Vorschau 2014: Michael Waltrip Racing

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Team für Team arbeiten wir uns durch die Sprint Cup Garage und werfen ein Blick auf die kommende Saison. Was hat sich verändert und welche Aussichten hat das Team? Heute: Michael Waltrip Racing.

Sie waren das aufsteigendste Team im NASCAR Sprint Cup der letzten Jahre und der Trend sollte sich auch letztes fortsetzen mit einem starken Clint Bowyer. Bis zu einem lächerlichen und völlig unnötigen Skandal, der das Image, das gesamte Team und vor allem die harte Arbeit der letzten Jahre auf’s Spiel setzte. Die Rede ist natürlich von Clint Bowyer’s Spingate-Skandal in Richmond, der seinen Teamkollegen Martin Truex Jr. in den Chase helfen sollte. Doch der Schuss ging nach hinten los: Der absichtliche Dreher in den letzten Runden wurde aufgedeckt und Truex Jr. verlor seinen Hauptsponsor NAPA, der nun Chase Elliott bei JR Motorsports in der Nationwide Series unterstützt. Dadurch verlor der eigentlich Unschuldige Truex Jr. zudem sein Cockpit bei Michael Waltrip Racing, da man keinen neuen Sponsor fand. Clint Bowyer kam lediglich mit schlechter Presse eigentlich ganz gut weg…

Doch man kann es nicht ändern. Was geschehen ist, ist geschehen und ich bin mir sicher das niemand auf das Richmond Rennen stolz ist. Mit Clint Bowyer in der #15, Brian Vickers in der #55 und dem Dou Waltrip / Burton in der #66 hat man ein solides Line-Up an Fahrern. Doch was können diese ausrichten?

#15 Clint Bowyer

Clint Bowyer erlebte ein starkes erstes Jahr bei Michael Waltrip Racing in 2012 mit dem zweiten Platz im Gesamtergebnis. Diese Leistung konnte der aus Kansas stammende Pilot im letzten Jahr nicht wiederholen, wie er selber öffentlich zugibt. Das Problem war auch bei ihm die unkonstanten Ergebnisse über die Saison hinweg. Fuhr er ein paar gute Rennen am Stück, kam wieder eine Schwächephase die ihn zurückwarfen. Im entscheidenden Chase konnte er dann mit der Konkurrenz nicht mithalten, was aber auch vielleicht mit dem Druck von außen aufgrund den Vorfällen in Richmond zusammenhängen könnte.

Zudem konnte man nicht einen einzigen Rennsieg in der letzten Saison erzielen, was dieses Jahr ein KO-Kriterium sein könnte, schließlich muss man siegen, wenn man in den Chase kommen möchte. Zwar besteht immer noch eine Chance, per Punkte sich für den Chase zu qualifizieren (sollte es nicht 16 verschiedene Sieger geben, tritt diese Regel in Kraft), doch ausruhen sollte man sich darauf nicht.

Ebenfalls verbesserungswürdig sind die Startpositionen, doch in diesem Bereich könnte das neue Qualifying Format Abhilfe schaffen. Hier hofft Clint Bowyer, besser zu sein als bei dem alten Quali-Format wo er „nicht wirklich gut war“, wie er in einem Interview mit zwinkernden Auge sagte.

#55 Brian Vickers

Willkommen zurück im Sprint Cup! Zumindest so halb, schließlich fuhr der 31-jährige schon in den letzten beiden Jahren einige Rennen in der #55 für Michael Waltrip Racing. Nun aber kehrt er als Vollzeit-Fahrer zurück und möchte nach vielen Rückschlägen auf sportlicher sowie persönlicher Ebene wieder angreifen und sein Können unter Beweis stellen. Das er dieses hat, zeigte er schon in der Nationwide Series, als er dort vor elf Jahren die Meisterschaft gewann. Zudem war er ein maßgeblicher Faktor für den Erfolg von Red Bull Racing, die aber bekanntermaßen leider nach der 2011er Saison ausgestiegen sind.

Wie sich Brian Vickers zurecht finden wird, steht natürlich in den Sternen. Doch die Vorfreude ist bei ihm natürlich vorhanden:

„Ich freue mich, wieder zurück im Wagen zu sitzen und nach Daytona zu reisen, was ich länger nicht mehr getan habe. Auch freue ich mich, wieder um eine Meisterschaft zu fahren.“

#66 Michael Waltrip & Jeff Burton

Das ehemalige #56 Team wird nun zur #66 und als Entwicklungsteam innerhalb Michael Waltrip Racing angesehen. Da es nun bisschen kompliziert werden könnte, fasse ich die Situation rund um die #66 mal zusammen:

  • Michael Waltrip wird in der #66 das Daytona 500 und das Mai Rennen in Talladega übernehmen. Waltrip gilt als einer der Superspeedway Spezialisten im Sprint Cup und ist zwei maliger Daytona 500 Champion.
  • Bei 6-8 Rennen wird Jeff Burton, der sein Cockpit bei Richard Childress Racing räumen musste, ins Steuer greifen. Sein erstes Rennen wird in Las Vegas sein.
  • Alle restlichen Rennen werden von John Nemechek bestritten, da Michael Waltrip Racing eine Partnerschaft mit einem neuen Team namens Identity Ventures Racing abgeschlossen hat.
  • Gesponsert wird der Wagen von ‚PEAK BlueDef‘.
 

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