Vorschau – Coca Cola 600 in Charlotte 2014

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Eines der wichtigsten Rennen der Saison steht an und ist gleichzeitig das längste: Johnson, Kahne, Kenseth und Co. lechzen nach den ersten Sieg.

KO600_logoEs steht mit dem Formel 1 Monaco Grand Prix, dem Indianapolis 500 ein bedeutendes und prestigereiches Super-Motorsportwochende an und die NASCAR wird das Ganze mit einem Marathon versüßen und abrunden. In der Nacht von Sonntag auf Montag in denen traditionell die amerikanische Armee gefeiert wird, folgt der härteste Belastungstest für Mensch und Maschine in der NASCAR statt. Mit einer Rennlänge von 600 Meilen, was einem Kilometerwert von unglaublichen (ca.) 1000 entspricht, ist das Coca Cola 600 in Charlotte, North Carolina das längste Rennen im NASCAR Sprint Cup und dies schon seit 54 Jahren!

Schauplatz ist der Charlotte Motor Speedway, der schon vergangene Woche das All-Star Rennen veranstaltet hat. Aufgrund der Regeländerungen vor der Saison schaffen die Piloten mit ihren V8 Monstern Topspeeds jenseits der 200 Meilen pro Stunde = 320 km/h) und kombiniert man dies mit eine Rennlänge von ungefähr vier Stunden plus 42 andere Gegner, kann man sich vorstellen, welch eine physische und psychische Performance von den Sprint Cup Fahrern am Sonntag Abend abverlangt wird.

Wenn man nun denkt „Wow, mehr kann da echt nicht mehr kommen!“ liegt falsch, schließlich startet das Rennen zusätzlich in der frühen Dämmerung und endet spät Abends. Dies resultiert in sehr wechselhafte Streckenbedingungen, was sich auf das Racing an der Front stark auswirken könnte. Nicht selten kommt es vor, dass Piloten die erste Hälfte des Rennens dominieren, um dann im Mittelfeld zu verschwinden, wenn die Nacht einkehrt und die Strecke an Temperatur verliert.

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Am besten gelöst hat dies in den letzten Jahren [highlight]Kasey Kahne[/highlight], der nach einigen Performance Problemen zu Beginn der Saison wieder seit Kansas voll dabei ist. Mit einem guten dritten Platz im ersten Nachtrennen von Kansas und einem dominanten All-Star Wagen, sollte das Selbstbewusstsein wieder zurückgekehrt sein. Mit drei Coca-Cola 600 Siegen hat der 34-jährige längst bewiesen, dass er und sein Crew Chief Kenny Francis den Dreh herausbekommen haben, wie man in diesem besonderen Rennen vorgehen sollte. Alles in allem kann man sagen, dass die Nummer 5 an diesem Wochenende mit die besten Chancen hat, den ersten Sieg einzufahren.

Gleiches gilt für seinen Teamkollegen [highlight]Jimmie Johnson[/highlight] der ebenfalls drei Coca Cola 600 Siege in der Statistik stehen hat, die allerdings nun schon mehr als neun Jahre zurückliegen. Überhaupt hat sich die Performance von Hendrick Motorsports Zugpferd Johnson nach der Asphaltierung des Charlotte Motor Speedways im Jahre 2006 erheblich verschlechtert. Aber natürlich immer noch gut genug, um regelmäßig siegfähig zu sein. Zwar können Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr. nicht die gleiche Statistiken (in den letzten Jahren) wie ihre beiden Teamkollegen vorweisen, doch auch sie sollten zum engeren Favoritenkreis gehören – insbesondere Jeff Gordon, der das letzte Punkterennen für sich entscheiden konnte.

Ähnlich wie Johnson und Kahne wartet auch Matt Kenseth von Joe Gibbs Racing auf seinen ersten Saisonsieg. Zuletzt konnte er im Herbst 2011 ein Rennen in Charlotte gewinnen sowie das Coca Cola 600 im Jahre 2000; noch in den Diensten von Roush Fenway Racing.

Den Druck der drei, haben [highlight]Kevin Harvick[/highlight] und Carl Edwards dagegen nicht. Die beiden haben mindestens einen Saisonsieg und können am Sonntag auf dem „Beast of the South East“ volles Risiko gehen, was für Harvick zuletzt 2013 im 600 Meilen Rennen klappte, als er den schon sicher geglaubten Sieg von Kasey Kahne bei einem späten Restart wegschnappte. Wie Harvick, konnte Edwards auch am letzten Wochenende mit einem starken Wagen um den All-Star Sieg kämpfen, bevor Jamie McMurray den beiden ein Strich durch die Rechnung machte!

Weitere Favoriten lauern im Ford-Camp, in Form von [highlight]Penske Racing[/highlight]. Brad Keselowski und Joey Logano haben gerade zu Beginn der Saison der Konkurrenz klar gemacht, dass man mit ihnen in dieser Saison insbesondere auf den sogenannten „Cookie Cutter“ Strecken rechnen muss. Beide haben zusammen drei dieser Rennen in der diesjährigen Saison gewonnen und gerade Logano hat gute Werte erzielt, wie man unserer Performance Tabelle weiter unten entnehmen kann. Brad Keselowski dagegen gewann die Herbstversion des Charlotte Rennen im letzten Jahr.

Alles in allem ist es ein langes Rennen, in welchem viel passieren kann und wir viele kommen und gehen sehen werden. Die ersten Informationen können wir schon heute um 20:30 Uhr sammeln, wenn der Sprint Cup das erste Training haben wird! Weitere Zeiten findet ihr in unserem TV-Programm!

charlotte2014

 

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