Top 5: Die größten Momente in Talladega

0
173

Eine weitere Runde unserer Artikelreihe „Top 5“ und diesmal mit den größten Momenten von vielen großartigen Ereignissen des Talladega Superspeedways.

Talladega. Ein Name, den weitaus mehr Menschen kennen als nur NASCAR Fans. Hier ist der Speed der Stockcars zu Hause, ein Mythos und eine Legende – eine Rennstrecke die weitaus mehr als eine Rennstrecke ist. Der große Bruder des Daytona International Speedways besteht seit dem Jahre 1969 und bietet seither einer der beliebtesten Rennen im ganzen Sprint Cup Kalender. Brian France hatte die als wahnsinnige abgestempelte Vision, einen noch größeren und schnelleren Superspeedway als Daytona in Florida zu bauen und hielt an seinem Plan fest, als sogar die furchtlosen Piloten Angst vor dem Monster in Alabama hatten. Absolut verständlich, schließlich bietet das Oval 33° in den Bankings und eine Streckenbreite für locker vier Wagen Breiten. Es ist ein Ort wie kein anderer.

Der Talladega Superspeedway bot schon viele große Momente und wird auch in Zukunft Momente abliefern, die den Sport definieren. In der 45-jährigen Geschichte gab es zu viele solcher Ereignisse, um alle gleichberechtigt in eine Top 5 Liste zu packen, doch wir haben einen Vorschlag wie diese aussehen könnte. Und hier ist sie:

P5: Das engste Finish aller Zeiten – Aarons 499 2011

Ein Rennen welches Rekorde brach: Das Frühjahrs Rennen in der sagenhaften 2011 Saison des Sprint Cups bot insgesamt 88 Führungswechsel und das engste Finish seit der elektronischen Zeitmessung – gemeinsam mit dem unglaublichen Finish aus Darlington im Jahre 2003. Doch wenn sechs Wagen um den Sieg fuhren, dann kann man dies durchaus an erster Stelle der engsten Zieleinläufe werten. Lediglich 0,002 Sekunden trennten den Erstplatzierten (Johnson) und den Zweitplatzierten (Clint Bowyer).

P4: „Ehm, wo ist das Pace Car!?“ – Winston 500 1986

„Hey Leute, stellt euch mal vor wie lustig es wäre, wenn jemand mal das Pace Car klauen würde!!“ Tja, und genau das geschah in der NASCAR schon mal, auf der wohl schnellsten Rennstrecke der Welt. Als 1986 das Pace Car ohne Vorwarnung auf die Strecke fuhr, staunten die Zuschauer und NASCAR Offiziellen nicht schlecht. Die Polizei reagierte schnell und sperrte den Speedway mithilfe der Polizei Wagen Ausgangs Turn 4. Ein Moment für die Ewigkeit:

P3: Big One 2012 – Good Sam’s Road Assistance 500 2012

Es war wohl der wildeste und spektakulärste Restart, den Talladega je gesehen hat. In einem Green-White-Checkered Finale, und somit nur zwei Runden zu fahren, spielten die Sprint Cup Fahrer alle verrückt und gingen Risiken ein die damals wohl nicht so glimpflich geendet wären. Zu viert in mehreren in mehreren Reihen teilten sich die Piloten die Strecke, bevor in Kurve drei und vier der letzten Runde das Chaos passieren sollte: Tony Stewart blockte Michael Waltrip miserabel und der Big One nahm seinen Lauf. Zum Glück blieben alle unverletzt, bis auf Dale Earnhardt Jr. der einige Woche nach einem weiteren Crash in Kansas (Reifentest) eine Gehirnerschütterung zu sich zog und vermutet wird, das schon Talladega seinen Teil dazu bei tat. Hoffentlich sieht man sowas nicht noch einmal.

P2: „Four in a row!“ – Aaron’s 499 2003

Als Dale Earnhardt Sr. 2001 verstarb, sollte sein Sohn Dale Earnhardt Jr. sein Superspeedway-Erbe übernehmen und das in einer Art und Weise, die man wohl so nicht so schnell wiedersehen wird. Als Junior das Herbst Rennen in Talladega 2001 gewinnen sollte, wusste wohl kaum jemand, dass dies der Start einer der größten Superspeedway-Siegserien werden wird. Schließlich gewann Dale Earnhardt Jr. auch beide Rennen im nächsten Jahr und hatte im Aaron’s 499 im Jahr 2003 die Chance, einen unerreichten Rekord zu knacken: Vier Talladega Siege hintereinander! 190.000 Zuschauer strömten an jenem Tag zum Talladega Superspeedway und durften Zeuge von einem entschlossenen Dale Earnhardt Jr. werden, als er das 188 Runden Rennen von der aller letzten Startposition inklusive einem Ausweichmanöver ins Gras mitten im Rennen gewann. Auch wenn es ein kontroverser Sieg war (Junior überholte Kenseth unter der gelben Linie, so viele Experten) waren die Fans außer sich vor Freude:

P1: Der letzte wilde Ritt von Dale Earnhardt – Winston 500 2000

Es war wohl die größte fahrerische Leistung auf einem Superspeedway aller Zeiten, des größten NASCAR Piloten aller Zeiten: Dale Earnhardt. Als er in den letzten fünf Runden des Winston 500 im Jahr 2000 von Platz 18 mit Hilfe von Kenny Wallace auf Platz 1 fuhr, traute man seinen Augen nicht. Sei es die Konkurrenz, die Medien oder die Fans. Es war der letzte wilde Ritt der größten Legende der NASCAR und dieser Sieg sollte so viel mehr bedeuten, als Dale Earnhardt Sr. wenige Monate später im Daytona 500 verstarb. Es war sein letzter Sieg. Doch dieser Sieg, war eines Earnhardts würdig…

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.