Vorschau – Toyota Owners 400 in Richmond 2014

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Nach der ersten Pause geht es in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder rund, wenn der Sprint Cup dem Richmond International Raceway einen Besuch abstattet.

2014 toyota owners 400_cDie Oster Pause ist überwunden und an diesem Wochenende geht es endlich wieder rund in der NASCAR. Mit dem Toyota Owners 400 auf dem kleinen, aber sehr feinen Richmond International Raceway im US-Bundesstaat Virginia darf man sich wieder auf packendes Racing und einem hoffentlich spannenden Finish freuen. Neben dem tollen Racing unter den Flutlichtern von Richmond, ist die Strecke auch für seine mehr oder weniger kleineren Kontroversen bekannt, schließlich erlebte die NASCAR im letzten Jahr hier den, vielleicht, größten Skandal in der gesamten Geschichte des Stockcar-Sports (=> „Die Spingate-Affäre: Geht es noch lächerlicher?„).

Wenn um 01:14 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag die grüne Flagge geschwungen wird, dann stürzen sich die 43 Cup Piloten in eine 400 Runden lange Schlacht, welche auf einem 0,75 Meilen kurzen Short Track vonstatten gehen wird. Die Kurven der Strecke, die mittlerweile wie ein „D“ aus der Luft ausschaut, haben ein relativ geringes Banking von 14° was dafür sorgt, dass die Strecke nur eine schnelle Linie besitzt und das ist natürlich die Innere. Dies wird besonders in der Schlussphase von großer Bedeutung sein, falls es einen späten Restart geben sollte. Davon kann besonders Ex-NASCAR Fahrer Juan Pablo Montoya ein Liedchen singen, als er schon das sicher geglaubte Rennen gegen „The Closer“, Kevin Harvick, verlor, da dieser auf der Innenseiten starten durfte.

Schaut man sich die Siegerliste von Richmond an, dann stellt man relativ schnell fest, das Kevin Harvick einer der wenigen Fahrer in der Vergangenheit war, der einen Toyota schlagen konnte. Denn seit der Saison aus dem Jahre 2009 hat der japanische Automobilhersteller das Zepter von der „Action Track“, wie der Short Track in Richmond auch gerne genannt wird, von Chevrolet übernommen: In den letzten zehn Rennen, gewann Toyota unglaubliche sieben Rennen. Sechs davon gehen auf das Konto von [highlight]Joe Gibbs Racing[/highlight] und ein Sieg an Clint Bowyer von Michael Waltrip Racing.

So dürfte niemand verwundert sein, wenn man den drei Fahrern von Joe Gibbs Racing die Favoritenrolle zuspricht. Insbesondere Kyle Busch (4 Siege) und Denny Hamlin (2 Siege) sollte man an diesem Wochenende verstärkt im Auge behalten, aber auch Matt Kenseth konnte im letzten Jahr mit den Plätzen sieben und sechs in Richmond eine tolle Performance zeigen.

Für das andere leistungsstarke Toyota Team, Michael Waltrip Racing, ist Richmond ein besonderes Fleckchen im NASCAR Sprint Cup Kalender geworden. Nach dem Skandalrennen verlor man den zu Chase Elliott abgewanderten Hauptsponsor „NAPA Auto Parts“ und somit auch den Leistungsträger Martin Truex Jr. der mittlerweile für Furniture Row Racing hinter das Lenkrad greift. Doch nicht nur den Verlust von Truex Jr. beklagte man enttäuscht nach dem Rennen, sondern auch einen deutlichen Performanceverlust. Es scheint, als hätte NASCAR CEO Brian France höchstpersönlich das Team für die Ewigkeit verflucht, obwohl das Team vom zwei maligen Daytona 500 Sieger Michael Waltrip auf dem besten Wege zu einem Meisterschaftsteam war. Von diesem Status musste man sich leider schon im Chase 2013 verabschieden und auch diese Saison will es für Clint Bowyer und Brian Vickers noch nicht so richtig rund laufen.

Doch vielleicht kann man den Turnaround hier in Richmond schaffen, so ironisch es auch wäre. Mit Clint Bowyer hat man einen exzellenten Short Track Fahrer, der in seiner Sprint Cup Karriere schon zwei mal die Victory Lane von Richmond besuchen durfte – zuletzt im Jahr 2012 für Michael Waltrip Racing. Favorit? Eher nicht. Geheimfavorit? Kann man so stehen lassen.

Wenn wir schon bei Geheimfavoriten sind, dann könnte man auch einen Blick auf Chip Ganassi Racing werfen! Das Chevrolet Team konnte im letzten Jahr in Richmond mit zwei vierten Plätzen glänzen und auch dieses Jahr scheint man auf den Short Tracks recht gut aufgestellt zu sein. Für Kyle Larson wird es das erste Sprint Cup Rennen auf dem Richmond International Raceway werden, doch schon in der Nationwide Series gelangen ihm zwei Top 15 Zieleinläufe in der letzten NASCAR Saison. Mit der Erfahrung und den Tipps von Jamie McMurray und dem gegenseitigen Informationsaustausch kann ich mir persönlich sehr gut vorstellen, das die beiden eventuell in die Top 5 vorstoßen könnten. Das gleiche zählt auch für das Ford Team Richard Petty Motorsports, schließlich haben Aric Almirola und sein australischer Kollege Marcos Ambrose eine, für deren Verhältnisse, überaus starke Leistung auf den zwei Short Tracks in diesem Jahr abgeliefert.

Aber kehren wir wieder zu den Favoriten zurück. Mit [highlight]Kevin Harvick[/highlight] als Vorjahressieger und als Sieger des letzten Cup Rennen in Darlington, dürfte der Stewart Haas Racing Pilot Selbstvertrauen und Momentum im Überfluss besitzen. Mit zwei Siegen ist der Chevrolet Pilot bombenfest für den Chase qualifiziert und kann nun noch mehr wagen, als er es ohnehin schon konnte. Ein dritter Saisonsieg wäre somit nichts überraschendes.

Auch bei einem starken Rennen von [highlight]Carl Edwards[/highlight] sollte man nicht erschrocken aufwachen, falls man während der spannenden Live Übertragung von MotorvisionTV eingeschlafen ist, denn immerhin konnte „Concrete Carl“ im vergangenen Jahr in seinem Ford Fusion auf dieser Strecke gewinnen. Und auch sonst gab er sich in einer guten Verfassung in den bisherigen Short Track Rennen. Man sollte auf jeden Fall seine Trainingszeiten abchecken, falls man mit dem Gedanken spielt, ihn in die Top 5 unseres Tippspiels zu setzen.

Last but not least, ist natürlich auch [highlight]Hendrick Motorsports[/highlight] nicht zu verachten. Zwar ist die Performance in Richmond nicht ganz so dominant wie auf anderen Strecken, doch bei den starken Läufen von Johnson, Gordon und Earnhardt Jr. sollte das keine Rolle spielen, wobei ich dennoch sage, das ein Harvick und auch Joe Gibbs Racing besser aufgestellt sind für dieses Rennen. Zu Kasey Kahne habe ich schon am Mittwoch einige Worte (=>“Teamkollegen spitze: Was läuft bei Kasey Kahne schief?„) verloren, der auf einen Turnaround in Richmond hofft.

richmond2014

 

Sonstiges

  • Während es am Freitag Nachmittag und Abend vereinzelte Regenschauer geben könnte, sollte es am wichtigen Samstag Abend trocken bleiben.
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