Vorschau – Aaron’s 499 in Talladega 2014

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Es ist wieder soweit: Mit Talladega steht das zweite Superspeedway Rennen an! Auch das Wetter spielt mit: Sonne pur! 

aarons499diamondEin weiterer Leckerbissen wartet auf die NASCAR Fans, wenn die amerikanische Stockcar-Serie zum Talladega Superspeedway zurückkehrt, auf dem alles passieren kann. Dies haben die beiden Teamkollegen David Ragan und David Gilliland vor exakt einem Jahr bewiesen, als sie als Underdogs den Sieg im prestigeträchtigen 500 Meilen Rennen „klauten“. Einer von vielen Momenten (=> „Top 5: Die größten Momente in Talladega„) auf dem Superspeedway in Alabama und man darf gespannt sein, welche Geschichte dieses Jahr erzählt wird.

Die Streckendaten sind der reinste Wahnsinn, immerhin misst die Strecke auf einem alten Flugplatz 2,66 Meilen und ist somit circa 260 Meter länger als die Schwester in Florida – Daytona International Speedway. Auch in der Kategorie Banking toppt die Strecke im Redneck-Bundesstaat Alabama alles, was sonst noch im Kalender vertreten ist und sorgt dafür auch die höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten in der Saison. Wenn man nun noch 43 Fahrzeuge mit einem V8 Motor auf die Strecke schickt, die mit ‚restrictor plates‘ zur Sicherheit der Fahrer und Fans um circa die Hälfte gedrosselt werden, dann kann sich auch ein Laie vorstellen, dass dies doch ein wenig spannend werden könnte.

Durch die Luftmengenbegrenzer (= ‚restrictor plates‘) die im Jahre 1988 eingeführt worden waren, nachdem bei Bobby Allison im Winston 500 in Talladega von 1987 ein Reifen bei 200 Meilen pro Stunde platzte und der Cup Champion von ’83 flog ähnlich wie Carl Edwards im Jahre 2009 in die Fangzäune der Start/Ziel Geraden. Fahrer wurden nicht verletzt, doch einige Fans, die damals noch wesentlich näher an der Strecke saßen als es heute der Fall ist.

Durch die Luftmengenbegrenzer entwickelte sich im Verlaufe der Jahre eine neue Art des Superspeedway-Racings und das Packracing begann seine Evolution. Man darf sich gerne darüber streiten, ob das gemeinsame Fahren in zwei, drei oder gar vier Reihen auf Dauer sicherer ist, doch eines steht gewiss fest: Diesen Nervenkitzel kann kaum eine andere Motorsportserie bieten. Aus dem Packracing resultierend sind Daytona und Talladega wahre Lotterien mit engen Zieleinläufen geworden und der Spruch „Jeder kann gewinnen“ stammt nicht aus der typischen Marketingtrommel, sondern ist die pure Wahrheit.

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So zum Beispiel im letzten Jahr, als die beiden Davids von Front Row Motorsports den ersten Sieg in einem unfassbaren Finish für das Team holten. Ein Moment, den die beiden sicherlich gerne noch einmal wiederholen möchten, schließlich ist auch ein Talladega Sieg ein fast sicheres Ticket zum Chase und das gilt natürlich auch für all die Fahrer, die bisher noch keinen Sieg haben.

Doch einer der ‚big boys‘ könnte den anderen einen Strich durch die Rechnung machen. Die Rede ist natürlich von Dale Earnhardt Jr., der in Alabama wie in kaum einem anderen Bundesstaat vergöttert wird und natürlich zu den ganz großen Superspeedway Fahrern gehört, was er im Daytona 500 im Februar mit seinem zweiten Sieg im „Great American Race“ noch einmal bestätigte. Mit fünf weiteren Talladega Siegen in seiner Karriere dürfte er ohne weitere Diskussionen zu den Favoriten zählen, ähnlich wie seine beiden Teamkollegen Jimmie Johnson (2 Talladega Siege) und Jeff Gordon (6 Talladega Siege).

Doch auch Jamie McMurray dürfte nach seinem Herbst Sieg in Talladega aus dem letzten Jahr sicherlich ein Wörtchen mitreden. Allerdings geht der Chip Ganassi Racing Fahrer mit einer, auf dem ersten Blick, seltsamen Mentalität in die Superspeedway Rennen, wie er gegenüber „Speedwaymedia“ erklärt:

„Wenn ein Restrictor-Plate Rennen bevorsteht, gehe ich immer mit dem Gedanken ins Rennen, zweiter zu werden und jemand anderes zum Sieg zu schieben. Und wenn die Umstände es erlauben und ich mich auf einmal auf Platz eins wiederfinde, freut es mich. Man muss meiner Meinung nach einfach offen sein, anderen mehr zu helfen, als darauf zu hoffen das dir jemand hilft,“ so McMurray zu den typischen Windschattenspielchen auf der Strecke. „Es ist wichtig das du dir Freunde während dem Rennen auf der Strecke machst.“

Aber eine Vertiefung in die Favoritenfrage ist heute sinnlos. Und auch wenn ich mich wiederhole: Jeder einzelne, der insgesamt 43 Fahrer können am voraussichtlich sonnigen Sonntag den Sieg erringen. Das Drama aber beginnt schon am Samstag in der Gruppen-Qualifikation, wenn sich 47 Teams für die 43 Startplätze qualifizieren möchten. Zum ersten mal in der Sprint Cup Geschichte werden alle 47 Wagen gleichzeitig auf der Strecke sein, um die Bestzeit zu fahren. Wie auf den 1,5 Meilern wird es auch an diesem Wochenende wieder drei Segmente geben, bis am Ende die schnellsten zwölf im letzten Segment um die Pole Position fahren. Wer Zeit hat, sollte sich das Spektakel unbedingt am Samstag um 21:30 Uhr ansehen.

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  • Alle Startzeiten des NASCAR-Wochenende: TV Programm
  • Wetter: Derzeit ist nur Sonne vorhergesagt!
 

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