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Pech, Unfälle, schlechte Ergebnisse: Wird die Luft für Parker Kligerman dünner?

Jede Menge Pech und jede Menge Schrott. Nach dem verpatzten Martinsville Rennen dürfte die Luft für Parker Kligerman bei Swan Racing dünner werden.

In der Silly Season vor dieser Saison expandierte das Hinterbänkler Team Swan Racing von einem auf zwei Sprint Cup Wagen und ebnete so den Weg für den aus Westport, Connecticut stammenden Parker Kligerman in den Sprint Cup – Glück im Unglück für den erst 24-jährigen Hip-Hop Fan.

Im letzten Jahr fuhr Kligerman für Kyle Busch Motorsports eine volle Saison in der Nationwide Series Saison und sammelte in den 33 Rennen insgesamt 18 Top 10 Ergebnisse inklusive einem dritten Platz in Elkhart Lake. Abschließend landete er auf dem neunten Gesamtrang. Ein respektables Ergebnis, welches am Ende aber als nutzlos erschien: Aufgrund finanzieller Sorgen im Team des Sprint Cup Stars und Joe Gibbs Racing Pilot Kyle Busch wurde das Team rund Parker Kligerman geschlossen und das Bangen nach einem Cockpit sowie Sponsor begann für ihn.

Unter einem neuen Eigentümer konnte das Team einige Dinge innerhalb des Teams verändern. Man durfte über den Winter hinweg eine handvoll Sponsoren unter Vertrag nehmen und hat mit dem amerikanischen Hip-Hop Star 50 Cent einen mehr oder weniger erfolgreichen Repräsentanten.

Die Erwartungen waren vorsichtig bis realistisch gehalten für die beiden Swan Racing Fahrer, dennoch hat man sich sicherlich mehr versprochen – besonders von Parker Kligerman. Seit Saisonbeginn hat das Team mit der Startnummer #30 zu kämpfen – sei es mit fehlenden Speed oder Pech, welches Parker Kligerman mittlerweile schon in lächerlicher Art und Weise verfolgt, ohne das Kligerman etwas dafür kann.

Im Training während den Daytona Speedweeks hob der Wagen ab, nachdem Joey Logano und Matt Kenseth im Pulk kollidierten. Man berappelte sich und erntete im “Great American Race” einen 29. Platz, gepaart mit einem 28. Platz für Teamkollege Cole Whitt. Doch dann sollte es zäh werden für Kligerman, der einen kleinen Blog auf der Homepage von Swan Racing betreibt, in welchem er seine Gedanken jeweils vor und nach den Rennen im Sprint Cup der Öffentlichkeit preisgibt.

“Wollt ihr mich verarschen? Wird das immer so weitergehen? Ich hab das Gefühl, das das momentan der schlechteste Start in eine Saison aller Zeiten ist und wenn ihr mitgezählt habt, wie ich, ist es die sechste Woche in der wir Pech hatten,” so die Anfangsworte seines Blogeintrages nach Martinsville.

Und er hat recht. In Phoenix versagte der Motor (P42, Whitt: P27) ), in Las Vegas und in Fontana kam man nicht über einen 40. Platz (Whitt: P18!) hinaus und in Bristol wurde man in ein paar Scherereien verwickelt, die den Wagen beschädigten: P34. Kligerman stellte in Bristol klar, dass er und sein Teamkollege das gleiche Equipment und die gleiche Hingabe des Teams bekämen und es ausschließlich am Pech lege, das die beiden keine besseren Ergebnisse einfahren können.

In Martinsville (=> Unser Rennbericht zum STP 500!) ging die Quälerei weiter. Schon in der dritten Runde war das Rennen für den Swan Racing Piloten vorbei, als sich die innere Linie staute und mehrere Wagen aufeinander fuhren, so zum Beispiel Austin Dillon, Michael Annett, Kyle Larson, Kasey Kahne und viele mehr. Kligerman, natürlich, erwischte es am schlimmsten. Dadurch das das Team am Samstag erst neue Bremsen einbauten und diese aufgrund des Regens nicht mehr einfahren konnten, hatte Kligerman noch nicht die erwünschte Bremskraft, wie er auf seinem Blog erklärt. Dies führte dazu, das er mit einem anderen Wagen leicht kollidierte und aufgrund der Hektik seiner Vordermänner auf den Randstein, der in den Kurven des Martinsville Speedway verlegt ist, kam und sich anschließend in den Sandfässern, die den Anfang der Mauer abdecken, wiederfand.

Tipp: Wie die verbale Schlacht zwischen Brad Keselowski und Kurt Busch am Sonntag in Martinsville verlief!

Der Schaden war so schlimm, das der Wagen für 80 Runden in der Garage repariert werden musste. Man konnte wenigstens noch zwei Positionen gut machen, als Joe Nemechek und Jamie McMurray schwere Unfälle hatten. Whitt kam als 29. ins Ziel, während Kligerman als 41. von den NASCAR Offiziellen gewertet wurde.

“Ich denke das Texas die perfekte Strecke ist, um die Dinge zum Guten wenden zu lassen, schließlich ist es die Strecke, auf der ich im letzten Jahr mein Debüt im Sprint Cup und für Swan Racing feiern durfte. Wir hatten einen recht guten Lauf hier, was mich für nächstes Wochenende positiv stimmt,” so Kligermans Worte über das anstehende siebte Saisonrennen auf dem Texas Motor Speedway.

Doch die Luft wird definitiv dünner für Kligerman und der Druck steigt langsam. Der “Turnaround” muss nun für das #30 Team kommen, sonst sehe ich persönlich den so sympathischen Fahrer nicht mehr lange im Sprint Cup. Er kann nichts für seine Unfälle und das werden auch die Verantwortlichen erkennen, dennoch kostet all das verschrottete Material eine Menge Geld, welches bei Swan Racing nicht in Überfluss vorhanden ist. Manchmal muss man einfach das Glück erzwingen und dies würde durch einen Fahrerwechsel am ehesten gelingen…

Bilder des STP 500 in Martinsville

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