Vorschau – Toyota / SaveMart 350 in Sonoma 2014

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Die NASCAR lädt zum ersten Rundkurs-Wochenende der Saison ein und man darf sich auf ein spannendes und spektakuläres Rennen freuen! Underdogs mit Siegchancen?

toyota_savemart350_13Die auf Ovalen beheimatete NASCAR macht in dieser Woche zum ersten Mal in diesem Jahr Halt auf den hiesigen Rundkursen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Während die Nationwide Series in Road America gastiert, werden die großen Jungs und Mädels der NASCAR Sprint Cup Series auf dem 3,2 Kilometer langen Kurs des Sonoma Raceways im sonnigen Kalifornien einen Besuch abstatten. Die Konstellation ist in diesem Jahr so spannend wie noch nie: Durch das neue Chase Reglement wittern die Underdogs und Road Course Spezialisten wie AJ Allmendinger oder Marcos Ambrose ihre Chance, um das Unmögliche möglich zu machen.

Der Kurs an sich ist die technisch anspruchsvollste Strecke des ganzen Jahr: Die Strecke bietet insgesamt zwölf Kurven in denen viele S-Kurven und Steigungen versteckt sind. Durch den Rasen, der wie immer in dieser Jahreszeit eher wie Sand ausschaut, sollten Fehler in den 900 PS starken V8 Boliden vermieden werden, wenn man um den Sieg mitfahren möchte. Denn auch auf dieser Strecke gilt „track position is king“, schließlich sind die Überholchancen in dem 110 Runden langen Rennen Mangelware. AJ Allmendinger beschrieb die Strecke im Vorfeld sehr gut:

„Sonoma ist eng, rutschig und es passiert hier schnell einen Fehler zu machen. Meiner Meinung nach dreht sich alles um die Reifen, denn wenn du in der Bremszone deine Reifen blockierst, killst du deine Reifen und der Stint wird jede Runde schwieriger,“ so Allmendinger. „Auch in den Kurvenausgängen wird es ‚tricky‘ werden, denn unsere Wagen haben so viel Power, das es schwierig ist, diese auf die Straße zu bekommen. Somit ist es wichtig, dass du auf der Hinterachse genügend Grip bekommst, ansonsten killst du auch hier wieder deine Reifen. Wer seine Reifen am besten behandelt, der wird Siegchancen haben.“

Aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrad, haben sich fünf Piloten in dieser Woche entschieden Nachhilfe zu nehmen. So werden die Cup Rookies Larson, Annett, Dillon, Allgaier und Roush Fenway Racing Fahrer Ricky Stenhouse Jr. – der in seiner zweiten Saison ist – am K&N West Series Rennen am Samstag teilnehmen. Die K&N West Series ist eine der vielen NASCAR-Nachwuchsserien in den Staaten. Larson und Dillon, die Topfavoriten auf den „Rookie of the Year“-Award haben noch nie einen Rundkurs im Wettbewerb gefahren. Somit ist eine gute Vorbereitung ein Muss:

„Du versuchst so viele Informationen über diese Strecke aufzusagen wie nur möglich ist,“ meint der Richard Childress Pilot Dillon im Hinblick auf das Wochenende. „Wir haben zum Glück Max Papis bei uns, der hier schon öfters unterwegs war, und können uns an seine gesammelten Daten und Erfahrungen orientieren. Doch ich werde viel Zeit auf der Strecke verbringen müssen, um das Gefühl für die Strecke zu bekommen.“

So sieht es auch Michael Annett, der in dieser Saison für Tommy Baldwin Racing unterwegs ist:

„Ich bin zum ersten Mal in Sonoma, also weiß ich nicht wirklich was mich erwarten wird; aber ich habe mich schon umgehört. Ich werde zusammen mit meinem Team Onboard-Aufnahmen analysieren, bevor ich selber auf die Strecke darf und meine eigenen Erfahrungen sammeln kann. Das K&N West Series Rennen fahren zu können, wird mich ebenfalls ein Stück weiterbringen und mir Sicherheit geben.“

Während also ein großer Teil des Starterfeldes sich mit der Strecke vertraut machen müssen, denken die anderen an den Sieg des 350 Kilometer Klassikers am Sonntag.

Neben den Lokalmatadoren und talentierten Rundkurs-Fahrern [highlight]Jeff Gordon[/highlight] und[highlight] Jimmie Johnson [/highlight]von Hendrick Motorsports, rechnet sich auch Rundkurs-Spezialist AJ Allmendinger Chancen aus, der mit seinem JTG Daugherty Racing Team vor wenigen Wochen in Sonoma getestet und ein gutes Gefühl hat. „Wir haben zwei Tage in Sonoma verbracht und wir hatten einen tollen Speed in unserem Chevrolet,“ so Allmendinger. Zwar wäre ein Sieg am Sonntag überraschend, doch ein Geheimfavorit ist er auf alle Fälle.

Das gleiche gilt für den Australier und Ex-V8 Supercars Sieger [highlight]Marcos Ambrose[/highlight], der trotz seiner langjährigen Rundkurs-Erfahrung noch nie ein Rennen auf der kalifornischen Strecke gewinnen konnte. Dennoch sollte man den Ford Fahrer für Richard Petty Motorsports im Auge behalten, schließlich hält er den Rundenrekord und bot Jahr für Jahr eine tolle Performance.  Nicht vergessen darf man [highlight]Clint Bowyer[/highlight], der ein Händchen für Sonoma hat und natürlich auch Tony Stewart, der insgesamt zwei mal auf der Strecke in der Vergangenheit siegen konnte.

Alles in allem erwartet uns natürlich ein spannendes Wochenende, welches MotorvisionTV warum auch immer nicht Live übertragen wird – schade. Somit muss man also auf das Internet ausweichen, was ein absolutes Muss an diesem Wochenende ist!

Sonoma2014

 

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