Texas: Verdienter Sieg für Logano nach einem späten Restart

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Ein kurioser Start, ein durchschnittliches Rennen mit einem spannenden Finale: So lässt sich das NASCAR Rennen in Texas am Montag beschreiben.

Nach 334 Runden hieß der Sieger Joey Logano, der nach 190 Starts endlich seinen ersten NASCAR Sprint Cup Sieg auf einem der so wichtigen 1,5 Meilen Ovalen feiern durfte, indem er dem Rennen seinen Stempel aufdrückte. Lediglich sein Teamkollege Brad Keselowski und ein Green-White-Checkered Finish machten ihm das Leben auf der Rennstrecke schwer.

Doch bevor das Rennen überhaupt so richtig seinen Lauf nahm, durfte man mal wieder einige Kuriositäten beobachten die auch nur die NASCAR schaffen kann. Aufgrund von Regenfällen am Sonntag wurde das 500 Meilen Rennen auf Montag verschoben und wurde unter Grün/Gelb Bedingungen gestartet, um die letzten feuchten Stellen trocken zu fahren. Während den zehn Runden hinter dem Pace Car, welche schon zur Renndistanz gehörten, demolierten sich einige Fahrer die Motorhaube da die, auf der Strecke unterwegs gewesenen Jet Dryer so sehr pusteten, das sich die Carbon-Motorhauben der V8 Boliden anhebten und so die Aerodynamik störten. Involviert war unter anderem Brad Keselowski, der sich davon aber nicht irritieren ließ.

Duck Commander 500
(c) Sean Gardner/NASCAR via Getty Images

Drei Runden nachdem die grüne Flagge in die Luft gerissen wurde, musste das Pace Car schon wieder rauskommen, als Dale Earnhardt Jr. aus keinem ersichtlichen Grund über den Rasen im Tri-Oval des Texas Motor Speedways raste. Aufgrund der neuen Regeln der Bodenfreiheit (keine Mindesthöhe mehr) beschädigte sich „Junior“ die komplette Front und sein Wagen fing spektakulär Feuer. Der Hendrick Motorsports Pilot konnte aber schnell aussteigen und blieb komplett unverletzt; riss allerdings unweigerlich während seiner Rasen-Aktion seinen Teamkollegen Jimmie Johnson mit ins Verderben. Der zwei malige Daytona 500 Sieger wühlte so viel Gras auf, dass der hinterherfahrende Johnson seine komplette Frontscheibe beschädigte, inklusive einer gebrochenen Stange die im Inneren für Stabilität sorgt. Auch die Front wurde ein klein wenig beschädigt. Doch dies sollte nicht der einzige Zwischenfall für den sechsmaligen Champion im Rennen gewesen sein, denn in Runde 40 musste die #48 erneut in die Box, um einen geplatzten Reifen auszutauschen. Da die NASCAR das Pace Car nicht hinausschickte, verlor Johnson ganze drei Runden und konnte diese nicht mehr aufholen.

Wenn man dachte das es nicht noch mehr Pechvögel im Rennen geben kann, dann irrte man sich gewaltig. Auch Kevin Harvick war wieder munter dabei ein DNF zu sammeln, als sein Motor schon in Runde 28 seine Arbeit aufgab und sich verabschiedete. Das letzte problemlose Rennen für den neuen Stewart Haas Racing Fahrer liegt nun schon eine Weilchen (Phoenix) zurück.

„Irgendwas ist mit unserem Motor direkt nach dem Restart [nach der Caution von Dale Earnhardt Jr.] passiert,“ so ein enttäuschender Kevin Harvick nach dem Ausfall. „Unser Wagen lag mal wieder richtig gut und es ist einfach nur noch frustrierend, wenn du jede Woche einen sau schnellen Wagen hast, aber es nicht zeigen kannst. Ich hatte keine Anzeichen für den Motorschaden gesehen.“ Wenig später ließ sein Crew Chief Rodney Childers auf Twitter verlauten, das sich der Riemen der Ölpumpe gelöst hätte.

Das Rennen kam nach all den verrückten Ereignissen endlich in einen Rhytmus und man durfte zwei lange Grünphasen beobachten, in denen Joey Logano weit mehr als 100 Runden anführte und die starken Leistungen von Team Penske gemeinsam mit Las Vegas Sieger Brad Keselowski einmal mehr bestätigten. Zwei Runden vor Schluss als Joey Logano schon in Turn 4 kurz vor der weißen Flagge war, krachte der Sieger von letzter Woche, Kurt Busch, hart in die Mauer und verlor jede Menge Schrott seines Chevrolet SS von Stewart Haas Racing. Eine absolut vertretbare Caution sollte den Blutdruck der Fahrer und Fans nochmal steigen lassen!

Insgesamt zwei Fahrer, Jeff Gordon und Brian Vickers, entschieden sich für einen Zwei-Reifen Stop, während all die anderen inklusive Joey Logano sich für vier Reifen entschieden, die deutlich schneller als alte Reifen waren. Bei dem finalen Restart zwei Runden vor Schluss behielt der ehemalige Joe Gibbs Racing Fahrer Logano die Nerven und wartete geduldig bis er den führenden Jeff Gordon sicher und ohne Probleme überholen konnte. Er fuhr den Sieg sicher nach Hause, vor Jeff Gordon und Kyle Busch. Die Top 5 rundeten Brian Vickers und Sprint Cup Rookie Kyle Larson, der wieder eine starkes Rennen ablieferte, ab.

„Der Texas Motor Speedway ist eine der coolsten Strecken und es ist einfach nur toll hier gewinnen zu dürfen. Ich bin so aufgeregt das ich gerade gar nicht richtig sprechen kann, (ich) freue mich einfach nur wahnsinnig,“ Joey Logano, in der Victory Lane.

Nächste Woche erwartet uns das erste reguläre Nachtrennen, welches auf dem geschichtsträchtigen Darlington Raceway stattfinden wird, wo man im letzten Jahr ein spannendes Duell zwischen Kyle Busch und Kasey Kahne beobachten durfte, welches am Ende der lachende Dritte, Matt Kenseth, gewann. Eine ausführliche Vorschau findet ihr im Laufe der Woche.

 

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