Vorschau – FedEx 400 in Dover 2014

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Die Monster Mile ruft: Sollte die Konkurrenz Angst vor einem wiederholten Erfolg seitens Jimmie Johnson haben?

FedEx400Autism_logo_OPTIONS_v4Nachdem Charlotte der Gastgeber der vergangenen zwei Wochen war, steht an diesem Wochenende für alle drei NASCAR Serien Dover auf dem Plan, bzw. steht die NASCAR auf dem Speiseplan von „The Miles„, dem Maskottchen der Strecke, welches vor der Strecke mit einer unglaublichen Größe thront.

Nicht zu Unrecht trägt die Strecke irgendwo im Nirgendwo von Dover, Delaware, schließlich gab es in der Vergangenheit viele und vor allen Dinge große Unfälle, die häufig den gesamten Rennverlauf auf den Kopf stellten. Schuld ist die unglaublich trickreiche Strecke, die absolut einzigartig auf dieser Welt ist. Mit einer Streckenlänge von nur einer Meile kann man den Dover International Raceway laut Reglement noch zu den Short Tracks zählen, wobei die Geschwindigkeit ähnlich wie in Bristol, extrem hoch sind für die eigentlichen Short Tracks. Die hohen Geschwindigkeiten von bis zu 170 Meilen pro Stunde (Topspeed wohlgemerkt) sind das Resultat des 24° steilen Bankings in den vier breiten Kurven.

Kombiniert man diese Daten noch mit einem Betonbelag und einem schnellen Banking-Übergang in den Kurvenausgängen, von 24° auf 9°, dann hat man alle Zutaten für die Monster Mile, die schon seit 1969 mindestens einmal im Kalender des NASCAR Sprint Cups vorhanden ist.

Die Angst vor einem Fehler anderer und somit einem oftmals entstehenden Chaos fährt immer mit, doch es gibt einen Fahrer, der die Strecke anscheinend gezähmt hat und vor dem man mindestens genau so viel Respekt haben sollte, wie vor der anspruchsvollen Strecke mit wenig Grip. Umso schlechter für die Konkurrenz ist es, wenn dieser jemand dann auch noch zusätzliches Momentum gemeinsam mit seinem Team genießen kann, da man eine Woche zuvor das längste Saisonrennen gewann.

Die Rede ist natürlich von Hendrick Motorsports Fahrer [highlight]Jimmie Johnson[/highlight], der auf dem Dover International Speedway eine Klasse für sich ist. In den letzten zehn gefahrenen Sprint Cup Rennen konnte der sechsmalige Sprint Cup Champion fünf gewinnen und steht mit insgesamt acht Siegen auf Platz 1 aller Fahrer, die es jemals in die Victory Lane von Dover schafften. Umso beeindruckender wird es, wenn man bemerkt, dass Johnson in 24 Rennen 17 mal in den Top 10 landete. Diese Statistik ist einmalig und sagenhaft zugleich und verrät einem, dass die Fans dieses Wochenende vielleicht einen „back-to-back“ – Sieg von „Sixpack“ erleben dürfen bzw. müssen, je nachdem in welchem Fanlager man haust. Überhaupt könnten die nächsten Wochen ein Fest für die #48 werden:

„Wir sind absolut im Plan,“ meint sein Johnsons Crew Chief Chad Knaus. „Mit Dover steht an diesem Wochenende und ist mit Abstand eine der Lieblingsstrecken von Jimmie [Johnson] und mit Pocono steht die Lieblingsstrecke von mir auf den Plan, was gut ist,“ schließlich ist Pocono eine Strecke, die schwierig abzustimmen ist durch die drei verschiedenen Kurven. „Alles in allem denke ich, dass wir in den nächsten Wochen in einer sehr guten Verfassung sein werden.

Ein Gegenmittel gegen diese schiere Dominanz lauert allerdings im gleichen Lager und ist zufälligerweise der Mentor von Johnson; Jeff Gordon. Der in der letzten Woche von Rückenschmerzen geplagte Fahrer wird höchstwahrscheinlich auch an diesem Wochenende wieder an den Start – nach vielen Behandlungen – gehen und könnte damit um den zweiten Saisonsieg streben. Mit vier Siegen in seiner 20-jährigen Karriere weiß der Hendrick Motorsports Fahrer wie es in Dover gehen kann und seine aktuelle Form passt, schließlich steht Gordon der nach dem fünften Titel lechzt ganz oben in der Gesamtwertung.

Auch Ford könnte mit Carl Edwards diese Woche wieder ein Wörtchen mitreden, denn Edwards trägt nicht umsonst den Spitznamen „Concrete Carl“. Mit soliden Leistungen in der Vergangenheit schleicht sich Edwards in den Dover-Statistiken nach oben und könnte durch die gute taktische Leistung in der vergangenen Woche neuen Mut geschöpft haben, doch noch was aus dem Roush Fenway Racing Ford rauszuholen. Ebenso sein Teamkollege Greg Biffle, der mit zwei Siegen sogar einen mehr hat als Edwards.

Der letztjährige Sieger ist Tony Stewart und kehrt somit zu der Wirkungsstätte zurück, die ihm bisher den letzten Sprint Cup Sieg einbrachte. Die Ironie ist kaum zu überbieten: War man vor einem Jahr noch in der Victory Lane, steht man 365 Tage später auf dem 22. Platz in der Gesamtwertung und die Zeit für die Chase Qualifikation tickt unaufhaltsam, schließlich sind wir bei der Halbzeit der regulären Saison angelangt. Mit drei Siegen auf dem Konto kann „Smoke“ seine Erfahrung spielen lassen und vielleicht endgültig das Ruder rumreißen, um auf das gleiche Level zu kommen wie sein Neuzugang Kevin Harvick. Für ihn dürfte es sicherlich ein interessantes Rennen werden, denn mit nur drei Top 5 Ergebnisse in 26 Rennen ist der Dover International Speedway eine der schlechteren Strecken, des zweimaligen Rennsiegers in dieser Saison.

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