Teamkollegen spitze: Was läuft bei Kasey Kahne schief?

0
207

Die Teamkollegen fahren um Siege, während Kasey Kahne hinterher fährt. Was läuft falsch bei der #5 von Hendrick Motorsports?

Die ersten acht Sprint Cup Wochen waren zäh, hart und enttäuschend für den am 10. April 34 Jahre alt gewordenen Kasey Kahne und um das zu bemerken braucht man kein Insider zu sein. Während der Hendrick Motorsports Fahrer Tag ein, Tag aus nach den fehlenden Speed auf den Strecken sucht, kommt das übliche „Kasey Kahne Pech“, welches ihn schon seit Anbeginn seiner Sprint Cup Karriere folgt, hinzu und bremst den so talentierten Fahrer sichtlich aus.

Mit Platz 23 in der Gesamtwertung und null Siegen – geschweige denn Top 5 Ergebnissen – kann sich ein Hendrick Motorsports Fahrer nicht zufrieden geben, vor allen Dingen wenn seine Teamkollegen Woche für Woche um den Sieg mitfahren, egal auf welchem Streckentyp. Derzeit sind alle drei seiner Kollegen in den Top 5 der Gesamtwertung und sind auf dem besten Wege sich für den Chase zu qualifizieren, auch wenn Jimmie Johnson und Jeff Gordon derzeit noch keinen Sieg haben. Wer Texas und Darlington gesehen hat, weiß, wie nah Gordon beziehungsweise Johnson an dem Sieg dran war.

Zwar erlebte Kasey Kahne in Bristol und Darlington gute Tage, doch im späteren Rennverlauf konnte man den Job nicht vollenden und man verlor den Speed, die Nerven und auch die Geduld was auf der „Lady in Black“ in einem harten Mauerkuss resultierte. Auch Kasey Kahne weiß selber, dass es so nicht weiter gehen kann und die Ergebnisse nun nach der Pause kommen müssen.

Mit solch schlechten Saisonanfängen kennt sich der aus Enumclaw, Washington stammende Rennfahrer allerdings aus, schließlich verliefen die ersten Rennen in der Saison 2012 und davor ähnlich schlecht für ihn. Doch dieses Jahr ist es anders und für das Team deutlich besorgniserregender: Es fehlt die Performance in der #5. Während in den letzten Jahren der Speed zweifelsohne da war und nur das Pech ihn stoppte, fehlt in diesem Jahr ganz einfach der Speed. Doch woran kann dies liegen?

Kasey Kahne gehört ohne Zweifel zu den zehn talentiertesten Fahrern im heutigen Sprint Cup und ich persönlich kann mir nicht vorstellen das es an ihm liegt – auch wenn er mental sicherlich ordentlich zulegen könnte. Nun gab es in diesem Jahr noch das neue Regelpaket und es wäre nicht das erste mal, wenn ein gutes Team aus der letzten Saison massive Probleme in der neuen Saison aufgrund Regeländerungen bekommt, doch auch dies kann bei der #5 Crew von Kasey Kahne nicht das Problem sein. Mit Jeff Gordon als direkten Teamkollegen (Hendrick Motorsports ist in zwei Shops aufgeteilt: 48/88, 5/24), sowie Johnson und Earnhardt Jr. hätte man das Problem gemeinsam mittlerweile auf alle Fälle in den Griff bekommen.

Viel mehr vermute ich das es an dem Abgang von Keith Rodden, früherer Führungsingenieur der #5, zu Chip Ganassi Racing, um dort die Crew Chief Rolle für Fahrer Jamie McMurray zu übernehmen. Er war eine wichtige Figur in dem leistungsstarken Team und jemand der Kasey Kahne viele Jahre schon begleitete. Schließlich war er schon damals bei Ray Evernham Motorsports und Red Bull Racing tätig, für die Kahne in der Vergangenheit fuhr.

Chevy American Revolution 400
Tosende Fans, ein Dodge in der Victory Lane und der erste Sprint Cup Sieg für Kasey Kahne: Das war Richmond im Jahre 2005. – (c) Getty Images via NASCAR Media.

Wissen tut man es nicht und man kann leider nur vermuten, ob es tatsächlich an dieser einen Person liegen könnte – vorstellen kann ich es mir persönlich aber auf jeden Fall. Fakt dagegen ist, dass Kahne ab diesem Wochenende Ergebnisse liefern muss und der Richmond International Raceway scheint die perfekte Location für solch eine Kehrtwende zu sein. Immerhin konnte der Hendrick Motorsports Fahrer vor neun Jahren auf dem Short Track seinen ersten Sprint Cup Sieg in seiner Karriere feiern, als er sich gegen einen starken Tony Stewart durchsetzte.

Er muss das Rennen nicht zwingend gewinnen, um den „turnaround“ zu schaffen, doch er muss ein starkes Rennen mit einer guten Platzierung (Top 5, Top 10) abliefern, um für die folgenden Wochen wieder ein wenig Momentum zu bekommen. Denn das von mir so oft erwähnte Momentum ist in der NASCAR eines der größten Faktoren, um erfolgreich zu sein. Man darf gespannt sein, wie sich diese Saison noch für Kasey Kahne entwickeln wird!

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.