Allmendinger so glücklich wie nie zuvor

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AJ Allmendinger ist wieder zurück im Geschäft und so glücklich wie nie zuvor, wie er in Daytona verriet.

„Puh, ich muss immer noch die ganzen Sponsoren auf die Hand schreiben, um sie nicht zu vergessen,“ lachte AJ Allmendinger gestern während den Daytona 500 Testsessions in die Kamera. Und dies könnte sogar stimmen, schließlich hat die PR und Marketingabteilung seines neuen Teams, JTG Daugherty Racing, tolle Arbeit geleistet als man in der Offseason gleich sieben verschiedene Marken von Firmen als Sponsor gewinnen konnte.

Doch diese Sorgen, nicht alle Sponsoren namentlich auswendig erwähnen zu können, hat der 32-jährige Kalifornier gerne. Denn die letzten 18 Monate waren wohl die schwierigsten seiner ganzen Karriere und bestimmt auch eine der schwierigsten Zeiten seines bisherigen Lebens. Seine Zukunft in der NASCAR stand lange Zeit auf der Kippe, als die Offiziellen bei einer Routine Untersuchung verbotene Stoffe in seinem Blut fanden; Amphetamine die ein Aufmerksamkeits-Defizit behandeln sollen. Bis heute ist immer noch unklar ob Allmendinger diese wissentlich zu sich genommen hat, oder sein Freund ihn die versehentlich verabreichte, wie er damals aussagte. Doch Schwamm drüber, jeder hat eine zweite Chance verdient.

Das Resultat war eine Suspendierung seitens der NASCAR und die Entlassung aus seiner erst neu gewordenen Arbeitsstelle „Team Penske“. Doch man hat das Vertrauen in ihn nicht verloren, was Roger Penske mit selektiven IndyCar und Nationwide Series Rennen für AJ Allmendinger unter Beweis stellte. Das Vertrauen gab AJ Allmendinger wiederum mit starken Ergebnissen zurück: Im Indianapolis 500 der IndyCar Series fuhr er 23 Runden lang an der Führung, um dann das Rennen als siebter zu beenden. Sein Nationwide Rennen in Road America für Penske gewann er sogar und lies seine Emotionen in der Victory Lane freien Lauf. (Wir berichteten! => „AJ Allmendingers berührender Sieg in Road America„)

Doch wie wir alle wissen hat jede Sache immer zwei Seiten – eine positive und eine negative. So auch seine Suspendierung, die ihn auf einen Weg gebracht hat, glücklicher zu sein wie AJ Allmendinger in Daytona verriet.

Durch seine guten Ergebnissen für Roger Penske holte sich Anthony James, so sein voller Vorname, auch das Vertrauen von anderen Team Ownern zurück; insbesondere von Brad Daugherty. Da sein Team, JTG Daugherty Racing, nun schon seit einigen Jahren auf der Stelle tritt, wollte er sich eine andere Fahrermeinung über den Einsatzwagen holen, als die von Routinier Bobby Labonte. Daraus wurden dann insgesamt neun Rennen und Allmendinger überzeugte auf ganzer Linie: Er holte das erste Top 10 Finish für das Team und verdrängte somit den Cup Champion von 2000 Bobby Labonte aus dem Team.

„Ich denke, ich habe mein zu Hause gefunden. Es ist zwar ein kleines Team, doch ich genieße das wirklich sehr,“ so Allmendinger über das Team, mit welchem er nun die ganze Saison fahren will.

Auch wenn er mit einem guten Gefühl in die neue Saison geht, weiß er, dass es Herausforderungen geben wird. Das Team ist in der kurzen NASCAR Offseason von Toyota zu Chevrolet gewechselt und ist mit Richard Childress Racing eine Allianz eingegangen – ganz nach dem Vorbild „Furniture Row Racing“, die mit Kurt Busch letztes Jahr den Sprung in den Chase geschafft haben. Doch er ist bereit, egal was auf sie zukommen mag:

„Man muss die Erwartungen realistisch gestalten. Meine Erwartung ist die, rauszugehen und alle Rennen zu gewinnen. Das wird nicht passieren. Doch realistisch gesehen, können wir auf die Strecke gehen und darum kämpfen. Wir müssen unsere schlechten Tage auf Plätze wie 22. oder 24. minimieren.“

Und das ist in der Tat machbar. In seinen neun Rennen für JTG Daugherty Racing im letzten Jahr, konnte er einen Ergebnis Durchschnitt von 20 erreichen. Somit war er also voll im Trend.

„Letztes Jahr haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht und erfahren, wo wir sind und wo wir hin wollen. Dieses Jahr denken wir Tag für Tag weiter. Wir können nicht auf die Strecke gehen und denken, dass wir nun die Erde in Flammen versetzen. Aber wir haben das Selbstvertrauen, das, wenn wir alles richtig machen, mit den Besten konkurrieren können. Das denke ich wirklich,“ so ein zuversichtlicher AJ Allmendinger.

Und wenn er sich nun noch alle Sponsoren merken kann, dann sollte einer tollen Saison für den Kalifornier nichts mehr im Wege stehen…

 

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