatt drei Siegen in den ersten 16 Rennen findet man „lediglich“ fünf Top 5 Erfolge und ganze drei Rennen in denen er außerhalb der Top 20 ins Ziel kam.

Somit ist es nicht verwunderlich das andere Personen im Fokus der Medien stehen. Namen wie Earnhardt Jr., Jeff Gordon, Jimmie Johnson oder auch Kevin Harvick von Stewart Haas Racing. Sie sind es, die die laufende Saison nach Strich und Faden dominieren und das Spotlight von Joe Gibbs Racing bzw. Matt Kenseth auf sich selbst lenken.

Video: Kollision zwischen Dale Earnhardt Jr. und Kenseth in Sonoma

Nichtsdestotrotz steht Kenseth derzeit auf dem vierten Platz in der Gesamtwertung, was er seiner programmierten Konstanz verdanken kann, schließlich gewann der mittlerweile 42-jährige in seinem Meisterjahr 2003 die Meisterschaft mit nur einem Sieg im dritten Saisonrennen. Doch seine Konstanz kann ihn in diesem Jahr womöglich endgültig nicht mehr retten, sollte der Toyota Fahrer kein Rennen mehr gewinnen. Aufgrund des neuen Chase Formats könnte dies das Aus nach der regulären Saison bedeuten, sollte es exakt 16 verschiedene Sieger oder mehr geben, wenn die letzte Runde des 400 Meilen Rennen in Richmond Geschichte ist.

„Wir als ganze Organisation wissen, dass wir uns schnellstens verbessern müssen,“ so Kenseth während einer Telefonkonferenz in dieser Woche. „Wir alle sind in dieser Saison nicht so schnell unterwegs wie letztes Jahr und so können wir natürlich auch nicht Woche für Woche vorne mitfahren,“ bestätigt Kenseth die Bedenken und verweist auch auf seine beiden Teamkollegen Kyle Busch, sowie Denny Hamlin. Beide haben allerdings schon ein Sieg in der Tasche.

Doch wie kann das passieren, dass ein Team seine Dominanz über die Winterpause verliert? Schnell kann man die Schuld auf die immer wieder veränderten Regeln schieben, doch in einer 16 Rennen alten Saison kann dies nicht mehr als Ausrede gelten. Viel mehr liegt es an der Konkurrenz, die augenscheinlich ihre Hausaufgaben in der kurzen Pause am besten gemacht haben. So sah es auch Brad Keselowski vor zwei Wochen, als er erklärte, dass die Hendrick Motoren „eine Saison Vorsprung vor allen anderen Motorenlieferanten“ hat. Davon profitieren natürlich auch die Kundenteams wie Stewart Haas Racing und Chip Ganassi Racing.

Ein Grund zur Sorge? Nicht für Kenseth:

„JGR [Joe Gibbs Racing] hat immer einen guten Plan, welche Dinge man als nächstes in Angriff nehmen muss und wie man sich verbessern kann. Letztes Jahr waren wir gleich zu Saisonbeginn super schnell unterwegs und diese Saison müssen wir das gewisse Etwas noch suchen; das ist nichts ungewöhnliches in unserem Sport,“ erklärt Kenseth. „Wir arbeiten so gut, wie wir es können und das tun wir seit Rennen 1.“

Eine verkorkste Saison ist es natürlich längst nicht. In Charlotte und Dover hatte Kenseth gute Chancen auf einen Sieg, doch das letzte Quäntchen Glück sollte dem schlitzohrigen Kenseth verwehrt bleiben. Kentucky dagegen könnte diese Woche Abhilfe schaffen: Letztes Jahr fand er den Weg in die Victory Lane, was für ein gutes und motivierendes Gefühl an diesem Wochenende im #20 Lager sorgen dürfte.

„Wir werden sehen was passieren wird,“ so Kenseth im Hinblick auf das 400 Meilen Event auf dem Kentucky Speedway. „Kentucky war letztes Jahr ein guter Ort für uns und natürlich hofft man, dass man dies wiederholen kann. Wir hoffen alle das wir den Speed wiederfinden und ein Faktor im Rennen sein werden.

Das Quaker State 400, so der offizielle Name des Rennens welches in der Nacht von Samstag auf Sonntag stattfindet, wird nicht von MotorvisionTV Live übertragen. Wer die Nacht trotzdem durchmacht, der kann sich mit unserer Vorschau (=> „Vorschau – Quaker State 400 in Kentucky 2014„) bestens auf das Rennen vorbereiten.

 

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