Verbale Schlacht zwischen Keselowski und Kurt Busch

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Kurt Busch und Brad Keselowski waren das Gesprächsthema Nummer 1 während dem Rennen. Was sie zu sagen hatten und wie es Keselowski ein Tag später geht.

Wie schon in unserem Rennbericht (Jetzt lesen! => „Erst Rempeleien, dann Sieg: Kurt Busch siegt in Martinsville!„) geschrieben, ging es kurzzeitig zwischen den beiden Cup Champions Brad Keselowski und Kurt Busch am gestrigen Tag in Martinsville heiß her. Insbesondere Brad Keselowski konnte den Frust über seinen beschädigten Ford Fusion nicht zurückhalten und giftete nicht nur einmal in Richtung des Stewart Haas Racing Piloten.

STP 500
Auslöser des ganzen Schlamassel. Kurz nach der Kolission mit Kahne kommt Kurt Busch angerast. – (c) Chris Graythen/Getty Images

Nachdem er unmittelbar nach dem Unfall in der Box ein ironisches Dankeschön an Kurt Busch per Interview mit dem US-Fernsehsender FOX ausrichtete, dauerte es nur 30 Runden, bis Keselowski wieder auf die Strecke konnte. Und was dann passierte, war mehr als eine verbale Schlacht. Mehrmals fuhr der Sprint Cup Champion von 2012 dem Stewart Haas Racing Fahrer auf der Gegengeraden in die Seite und ein paar Schubser ans Heck konnte sich der sichtlich wütende Penske Fahrer nicht verkneifen.

Nun war auch „The Outlaw“, so der Spitzname von Kurt Busch, auf 180 und sagte seinem Team am Radio:

„Nun, wir werden in einem kleinen Kampf nach dem Rennen verwickelt werden, weil ich dem Typen sein ****** Gesicht richte.“

Doch dazu kam es nicht, schließlich hatte Kurt Busch etwas besseres zu tun, als er in den letzten Runden mit Jimmie Johnson um den Sieg kämpfte. Als Keselowski erzählt wurde, was Kurt Busch am Radio während dem 500 Runden Rennen auf dem Short Track von sich gab, erwiderte er nur lässig und immer noch angriffslustig:

„Sagt ihm er soll rüber kommen. Ich bin hier; er weiß wo ich zu finden sein werde. Soll er die Victory Lane verlassen und wir klären das genau an dieser Stelle!“

Kurt Busch fand auf der Pressekonferenz nach dem Rennen ebenfalls keine ruhigen Worte:

„Wir waren für ihn nur noch ein großes Ziel…, er versuchte all unsere vier Reifen aufzuschlitzen. Das ist ein absolutes No-Go und er wird das zurückbekommen was er verdient, wenn ich entscheide, das zu tun.“

Noch vor drei Jahren waren sie gemeinsam Teamkollegen bei Team Penske im NASCAR Sprint Cup mit einer guten Beziehung untereinander. Diese dürfte aber seit Sonntag ein wenig vorbelastet sein, denn schon nach Kentucky im letzten Jahr, als Kurt Busch Brad Keselowski in die Mauer schickte, gilt die Stimmung unter den beiden impulsiven Fahrern als angespannt.

Auch Keselowski hat den schweren Unfall aus dem letzten Sommer nicht vergessen:

„Er tut sensationelle Dinge in seiner Wohltätigkeitsorganisation und er ist vielleicht der talentierste Rennfahrer den wir haben, aber er ist gleichzeitig der dümmste von allen. Die drei Dinge beschreiben ihn recht gut.“

„Es ist das selbe [wie im letzten Jahr (Kentucky)] – er wreckt uns aus keinem ersichtlichen Grund. Er ist einfach zu aggressiv unterwegs in den ersten 30, 50 Runden. Aggressivität ist gut, aber in Runde 50 einen zu demolieren? Wenn er aggressiv ist, soll er selber in die Wand fahren.“

Keselowski sagt, er verstehe es vollkommen, wenn Fehler passieren, doch nicht wenn ein Fahrer ihn mehrmals aus dem Rennen nimmt.

„Wenn es ein oder zwei mal passiert, denk ich mir ‚Hey, das passiert‘. Aber wenn sich das häuft, dann wird dir klar, das die Person selber der Fehler ist und das du der Person zeigen musst, das man das nicht einfach so hinnimmt.“

Während Keselowski Kurt Busch die Schuld an der zweiten Kolission nach Kasey Kahne gibt, sieht Kurt Busch das natürlich ganz anders:

„Er hat einfach überreagiert und ich kann es einfach nicht glauben, das er so verärgert ist, wie er es ist. Die Nummer 5 [Kasey Kahne] versuchte in seine Box zu kommen, Brad fuhr direkt in sein Heck und ich lenkte so weit nach rechts ein wie ich konnte, während Brad in unsere linke Seite aus keinem ersichtlichen Grund fuhr.“

Später auf twitter lies der Social Media affine Penske Fahrer verlauten, das er dem Martinsville Sieger nicht die Schuld am Unfall gegeben hat, sondern das Kurt Busch nicht versucht hat, zu bremsen um den Kontakt zu minimieren. Je später der Abend wurde, desto mehr war die Sache für Keselowski gegessen. Es gebe keine Fortführung in Texas und er sei über der Sache hinweg:

 

Doch ist er es wirklich? Und wie sieht es mit Kurt Busch aus? Man darf gespannt sein wie sich die Sache in dieser Saison noch entwickeln wird. Dennoch sollte man nun nicht zu viel hinein interpretieren, schließlich haben beide die Erfahrung gemacht, das man mit Kämpfen mit Rivalen kein Champion wird…

 

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