Unter Gelb: Denny Hamlin bändigt ‚Dega

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Ein spannendes Rennen geht unter gelb zu Ende: Denny Hamlin gewinnt sein erstes Punkterennen auf einem Superspeedway! 

All das was der Talladega Superspeedway im Vorfeld versprochen hat, durfte man am Sonntag beobachten! Tolles Racing in denen die Fahrer zumeist in zwei oder gar drei Reihen nebeneinander fuhren, sonniges Wetter mit blauem Himmel, taktische Spielchen, wilde Unfälle und ein volles Haus mit seinen ganz besonderen Fans, die teilweise nackt mit einem Reifen um der Taille das Windschattenspektakel bewunderten.

Doch einen klitzekleinen Schönheitsfehler bekam das 500 Meilen Rennen dann doch noch, als das Rennen in der allerletzten Runde vorzeitig eingefroren werden musste, nachdem Schrott eines Unfalls zwischen Justin Allgaier, Jimmie Johnson und Alex Bowman mitten auf der Strecke vor der Ziellinie liegen blieb. Solch ein Sicherheitsrisiko durfte die NASCAR nicht eingehen und so mussten die Offiziellen gemäß den Regeln das Rennen abbrechen, da der Führende längst in der letzten Runde unterwegs war.

Der glückliche Führende hieß Denny Hamlin, der sich in dem ‚Green-White-Checkered‘ Finale gegen Roush Fenway Racing Pilot Greg Biffle durchsetzen und sein erstes Saisonrennen gewinnen konnte. Ein wichtiger Sieg, schließlich steht der Joe Gibbs Racing Fahrer somit so gut wie sicher im diesjährigen Chase.

„Es fühlt sich großartig an, wieder zurück in der Victory Lane zu sein,“ so ein durchaus glücklicher Hamlin, der in diesem Jahr ein Rennen aussetzen musste aufgrund einer Augenverletzung. „Ich bin echt stolz auf meine Jungs heute, schließlich konnten wir nicht für immer auf den 22. Platz oder so auf den Superspeedway Rennen fahren. Aber dennoch: Ich werde für immer ein Short Track Fahrer bleiben,“ lachte Hamlin, der das diesjährige Daytona 500 auf dem zweiten Platz hinter Dale Earnhardt Jr. beendete.

Für den zweit platzierten Greg Biffle verliefen die finalen Runden mit der späten gelben Flagge natürlich suboptimal, schließlich hatte er so keine Chance mehr, Denny Hamlin anzugreifen. Umso ärgerlicher, immerhin führte der starke Ford Fusion von Biffle ganze 58 Runden, die Höchstmarke am Sonntag.

„Ich bin mir nicht sicher ob ich tatsächlich eine Strategie hatte. Ich hatte keinen einzigen Teamkollegen vorne, der mir hätte helfen können. Dennoch hatte ich eine Chance Hamlin auf der Gegengeraden zu überholen, da mir Clint [Bowyer] einen großartigen Push in Turn 1 gab. Ich holte auf, doch dann kam die gelbe Flagge und ich dachte mir nur noch ‚Mist‘,“ analysierte Greg Biffle nach dem Rennen.

Hinter den zweien komplettierten die beiden Michael Waltrip Racing Piloten Clint Bowyer (P3; verkündete am Montag, ein Kind gemeinsam mit seiner Frau zu bekommen!), Brian Vickers und Überraschungsfahrer AJ Allmendinger von JTG Daugherty Racing und somit auch der beste Chevrolet des Tages. Das komplette Rennergebnis findet ihr hier.

Das 188 Runden Rennen wurde primär durch vier größere Unfälle durch Pace Car Phasen unterbrochen. Der erste Zwischhenfall auf der Strecke sollte nicht lange auf sich warten, als Las Vegas Sieger Brad Keselowski ein Überholmanöver gegen die Führende Danica Patrick versuchte was ihm mehr oder weniger misslang. Ein typischer Rennunfall für Talladega: Keselowski kam zu früh hinunter und Danica Patrick ein Ticken hoch.

Bei den Reparaturarbeiten verlor der Team Penske Fahrer und Talladega Sieger aus dem Jahre 2009 ganze sechs Runden, ehe er die Aufholjagd gemeinsam mit Jamie McMurray, der fünf Runden während dem Rennen verlor, starten konnte. Doch das nächste kontroverse Manöver des 2012er Champions sollte nicht lange auf sich warten. Denn in Runde 138 verlor er mitten im Pulk die Kontrolle seines Wagens und riss gleich 13 weitere Wagen ins Verderben darunter Matt Kenseth, Jeff Gordon, Kyle Busch, Trevor Bayne, Jimmie Johnson und viele mehr. Ein peinliches Unterfangen, welches von den involvierten Fahrern harsch kritisiert worden ist, schließlich war Keselowski zu dem Zeitpunkt immer noch sechs Runden hinter dem Führenden.

„Wäre es von einem von uns passiert, dann würden wir alle wieder von ihm wieder einen Vortrag bekommen,“ war eine der bissigen Kommentare von Matt Kenseth, der schon vergangenes Wochenende im Herzschlagfinale von Richmond mit Brad Keselowski zu tun hatte.“

Ungefähr vierzig Runden später wartete der nächste Big One auf die Piloten, als Jimmie Johnson in gleicher Art und Weise wie bei Brad Keselowski den Wagen mitten im Pulk verlor. Auch hier waren wieder mit Austin Dillon, Joey Logano, David Ragan und Michael McDowell hochkarätige Wagen des Tages involviert. Der letzte große Unfall sollte für das Green-White-Checkered Finale sorgen, als Carl Edwards anfangs Turn 1 einen Reifen verlor. Stenhouse Jr., Ryan Truex und Ryan Newman wichen vergeblich aus.

Ein spannendes Superspeedway-Wochenende ist vorbei und nächstes Wochenende geht es dann etwas „normaler“ zu, wenn der Sprint Cup Tross Richtung Kansas weiterzieht. Dort steht allerdings eine Premiere an: Zum ersten Mal wird der Sprint Cup unter Flutlicht auf dem 1,5 Meilen großen Kansas Speedway das 400 Meilen Rennen abhalten. Auf Deutsch: Wir Europäer haben eine weitere Nachtschicht in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor uns. Eine ausführliche Vorschau findet ihr wie gewohnt im Laufe der Woche.

 

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