Start-Ziel Sieg für Johnson in Charlotte!

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Polesitter Jimmie Johnson konnte sich in der Nacht von Sonntag auf Montag im Coca Cola 600 gegen seine Kontrahenten Kenseth und Harvick durchsetzen. 

Die einen sagen, er sei wieder zurück, obwohl er eigentlich nie weg war. Nichtsdestotrotz dürfte der Sieg im längsten Saisonrennen des NASCAR Sprint Cup jede Menge Ballast von den Schultern des Dous Jimmie Johnson und dessen Crew Chief Chad Knas genommen haben, nachdem man in einigen Rennen zuvor immer wieder den Sieg in Sichtweite hatte. Nach dreizehn Rennen Pause steht Jimmie Johnson nun wieder in der Victory Lane und somit auch im Chase.

„13 lange Rennen, nun haben die Medien was zu schreiben,“ lächelte der sechsmalige Cup Champion und gab zu, dass er in keinster Weise gestresst war. „Um ehrlich zu sein, war ich ganz und gar nicht besorgt. Das 13 Rennen so viel Wirbel um uns erzeugt haben, sehe ich als ein Kompliment an. Schließlich zeigt dies, was für große Dinge wir in den letzten Jahren vollbracht haben.“

In einem gewohnt ereignislosen und zähen Charlotte-Marathon konnte der Hendrick Motorsports Fahrer schon gleich zu Beginn dem Rennen sein Stempel aufdrücken und spätestens nach den ersten Boxenstopps unter Grün sollte jedem klar geworden sein, dass der Charlotte Motor Speedway Spezialist vom letzten Jahrzehnt wieder dominieren wird. Lediglich sein Markenkollege Kevin Harvick, Rivale Matt Kenseth und Ford Pilot Carl Edwards brachten den siebenmaligen Charlotte Sieger zum Ende hin ein wenig in Bedrängnis und nur eine späte Gelbphase rettete vielleicht den Sieg des #48 Team.

Die genannte Caution erfolgte in Runde 380 (von 400), als Alex Bowman von BK Racing einen rechten Vorderreifenschaden beklagen musste und hart die gelbe Außenmauer des 1,5 Meilen Speedways in Concord, North Carolina traf. Dies machte eine großartige Strategie von Carl Edwards zu Nichte, der auf einer anderen Spritstrategie unterwegs war und die Führung kurz vor der Pace Car Phase übernahm, als Johnson, Kenseth und Co. in die Box mussten.

Doch die Gelbphase warf wie so oft alles über den Haufen und ein kurzer Sprint sollte über das 600 Meilen Rennen entscheiden. Beim entscheidenden und letzten Restart konnte Joe Gibbs Racing Fahrer Matt Kenseth den Hendrick Piloten Jeff Gordon überholen, der einen Tag zuvor noch über Rückenschmerzen klagte und das letzte freie Training aussetzte. Zwar konnte er das Rennen bestreiten, beklagte aber während dem Rennen immer wieder Schmerzen. Einem Dover Start am nächsten Wochenende steht allerdings nichts im Wege.

Mit Kenseth als Führenden kurz nach dem Restart begann die Jagd von Jimmie Johnson und es sollte lediglich acht Runden dauern, bis Johnson die Führung kurz vor Kurve drei übernahm. Kenseth gelang der Konter nicht und musste sich gegen einen starken Kevin Harvick verteidigen um die Position zwei zu behalten. Auch dies misslang und der Joe Gibbs Racing Fahrer kam auf Platz drei ins Ziel, gefolgt von Carl Edwards und dem All-Star Race Sieger Jamie McMurray.

Für Harvick war es ein enttäuschendes Ergebnis, dessen Crew an einem Abend gleich zwei Boxenstops verpatzten in Form eines losen Reifens. Fehler, die sich in dieser Saison bei dem Stewart-Haas Team rund um Harvick häufen.

„Wir hatten die ganze Nacht lang einen schnellen Wagen, doch die Fehler in der Boxengasse haben uns viel Zeit gekostet. Nur ein 700 Meilen Rennen hätte uns vermutlich dort hingebracht, wo wir sein gemusst hätten. Alles in allem machen sie [die Crew] einen tollen Job, doch die Fehler in den Rennen müssen aufhören,“ so Harvick mit klaren Anweisungen während der Pressekonferenz nach dem Rennen.

Mit Dover am nächsten Wochenende steht eine weitere Strecke an, auf der Jimmie Johnson das Nonplusultra ist. In den letzten zehn Rennen auf dem ein Meilen Beton-Oval, konnte der 38-jährige Kalifornier insgesamt fünf Siege verbuchen. Ein ‚back-to-back‘ Sieg wäre also alles andere als überraschend. Eine ausführliche Vorschau auf das 400 Meilen Rennen findet ihr im Laufe der Woche.

Bilder: Getty Images via NASCARMedia

 

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