Vorschau – 5 Hour Energy 400 in Kansas 2014

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Mit Kansas geht es zurück zur Normalität: Können Jimmie Johnson, Matt Kenseth und Co ihren ersten Sieg einfahren?

5HE_400_Logo_final_ylwlogoWährend man letztes Wochenende noch auf dem größten aller Speedways im NASCAR Sprint Cup fuhr, kehrt man nun wieder zurück auf die normalen 1,5 Meilen Strecken. Bevor allerdings die zwei Charlotte Wochen inklusive dem All-Star Rennen und dem längsten Rennen der Saison – das Coca-Cola 600 – anstehen, macht man in Clint Bowyers Heimat Kansas City einen Zwischenstop, um das 5 Hour Energy 400 auf dem Kansas Speedway auszufahren.

Fuhren im letzten Jahr die Sprint Cup Jungs in dieser Zeit noch auf dem Darlington Raceway, bekam dieses Jahr Kansas das lukrative Muttertags-Wochenende und wird dementsprechend eine tolle Premiere feiern: Zum ersten Mal in der Geschichte des Ovals wird unter Flutlicht am Samstag Abend gefahren, was für uns Europäer also wieder eine Nachtschicht in der Nacht von Samstag auf Sonntag bedeutet. Die Nachteulen unter uns, können sich eine Nacht vorher schon akklimatisieren, wenn die NASCAR Truck Series ihr drittes Saisonrennen veranstaltet.

Der Kansas Speedway an sich ist eines der neusten Ovale im NASCAR Sport und fungiert somit seit 2001 als eine wichtige Schnittstelle des Sports zum Westen der Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer, eben schon erwähnten, 1,5 Meilen Länge und einem progressiven Banking von 17° auf der inneren Linie und 20° auf der äußeren Linie. Da man bei der Renovierung der Rennstrecke auch einen neuen Asphalt aufzog, durfte man in den letzten beiden Jahren relativ wilde Rennen mit jeder Menge Gelbphasen erleben. Wird sich das durch die neuen Außenverhältnisse ändern oder bleibt es bei der rutschigen Strecke, wie die Fahrer sie bisher erlebten? Man darf gespannt sein!

Die Augen dürften am Samstag Abend sicherlich auf drei Fahrer fallen, die bisher zwar recht ordentlich unterwegs waren, aber eben noch nicht diesen einen, wichtigen Sieg in der Tasche haben, um sich für den diesjährigen Chase zu qualifizieren. Die Rede ist von Jimmie Johnson, Matt Kenseth und Jeff Gordon. Alles Fahrer, die in der Vergangenheit auf dem Oval in der Nähe von Kansas City unterwegs waren.

Wirft man einen Blick auf die Statistiken, dann sticht (natürlich) Hendrick Motorsports Fahrer Jimmie Johnson ins Auge der sämtliche Wertungen auf dieser Strecke anführt. Mit zwei Siegen und einer ausgeglichenen Rest-Performance kommt er auf ein Durchschnittsergebnis von 7,5. Schränkt man diese Kategorie ausschließlich auf die neue Streckenkonfiguration (ab 2012) ein, dann kommt der sechsmalige Sprint Cup Champion sogar auf 6,0. Nach dem eher durchwachsenen Superspeedway-Wochenende könnte es diese Woche vielleicht endlich mit der Chase Qualifizierung klappen.

Ebenfalls zwei Siege hat sein Teamkollege Jeff Gordon auf dem Konto, die allerdings aus den ersten beiden Jahren des Speedways (2001 und 2002) stammen. Doch seit 2012 ging es auch bei ihm wieder aufwärts und dies kombiniert mit seinen guten Leistungen aus Las Vegas und Texas – ebenfalls 1,5 Meilen Strecken – gehört er auf jeden Fall zu den Topfavoriten in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Wie es für seine beiden Teamkollegen aussieht, lässt sich drüber streiten. Zu Dale Earnhardt Jr.’s Favoriten gehört der Kansas Speedway gewiss nicht, schließlich findet man bei ihm nur ein Top 5 Finish in der Geschichte des Ovals. Bei Kasey Kahne dagegen muss man abwarten, ob das Team das Ruder zurück reißen können. In Talladega hat man mit einem neunten Platz den ersten Stein gesetzt, doch nun muss man nachlegen. Mit einem zweiten Platz vor einem Jahr hat Kahne es sich selber vorgemacht wie es gehen kann.

Ein weiterer prominenter Fahrer der dieses Jahr noch keinen Sieg erzielen konnte, heißt Matt Kenseth – Sieger des STP 400 in Kansas aus dem letzten Jahr, als er Kasey Kahne wie in Las Vegas hinter sich halten konnte. Es ist offensichtlich das die Joe Gibbs Racing Toyotas in diesem Jahr nicht ganz so gut laufen wie die letzten ein, zwei Jahre zuvor. Doch für einen Sieg sind sie natürlich immer gut genug und Matt Kenseth dürfte an diesem Wochenende eindeutig ein Favorit auf diesen sein, schließlich steht sein Durchschnitt bei der neuen Konfiguration auf rekordverdächtigen 4,3. Bestwert!

Weitere Fahrer mit denen man auf jeden Fall rechnen sollte? Brad Keselowski und Joey Logano von Team Penske! Die beiden Ford Fahrer haben derzeit einen dermaßen guten Lauf, wenn man Talladega mal außer Acht lässt, das man mit ihnen jedes einzelne Wochenende rechnen muss. Mit Las Vegas und Texas hat die Organisation rund um Roger Penske beide 1,5 Meilen Rennen in diesem Jahr gewonnen und mit Kansas könnte ein weiterer folgen…

kansas2014

Nach den „Reifenproblemen“ aus den letzten Wochen vor Talladega, stellt sich einigen natürlich nun die Frage, wie es in Kansas aussehen wird. Im letzten Monat gab es einen ausgiebigen Reifentest seitens Goodyear auf dem Kansas Speedway mit Fahrern wie Matt Kenseth, Brian Vickers, Truex Jr, Ricky Stenhouse Jr., Kevin Harvick und vielen mehr. Insgesamt waren 15 Autos unterwegs, um verschiedene Mischungen zu testen und Daten für Goodyear zu sammeln. Doch eines wurde schnell klar: Die Geschwindigkeiten werden um einiges höher sein, als es noch letztes Jahr der Fall war.

„Es wird echt schnell werden, wenn wir im Mai zurückkommen werden,“ meinte Stenhouse Jr. während dem Reifentest Mitte April. „Ich hoffe nur, dass wir die Strecke breiter machen können, je öfters wir hier herkommen. Es scheint mir so, als würde die Linie schon jetzt um einiges größer sein, als in den letzten Jahren und der Asphalt altert auch relativ schnell durch die bissigen Winter. Das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen,“ analysierte er die Strecke und gibt den ersten Eindruck, ob sich das Racing im Gegensatz zu den letzten Jahren verbessern wird.

  • Wetter: Während es die meisten Tage trocken bleiben soll, besteht am Renntag eine kleine, 30%ige Wahrscheinlichkeit für Regen.
  • Die Anmeldeliste umfasst 44 Wagen.
  • Gesamtwertung
 

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