Dale Earnhardt Jr. siegt im Daytona 500!

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Nach 10 Jahren gewinnt Dale Earnhardt Jr. zum zweiten Mal das Daytona 500! – Ein Rennen inklusive Regen, Tornado-Warnungen und ganz, ganz vielen Emotionen…

Die Saison beginnt mit dem größten Paukenschlag, den es in der heutigen NASCAR überhaupt geben kann. Der populärste NASCAR Sprint Cup Fahrer Dale Earnhardt Jr. konnte in einem wahren Marathon Rennen zum zweiten Mal das „Great American Race“ gewinnen. Zehn Jahre nach seinem ersten Sieg im Daytona 500.

Doch nicht nur der Fakt, dass Dale Earnhardt Jr. wieder das größte Rennen des Jahres gewinnen konnte lässt die Freudenschreie erklingen, sondern auch der Aspekt, dass „Junior“ nun als erster Fahrer für den „Chase for the NASCAR Sprint Cup“, der im Oktober erst beginnt, qualifiziert ist. Ebenso beendete der Sohn des sieben maligen Winston Cup Champions Dale Earnhardt eine 55 Rennen lange Durststrecke ohne Sieg.

„Dieses Rennen war Wahnsinn, mein Wagen einfach nur unglaublich. Dieses Rennen zu gewinnen ist das größte Gefühl das du in diesem Sport haben kannst, abgesehen von dem Entgegennehmen der Meisterschafts-Trophäe. Ich wusste nicht, ob ich jemals dieses Gefühl wieder erleben darf…, es fühlt sich heute wieder so an wie damals,“ so Dale Earnhardt Jr., der vor dem Interview jeden einzelnen seiner Pit Crew herzlichst umarmte.

Doch bevor (vermutlich) die Tränen bei Jr.-Fans flossen, weinte der Himmel – und das nicht ohne. Nach 38 Runden fing es an zu tröpfeln und wenig später gaben die Wetterstationen sogar Tornado-Warnungen heraus und die Tribünen mussten geräumt werden. Ab diesem Zeitpunkt war wohl allen klar, dass dies einmal mehr eine lange Nacht wird.

Nach sechs Stunden war dann aber wieder alles angerichtet und das Daytona 500 konnte wieder gestartet werden. Viele Fans kehrten zurück und sie sollten ein spannendes Rennen um die Führung erleben. In weiten Teilen fuhr das Feld in zwei Linien, meist sogar in drei Linien.

Außerdem sahen sie einen Dale Earnhardt Jr., der nur eine Mission hatte: Das Rennen zu gewinnen. In einer dominanten Art und Weise führte er 54 Runden lang das Feld an und überlebte zudem die chaotischen Phasen des Rennens, als es mehrere Unfälle mit vielen Fahrzeugen gab.

Mit sieben Runden auf der Uhr krachte es einmal mehr im Tri-Oval – unter anderem mit Pole Sitter Austin Dillon – und es kam zum üblichen „green white checkered“ Finale auf dem Daytona International Speedway. Earnhardt Jr. erwischte einen grandiosen Restart und sein bärenstarker Chevrolet SS von Hendrick Motorsports behauptete sich gegen den, wie erwartet, starken Brad Keselowski. Die einzige Gefahr stellte lediglich Denny Hamlin, der ohne einen Spotter (und das seit ca. 100 Runden) durch das Feld marschierte und einen letzten Angriff wagte.

Doch „Junior“ hatte nach der letzten Kurve genug Vorsprung und fuhr als erster über die Linie, als hinter ihm wieder das Chaos ausbrach. Kevin Harvick löste nicht zum ersten Mal an diesem Abend einen Unfall aus, als er seinen Wagen an der linken Heckseite von Erzfeind Kyle Busch fand. Busch konnte seinen Toyota Camry nicht mehr halten und drehte sich mitten ins Feld. Mehr als sechs Wagen waren involviert.

Der zweit platzierte Denny Hamlin war sichtlich enttäuscht, nachdem ihm das Radio zur Hälfte des Rennens flöten ging und er auf sich allein gestellt war:

„Es war hart und enttäuschend, weil ich meinen Spotter am Ende gut gebrauchen können. Ich bin unentschlossen ob ich glücklich oder niedergeschlagen sein soll. Ich weiß es einfach nicht. In jedem anderen Jahr wäre ich vermutlich auf und ab gesprungen,“ so Hamlin direkt nach dem Rennen.

Brad Keselowski betrachtete zunächst das Replay und wusste danach, dass er keine Chance mehr hatte Dale Earnhardt Jr. zu überholen:

„Ich denke nicht, dass ich irgendwas anderes hätte mehr tun können,“ so die Kurz-Analyse vom Sprint Cup Champion aus dem Jahre 2012.

Doch als ein ehemaliger Schützling von Dale Earnhardt Jr., „Junior“ holte damals Keselowski zu JR Motorsports in die Nationwide Series, verflog auch seine Enttäuschung schnell und freute sich mit ihm:

„Wenn es einen Fahrer gibt der es am meisten verdient hat, dann derjenige, der drei mal in den letzten fünf Rennen auf Position 2 fuhr. Ich freue mich sehr für ihn und seine Jungs. Er ist wahrscheinlich mein bester Freund hier in der Garage; neben meinem Teamkollegen.“

Die Top 5 rundeten zwei weitere Hendrick Motorsports Fahrer ab, in Form von Jeff Gordon und Sprint Cup Champion Jimmie Johnson, die sich ebenfalls für ihren Teamkollegen freuten. Kasey Kahne kam nach einer starken Leistung in der ersten Hälfte des Rennen lediglich als 31. ins Ziel, nachdem er in der Ausfahrt der Box unter Grün sich drehte und später in Unfälle verwickelt wurde.

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