Vorschau – STP 500 in Martinsville 2014

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Nach der sonnigen Reise nach Kalifornien, kehrt der NASCAR Sprint Cup zurück in den Süden – besser gesagt nach Martinsville. Kann Johnson zum großen Schlag ausholen?

stp 500 cKontakt? Aber bitte doch! Nachdem die Sprint Cup Piloten am vergangenen Sonntag auf der 23 Meter breiten Strecke des Auto Club Speedways genug Platz zum Ausweichen hatten, kehrt die NASCAR an diesem Wochenende auf das kleinste Oval der NASCAR zurück, das lediglich circa 17 Meter Platz anbietet. Kombiniert mit nur einer schnellen Linie ist es somit vorprogrammiert, dass es kaum einen Wagen am Sonntag geben wird, der nicht eine kleine Delle in der Karosserie hat.

Doch nicht nur mit dem berühmten Days of Thunder Spruch „Rubbin‘ is racing“ lässt sich der Martinsville Speedway im US-Bundesstaat Virginia beschreiben, sondern auch ganz simpel mit „Tradition“. Denn seit Ende der 40er Jahre fährt der Sprint Cup, damals natürlich noch unter den Namen „Grand National Series“ und „Winston Cup“, auf dem Short Track in Martinsville, welcher auch gerne als „Paperclip“ aufgrund der Ähnlichkeit des Strecken-Layouts mit der handelsüblichen Büroklammer bezeichnet wird.

So einfach das Layout einem erscheint, ist es für die Fahrer auf der Strecke dann aber doch nicht. Durch das relativ niedrige Kurven-Banking von 12° gibt es, wie weiter oben schon erwähnt, nur eine echte Linie die von den besten amerikanischen Stockcar Piloten bevorzugt wird und das ist logischerweise die innere. Falls sich ein Fahrer also zufälligerweise auf der äußeren Linie wiederfindet, sollte der- bzw. diejenige möglichst schnell wieder zurückfinden, sonst verliert man gut und gerne einige Positionen die in Martinsville nicht so schnell aufzuholen sind.

Dadurch ist es am Freitag um 21:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit ratsam, gut in der Qualifikation abzuschneiden die ähnlich spannend wie 972544_732045733506302_956865625_nin Bristol werden könnte. Insgesamt werden es 45 Fahrer und Teams versuchen, das 263 Meilen lange Rennen in der Nähe von Ridgeway, ein 800 großes Seelendorf. Neben den üblichen Verdächtigen wird es auch mal wieder Dave Blaney in der #77 versuchen, sich mit seinem Team zu qualifizieren. Dazu müssen sie die Leavine Family rund um Michael McDowell schlagen.

Tipp: Die Leavine Family Racing Story von Pete Fink auf Motorsport-Total

Doch die nötige „track position“ und die große Gefahr eines Unfalls ist nicht die einzige Sorge der Teams an diesem Wochenende, denn wo Kurven sind muss natürlich auch gebremst werden. Durch den geringen Radius der zwei Kurven und der hohen Beschleunigung der 900 PS Monster auf den kurzen Geraden, werden die Bremsen am Sonntag mit über 1000 Bremsmanövern besonders beansprucht. Dadurch, das man Steinzeit-Bremsblöcke benutzt, können diese relativ schnell den Geist aufgeben was schnell in hässliche Unfälle mit dem Vordermann enden kann. Um diesem vorzubeugen, werden die Sprint Cup Piloten in den ersten 4/5 des 500 Runden langen Rennens besonders auf die Bremsen achten und möglichst in die Kurven reinrollen anstatt abrupt die Bremse zu betätigen. Natürlich darf man es nicht übertreiben, schließlich gibt es genug Fahrer, die einen aus den Weg schieben können.

Fanvideo: Bump and Run Manöver

16 Siege: Hendrick Motorsports klarer Favorit

Mit insgesamt 16, in Worten sechzehn, Siegen ist [highlight]Hendrick Motorsports[/highlight] der absolute Favorit an diesem Sonntag, wenn das Rennen um 19:13 Uhr (Live auf MotorvisionTV) gestartet wird. Brüderlich teilen sich die, zusammen, 10 maligen Sprint Cup Champions Jeff Gordon und Jimmie Johnson die Siege und jagen gemeinsam Darrell Waltrips Rekord von insgesamt elf Martinsville Siegen.

Für Johnson und Gordon stellt dieses Wochenende eine Art „Revanche“ dar, schließlich lief das Fontana Wochenende ganz und gar nicht nach dem Plan der beiden. Erst führte Johnson das Rennen über hundert Runden an, um dann mit einem Reifenschaden weit nach hinten zu fallen und noch dicker kam es, als eine Caution zwei Runden vor Schluss den Siegesrun von Jeff Gordon abbrach und Kyle Busch die Chance gab, das Rennen zu gewinnen. Wer also, kann Rache üben und sich für den Chase qualifizieren?

Ein weiterer Martinsville Spezialist kommt aus dem Hause Joe Gibbs Racing und heißt [highlight]Denny Hamlin[/highlight]. Der wiedergenesene Toyota Fahrer, der aufgrund eines Metallstückes im Auge in Fontana nicht fahren durfte, gewann ganze vier mal auf der kleinsten Strecke im Kalender und hat durch den Ausfall von letzter Woche sicherlich die doppelte Anzahl an Motivation, um in die Victory Lane zu gelangen. Nicht zu verachten ist sein Markenkollege und Short Track Spezialist [highlight]Clint Bowyer[/highlight], der zwar noch nie in Martinsville gewann, aber im letzten Jahr in beiden Rennen in die Top 3 fuhr. Ähnlich wie für die drei erst genannten, lief auch für den Michael Waltrip Racing Piloten das Wochenende nicht ganz optimal, trotz eines starken Wagens. Für unsere Tipper aber, ist der 34 jährige aus Kansas auf jeden Fall eine gute bis sehr gute Wahl.

Martinsville2014

Das Wetter – Wochenanfangs Schnee, dann Regen und zum Schluss Sonnenschein

Nachdem es in Fontana, Kalifornien nur Sonnenschein gab, wird es in Martinsville ein wenig nass. Während Montag und Dienstag Schnee am Speedway lag, wurde es zum Glück wärmer und der Schnee wandelte sich zurück zu seiner Ursprungsform dem Regen. Regen, der auch am Freitag und Samstag die Streckenaktivitäten in Form von Quali, Training und dem Truck Series Rennen am Samstag beeinträchtigen kann. Die gute Nachricht ist, das es am Sonntag trocken bleiben soll und sogar die Sonne vorbeischaut, bei Temperaturen von 12 bis 16 Grad Celsius.

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