Budweiser Duels: Ruhiger Start, chaotisches Ende

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Matt Kenseth und Denny Hamlin hießen die gestrigen Budweiser Duel Sieger. – Clint Bowyer mit einem erschreckenden Abheber!

Alles scheint nach einer Rache von Joe Gibbs Racing und Toyota für das Debakel-Daytona 500 2013 auszusehen. Nachdem das Team mit Denny Hamlin schon das Sprint Unlimited am Samstag Abend dominierend gewinnen konnten, fuhren auch in der gestrigen Nacht wieder zwei Joe Gibbs Racing Piloten in die Victory Lane. Zu einem Matt Kenseth, der sich in einem packenden ‚threewide‘ Zieleinlauf gegen die Chevrolet Piloten Kevin Harvick und Kasey Kahne durchsetzen konnte und zum anderen einmal mehr Denny Hamlin, der dem verunfallten Feld davon eilte! Doch alles der Reihe nach.

Budweiser Duel Rennen 1 – Matt Kenseth

Es war eine harte Woche für Matt Kenseth, der schon zwei Mal während den Speedweeks in einem Big One verwickelt wurde und mehr oder weniger auch der Schuldige war – zu Letzt im freien Training von Mittwoch. Dieser Fehler hatte fatale Folgen für einige der kleinen Teams: Während Parker Kligerman wenigstens noch ein Backup Wagen hatte und dessen Wagen von seinem Teamkollegen reparabel war, musste Dave Blaney seine Rückkehr nach Hause schon antreten, da sich das Team keinen einzigen Ersatzwagen leisten konnten.

„Mir war das schon ein wenig peinlich.., ich hatte das Gefühl das mich viele ein wenig wütend ansahen in der Garage“, so Kenseth in der Victory Lane.

Doch der Sieg im 60 Runden langen Qualifikations-Rennen sollte wenigstens ihn selber wieder versöhnen, nach seinen Fehlern in der näheren Vergangenheit.

Budweiser Duel 1
Nur wenige Meter trennten Kenseth und Harvick in der letzten Runde! – Credit: 295281 Jared C. Tilton/Getty Images

Mit insgesamt 31 Führungsrunden konnte er dem ruhigen, aber dennoch sehr interessanten Rennen sein Stempel aufdrücken und sollte ihn zu einem Mitfavoriten für das am Sonntag stattfindene Daytona 500 machen. Lediglich in den spannenden Schlussrunden kam er ein wenig in Bedrängnis als Dale Earnhardt Jr., Kevin Harvick und Kasey Kahne versuchten etwas zu planen. Die zwei letzt genannten schafften es dann auch nochmal in der letzten Runde im Tri-Oval anzugreifen, was in einem toll anzusehenden ‚threewide‘ Finish endete.

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Das große Thema abseits des Sieges, war natürlich das Racing an sich. Die Fahrer beschrieben dieses ein wenig „konservativ“, wie sich Kevin Harvick im Interview mit FOX Sports äußerte:

„Ich denke jeder wollte das tun, was sie zu tun hatten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Ich bin der Meinung, das jeder ein wenig kribbelig am Sonntag wird und etwas in einer großen Gruppe zu versuchen“, so der Stewart Haas Racing Fahrer weiter.

Der drittplatzierte Kasey Kahne von Hendrick Motorsports sah das Racing ein wenig positiver:

„Wenn die Jungs racen wollen, dann funktioniert das auch gut. Es wird ein spannendes Rennen mit vielen Ereignissen werden, wenn die anderen versuchen zu racen. Aber man darf nicht erwarten, dass wir 500 Meilen zu dritt nebeneinander fahren.“

Besonders Kasey Kahne versuchte gemeinsam mit Ford Pilot Greg Biffle schon früh im Rennen, die innere Linie zum Laufen zu bringen. Dies scheiterte zunächst kläglich, doch man besserte sich, als man anscheinend weitere Fahrer dafür begeistern konnte, aus der oberen und ein wenig schnelleren Linie herauszukommen.

Die „feel good“ Story brachte aber nicht Matt Kenseth, sondern NASCAR Sprint Cup Rookie Cole Whitt von Swan Racing. Der 23-jährige Pilot schaffte mit dem 13. Platz die Qualifizierung für das „Great American Race“; einen Tag nach seinem Kontak mit der Mauer im freien Training. Während der Nacht hat das Team der #26 die komplette rechte Seite rausgeschnitten und ausgebessert, um den Wagen wieder konkurrenzfähig zu machen. Der Wechsel auf einen Ersatzwagen ging nicht, da diesen schon sein Teamkollege Parker Kligerman nach einem Überschlag bezog.

Budweiser Duel Rennen 2 – Denny Hamlin

Nach einem Rennen ohne jegliche Zwischenfälle, schien auch das zweite und letzte Rennen des Abends ähnlich zu verlaufen, bevor am Ende der große Knall kam. Auf den letzten Metern im Tri-Oval fand der Motor von Jimmie Johnson keinen Sprit mehr im Tank und verweigerte somit seinen Dienst. Doch die Auswirkungen sollten viel größer werden: Chip Ganassi Racing Fahrer Jamie McMurray konnte auf den ausrollenden Johnson nicht mehr rechtzeitig reagieren und drehte diesen um.

„Ich bin im schlechtesten Moment ausgerollt, in dem man ausrollen kann. Ich fühl mich schrecklich. Zum Glück ist jeder Okay, doch viele gute Rennwagen sind nun Schrott..“, so ein enttäuschender und entschuldigender sechsfacher Sprint Cup Champion.

Im so oft angesprochenen Billard-Effekt kollidierten dann auch Martin Truex Jr., Michael Waltrip sowie David Ragan. Am härtesten erwischte es aber den Michael Waltrip Racing Piloten Clint Bowyer, dessen Wagen sich in der Luft einmal komplett drehte, um dann wieder auf allen Vieren zu landen. Ein sichtlich durchgerüttelter Bowyer konnte den Wagen dann noch sicher in die Box manövrieren. Nicht nur für viele Fans war dies einer der „wildesten Überschläge“ die man je gesehen hat, sondern auch für Bowyer selber, wie er im Interview nach dem Rennen aussagte.

Qualifizieren konnten sich beide Labonte Brüder, sowie Daytona 500 Sieger von 2011 Trevor Bayne und Rookie Brian Scott. Auch Landon Cassill schaffte es! Nicht geschafft haben es der 72 Jahre junge Morgan Shepherd, Michael McDowell, Eric McClure, Joe Nemechek und Sprint Cup Rookie Ryan Truex von BK Racing.

Bilder des Tages!

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